Willkommen im Süden

Benvenuti al Sud

Filmplakat Willkommen im Süden
Regie Luca Miniero  Drehbuch Massimo Gaudioso  Produzenten Riccardo Tozzi, Giovanni Stabilini, Marco Chimenz, Francesca Longardi 
Genre Komödie  FSK Filmlänge 102 min
Land Italien  Kinostart 05.05.2011  DVD-Start 03.11.2011  Blu-ray-Start 03.11.2011  Verleih Constantin Film

Story

Eigentlich hatte Alberto Colombo seiner Frau versprochen, dass es mit einer Versetzung nach Mailand klappt, doch nun muss er Silvia beichten, dass es nicht in die Kultur- und Modemetropole geht, sondern in den Süden. Genauer in die Nähe von Neapels nicht entsorgten Müllbergen. Alberto hatte versucht sich mit einer angeblichen Behinderung die Beförderung zu erschwindeln, doch die Lüge flog auf. Der Postbeamte ist am Boden zerstört und der Haussegen hängt schief. Mit kugelsicherer Weste geht es im Schneckentempo los gen südliches Exil. Hier fährt Alberto erstmal seinen neuen Mitarbeiter, den Briefträger Mattia, über den Haufen. Was für ein Start! Doch schon bald sind er und seine Mitarbeiter der Postfiliale ein Herz und eine Seele und die Wochenenden im Norden ein lästiges Übel. Wie nur soll Alberto seiner Familie und seinen Freunden erklären, dass er sich im Süden wohl fühlt?



Schauspieler

Willkommen im Süden Claudio Bisio, Alessandro Siani, Angela Finocchiaro, Valentina Lodovini, Nando Paone, Naike Rivelli, Giacomo Rizzo, Teco Celio, Riccardo Zinna, Nunzia Schiano, Salvatore Misticone

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 3 von 5 Ms Willkommen im Süden 2008 stürmte der Überraschungs-Komödienerfolg „Willkommen bei den Sch'tis“ nicht nur die französischen Kinocharts, sondern brachte auch halb Europa dazu, sich vor Lachen im Kino den Bauch zu halten. Dany Boon war mit sich auf dem Regiestuhl, als Co-Drehbuchautor und in der Hauptrolle ein rundum charmanter und großartiger Kinofilm über das kulturelle Gefälle in seinem Heimatland gelungen. Zusammen mit Kad Merad war er zudem das absolute Traum-Chaoten-Duo. 2011 kommt nun „Willkommen im Süden“ in die Kinos: die italienische Version von „Willkommen bei den Sch'tis“. Und das ist in diesem Fall wörtlich zu nehmen und nicht nur im übertragenen Sinne. Zwar geht es für Alberto vom „schönen“ Norden in den „schrecklichen“ Süden, doch das wäre es dann auch schon mit den Unterschieden. Uns wird hier die gleiche Geschichte detailgetreu und haargenau noch einmal aufgewärmt präsentiert, die wir 2008 bereits auf französisch gesehen haben. Dany Boon hat das Plagiat zwar abgesegnet, wie sein Cameo-Auftritt unterstreicht, zu erklären ist das wahrscheinlich aber nur mit seiner Schwäche für Dialekte und dem innigen Wunsch, auch bei den Italienern die inländische Völkerverständigung zu verbessern.

Der Norditaliener würde aus dem gesamten Süden ja am liebsten Parkplätze machen, denn dort lebt man entweder im Dreck oder ist bei der Mafia. Da hilft nur: alles platt machen! Junge Männer sind alles Muttersöhnchen, und gearbeitet wird eigentlich auch nie. Mit der Zeit muss man doch über die vielen Vorurteile schmunzeln, die „Willkommen im Süden“ hier sympathisch verpackt auf die Schippe nimmt. Regisseur Luca Miniero und Drehbuchautor Massimo Gaudioso haben von unterschiedlichen Essensvorlieben über die Sprache bis hin zur Arbeitseinstellung wirklich alles an Vorurteilen verarbeitet, was das Thema hergab. Auch die Besetzung tut ihr bestes, um den Film ansprechend zu verkaufen. Claudio Bisio und Alessandro Siani passen gut in die Hauptrollen, haben aber nicht die Strahlkraft von Dany Boon und Kad Merad. Für die vielen Nebenrollen wurden herrlich knorrige Typen gefunden. Schöne Landschaftsaufnahmen lassen uns mit Alberto zusammen den Süden Italiens lieb gewinnen.

Man möchte diesen Film mögen. Letztlich bleibt „Willkommen im Süden“ aber eben nur die italienische Variante von „Willkommen bei den Sch'tis“. Der Film büßt im direkten Vergleich an Charme und Witz merklich ein und verpasst, das Herz des Zuschauers mit einer individuellen Note und einer Prise Unvorhersehbarkeit für sich zu gewinnen.

Wissenswertes

Willkommen im Süden "Willkommen im Süden" war in Italien ein Hit, der alle Rekorde brach: Der Film spielte in kürzester Zeit fast € 30 Mio. Euro ein. Er ist damit einer der erfolgreichsten Filme in Italien überhaupt - vergleichbar mit Begninis Oscar®- gekröntem Werk "Das Leben ist schön".

2008 gelang Dany Boon mit dem Original "Willkommen bei den Sch`tis" in Frankreich ebenfalls ein großer Kinoerfolg.



Besucherbewertung
0.0 / 5  (0 votes)

Kommentare

+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.