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Pat Garrett jagt Billy the Kid
Pat Garrett & Billy the Kid
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Regie
Sam Peckinpah
Drehbuch
Rudy Wurlitzer
Produzent
Gordon Carroll
Genre Western FSK 16 Filmlänge 110 min Land USA Kinostart 27.10.1973 DVD-Start 10.10.2008 Verleih Warner Bros. Pictures |
Story
New Mexico, Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Der ehemalige Revolverheld Pat Garrett ist mittlerweile Sheriff von Lincoln County. Im Auftrag der mächtigen Rancher um John Chisum soll er den Outlaw "Billy the Kid" zur Strecke bringen. Tatsächlich gelingt es Garrett, seinen früheren Freund Billy, der einst selbst für Chisum arbeitete, zu verhaften. Doch dem gelingt die blutige Flucht aus dem Gefängnis. Mit Hilfe seiner alten Weggefährten macht Billy, der sich nichts und niemandem unterordnen will, die Gegend unsicher. Keiner scheint den Draufgänger und dessen Bande stoppen zu können. Doch Pat Garrett gibt nicht auf. Nach einer langen und beschwerlichen Suche macht er Billy ausfindig. Ein letztes, entscheidendes Aufeinandertreffen der beiden Legenden wird die Fronten für immer klären...
Schauspieler
James Coburn, Kris Kristofferson, Bob Dylan, Jason Robards, Jack Elam, Katy Jurado, Richard Jaeckel, Richard Bright, Matt Clark, Chill Wills, Barry Sullivan
Filmkritik von Achim Lay
Sam Peckinpah drehte nach "Sacramento" und "The wild Bunch - Sie kannten kein Gesetz" erneut einen Abgesang auf den Mythos des "Wilden Westens". In düsteren, von Brauntönen dominierten Bildern und von der schwermütigen Musik Bob Dylons eindrucksvoll untermalt, gelingt Peckinpah ein von Melancholie und Realismus getragenes Porträt einer im Wandel begriffenen Ära. Westernlegende James Coburn brilliert in der Rolle als wortkarger, zynischer Haudegen, der im fortgeschrittenen Alter die Fronten wechselt und sich von den Ranchern, den ersten Großkapitalisten der Vereinigten Staaten, kaufen lässt. Im Gegensatz zu Billy, dem freiheitsliebenden Desperado, von Country-Sänger Kris Kristoffersen überraschend glaubwürdig dargestellt, hat Garrett die Zeichen der Zeit erkannt und sieht sich nicht mehr imstande, dem neuen Machtgefüge des Westens entgegen zu wirken. Dylon, der auch in der Rolle des Bandenmitglieds "Alias" zu überzeugen weiß, hat einen Soundtrack beigesteuert, der zu den besten des Westerngenres zählt und 1974 für den Grammy nominiert wurde. Sein "Knocking on Heavens Door" ist grandios als Untermalung des dreckigen, traurigen Sterbens, dem Peckinpah jegliche Glorifizierung nimmt. Es gibt keine Helden. Nur Menschen, die sich blutige, tödliche Duelle liefern. Diese werden in eindrucksvollen Choreografien dargeboten. Selten war ein Regisseur so nahe an der Realität wie Sam Peckinpah. Sein 1973 gedrehter Film bereitet der Mythenbildung eines uramerikanischen Genres ein Ende und gehört in der vorliegenden, rekonstruierten Schnittfassung zu den Sternstunden des Western!
