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Die Relativitätstheorie der Liebe
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Regie
Otto Alexander Jahrreiss
Drehbuch
Otto Alexander Jahrreiss
Produzenten
Thomas Friedl, Nico Hofmann, Otto Alexander Jahrreiss, Manya Lutz, Nina Maag
Genre Tragik-Komödie FSK 12 Filmlänge 96 min Land Deutschland Kinostart 26.05.2011 DVD-Start 01.12.2011 Verleih Universal Pictures |
Story
Was führt zu der Liebe, was lässt den Funken überspringen? Ist es nun der Zufall oder doch eher das Schicksal? Für die Menschen der einzelnen Episoden gilt es, das herauszufinden: Da wäre zum Beispiel Anna, die von dem sehnlichsten Wunsch nach einem Kind angetrieben wird. Die vielen Blind-Dates führen sie jedoch nach wie vor nicht zum gewünschten Ziel. Also vielleicht einen anonymen Samenspender oder doch auf die große Liebe warten? Aber gibt es die überhaupt? Wenn Anna ihre Eltern zum Vorbild nehmen würde, müsste die Antwort darauf wohl eher negativ auffallen. Nach beinahe 35 Ehejahren sind Gabriela und Paul Mattowiczki an dem Punkt angekommen, an dem sie sich schon heimlich Gedanken darüber machen, wie sie sich gegenseitig um die Ecke bringen können. Aber 35 gemeinsame Jahre – die sind dann doch zu schade, um sie einfach so loszuwerden. Das würde gewiss auch die schüchterne Beamtin Peggy denken, die seit Jahren in stiller Einsamkeit ihrem Ehemann hinterher trauert. Doch auch ihr stellt der Zufall (oder doch das Schicksal?) einen neuen Partner zur Seite. Fraglich ist nur, ob es Youssef al Bustani mit der Beamtin auch tatsächlich ernst meint oder ob sich nur eigennützige Gedanken hinter seinen Annäherungsversuchen verbergen…
Am Schluss es eigentlich alles relativ - sogar die Liebe.
Schauspieler
Olli Dittrich, Katja Riemann, Mirko Lang, Isabella Schmid, Guido Broscheit, Leonhard Carow, Janina Isabell Batoly, Nadine Pasta, Broder B. Hendrix, Tobias Schulze, Jochen Wigand, Stefan Nagel
Filmkritik von Kathrin Lang
Mit „Die Relativitätstheorie der Liebe“ bringt uns Regisseur und Drehbuchautor Otto Alexander Jahrreiss ein Episodenstück über die Irrungen und Wirrungen der Liebe in die Kinos. Was sich im Titel verbirgt, ist die einfache, wenn auch wahre Erkenntnis, dass Liebe nur entstehen kann, wenn das füreinander bestimmte Liebespaar (ob durch Schicksal bestimmt oder vom Zufall gewollt) zur selben Zeit, am gleichen Ort verweilt. Eine naheliegende, geradezu banale Erkenntnis, die Jahrreiss jedoch auf weitgehend charmante Art zum Aufhänger seines Filmes macht.
Was ist das schon, die Liebe? Um diese Frage drehen sich die vielen einzelnen Lebensgeschichten, die Otto Alexander Jahrreiss fein zu einem Film verwebt. Immer wieder führt er auf der Suche nach der Antwort schöne Überlegungen vor, die letztlich in der Erkenntnis gipfeln, dass alles irgendwie relativ ist – sogar die Liebe. Um den Zuschauer zu dieser Einsicht zu führen, wählt er jedoch nicht nur stolperfreie Wege. Während sich die Idee und das Thema des Filmes als durchweg interessant erweist, hapert es an einer nuancierten Ausarbeitung des Drehbuchs. Die einzelnen Charaktere der Episoden werden maßlos überzeichnet. Was häufig für guten Witz sorgt, wirkt jedoch mindestens ebenso häufig auch übertrieben, gar unrealistisch. Viel zu gewollt werden die Figuren mit den jeweiligen Stereotypen ihrer selbst zugekleistert. Am Schluss entsprechen sie nur noch dem scharfen Bild eines Typus, mit dem man sich kaum mehr identifizieren kann. Auch gelingt es „Der Relativitästheorie der Liebe“ nicht nennenswert gut, die einzelnen Geschichten miteinander zu verweben. Einige feine Verknüpfungen gibt es, der kluge Kniff, den andere Episodenfilme teils meisterhaft beherrschen, bleibt hier allerdings nicht nur auf erzählerischen, sondern auch auf inszenatorischer Ebene aus. Am Schluss ist beinahe alles in Sachen Storytelling zwar nett, auch lustig, aber gewiss nicht außergewöhnlich.
Die großen Zugpferde der Romantik-Komödie sind jedoch ganz klar Katja Riemann und Olli Dittrich. Eigentlich kaum nötig zu sagen, dass die beiden deutschen Mimen in Mehrfachausführung wahrlich Eindruck von sich hinterlassen. Wüsste man es nicht besser, man würde es wohl nicht für möglich halten, dass die vielen verschiedenen Figuren der einzelnen Episoden von nur zwei Schauspielern zum Leben erweckt werden. Wandlungsfähigkeit und schauspielerisches Talent steht hier außer Frage. Mit ihrer Performance haben sich Riemann und Dittrich eine unanfechtbare eins mit Sternchen verdient.
In jeder Episode des Filmes übernehmen Katja Riemann und Olli Dittrich die wesentlichen Rollen.
