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Das Konzert
Le Concert
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Regie
Radu Mihaileanu
Drehbuch
Radu Mihaileanu, Matthew Robbins, Alain-Michel Blanc
Produzent
Alain Attal
Genre Tragik-Komödie FSK 0 Filmlänge 122 min Land Frankreich Kinostart 29.07.2010 DVD-Start 13.01.2011 Verleih Concorde Film |
Story
Andreï Filipov war in der Sowjetunion einst der gefeierte Dirigent des berühmten Bolschoi-Orchesters. Doch dann wurden die Juden plötzlich zu Staatsfeinden und als Filipov sich weigerte seine jüdischen Musiker zu entlassen wurde er selbst gefeuert. Seinen besten Freund und Cellisten Sacha Grossman ereilte das gleiche Schicksal. Nun, gut 30 Jahre später, fährt Sascha einen Krankenwagen und Andreï, inzwischen ein gebrochener Mann und Alkoholiker, wischt im Bolschoi-Theater die Böden. Als er dort eines Tages die Einladung des Pariser Théâtre du Châtelet findet, wittert er seine große Chance, doch noch einmal ein großes Konzert zu dirigieren. Dem Direktor des Châtelets sind die Philharmoniker aus San Francisco kurzfristig ausgefallen und nun sucht er dringend Ersatz. Andreï Filipov weiht Sascha in seine irrsinnige Idee, sich in Paris mit der alten Besetzung als Bolschoi-Orchester auszugeben, ein. Zusammen machen sie sich daran ihre alten Kollegen zusammenzutrommeln. Keine leichte Aufgabe, denn diese arbeiten in der Zwischenzeit als Möbelpacker, Taxifahrer, Straßenmusiker oder auch als Synchronsprecher für Pornofilme und es bleiben nur zwei Wochen Zeit bis das Konzert stattfinden soll. Während Andreï Filipov und Sascha Grossman durch Moskau rasen, hat der Direktor des Théâtre du Châtelet in Paris noch ganz andere Probleme. Solistin des Konzerts soll, auf ausdrücklichen Wunsch Filipovs, die begabte junge französische Geigerin Anne-Marie Jacquet sein. Diese ist mit Terminen aber ausgebucht. Doch Filipov hat sich unmissverständlich ausgedrückt: Keine Anne-Marie Jacquet, kein Konzert.
Schauspieler
Aleksei Guskov, Mélanie Laurent, Dmitri Nazarov, Valeriy Barinov, François Berléand, Miou-Miou, Lionel Abelanski, Anna Kamenkova Pavlova, Alexander Komissarov
Filmkritik von Melanie Frommholz
Mit „Das Konzert“ bringt und Filmemacher Radu Mihaileanus eine turbulente und zugleich berührende Tragikomödie in die Kinos. Sein Film erzählt von geplatzten Träumen und der Hoffnung auf eine letzte große Chance, die das Ruder noch einmal herumreißen könnte. „Das Konzert“ ist melancholisch und komisch zugleich und lebt von den liebenswerten Figuren, die man nach kurzer Zeit ins Herz schließt. Wie Andreï Filipov und Sascha Grossman ihre Orchester zusammenstellen ist herrlich in Szene gesetzt und präsentiert gleichzeitig die gängigen Klischees, die über das Leben im heutigen Russland in den Köpfen kursieren. Altgediente Apparatschiks müssen sich die Besucher ihrer Pro-Kommunismus-Kundgebungen zusammenorganisieren lassen während das neue Russland Hochzeiten in Fußballstadien feiert und sich auch schon mal gerne mit Konkurrenten eine heftige Schießerei liefert. Auch die Franzosen bekommen in der ersten Filmhälfte ihr Fett weg und erfüllen das Bild des eingebildeten, überheblichen Schnösels auf ganzen Line.
Mihaileanus verlässt in der zweiten Filmhälfte die ironisch überzogene Komikebene und taucht emotional feinfühlig in die Zwischentöne seiner Geschichte ab, blickt hinter die Fassade seiner Figuren und lässt das herbeiersehnte Konzert - Tschaikowskys Violinkonzert – nicht nur zu einem wundervollen Klangerlebnis werden, sondern gleichzeitig auch zu einem Rückblick in die Vergangenheit und einen hoffnungsvollen Ausblick in die Zukunft.
Mit „Das Konzert“ liefert Radu Mihaileanus vielleicht nicht den innovativsten Film des Sommers, aber liebenswerte Figuren und wunderbare Musik machen ihn in jedem Fall sehenswert.
Wissenswertes
"Das Konzert" gewann 2010 zwei der begehrten „César du Cinema“, den französischen Oscar.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester ausländischer Film
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Kommentare
heike beining schreibt am 24.10.10, 18:01
habe den film vor 2 tagen im kino gesehen. ich fand ihn wunderbar.die thematik ( ich habe nichts über die
ächtung der juden unter stalin gewusst),
die schauspieler waren sehr überzeugend,
und natürlich die musik- ich bin ein tschaikowsky-anhänger, für mich waren die 2 stunden überwältigend schön.
