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Die Entdeckung der Currywurst
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Regie
Ulla Wagner
Drehbuch
Ulla Wagner
Produzent
Gerd Haag
Genre Love-Story FSK 6 Filmlänge 108 min Land Deutschland Kinostart 11.09.2008 DVD-Start 24.04.2009 Verleih Schwarz-Weiss |
Story
Deutschland befindet sich kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges, als sich die schon reifere, aber dennoch bildhübsche Lena in einen jungen fahnenflüchtigen Soldaten verliebt. Schon beinahe blind vor Liebe nimmt sie ihn bei sich auf und versteckt ihn die kommenden Tage in ihrer kleinen Wohnung im Dachgeschoss. Damit beginnt für die beiden ein lebensgefährliches Liebesabenteuer, das sie vor dem Rest der Welt geheim halten müssen. Das ist jedoch leichter gesagt als getan, werden Lenas Nachbarn doch schnell auf die Veränderungen im Haus aufmerksam und wundern sich über die nächtlichen Ruhestörungen. Als das Ende des Krieges ausgerufen wird, erfährt Hermann in seiner Isolation nichts davon und Lena bringt es nicht übers Herz ihrem neuen Gelibeten diese Nachricht zu überbringen. Um das Glück, das ihr während des Krieges widerfahren ist, noch etwas länger halten zu können, verlängert sie kurzerhand den Zweiten Weltkrieg um ein paar Tage…
Schauspieler
Alexander Khuon, Barbara Sukowa, Wolfgang Böck, Branko Samarovski, Frederick Lau, Götz Schubert, Astrid Meyerfeldt, Traute Hoess, Lennart Betzgen, Axel Siefer, Klaus Lehmann, Christian Beermann
Filmkritik von Kathrin Lang
Während sich Uwe Timms Novelle „Die Entdeckung der Currywurst“ noch als Bestseller verkaufen ließ, kann sich die dazu passende Verfilmung nicht all zu sehr mit Erfolg rühmen. Die Geschichte über ein ungewöhnliches Liebespaar, das sich zu einer ungewöhnlichen Zeit trifft, wirkt auf den Betrachter vollkommen verklärt. Während die Welt einem Trümmerfeld ähnelt und die Bomben auf die Stadt niederschmettern, befindet sich die Protagonistin Lena in ihrem zweiten Frühling und wünschst sich nichts sehnlicher, als dass der Krieg niemals enden mag. Etliche Handlungen der beiden Hauptakteure stehen dabei vollkommen unmotiviert und nicht nachvollziehbar im Raum. Da wo die niedergeschriebenen Zeilen wohl schlüssige Beweggründe abliefern konnten, klaffen im Film große Leerstellen die der Betrachter nur schwer füllen kann. Ganz vorbildlich wollte die „Die Entdeckung der Currywurst“ unaufdringlich und zurückhaltend sein, wirkt dabei allerdings unbeholfen und schwerfällig. Schade, denn Hauptdarstellerin Barbara Sukowa hätte mit einem besseren Drehbuch leichtfertig auch einen besseren Film hervorbringen können. Streckenweise erscheint sie als einziger Lichtblick in dieser unauthentischen Liebesromanze und rettet „Die Entdeckung der Currywurst“ auch vor einem noch größeren Unheil. Schlussendlich bleibt eine wesentliche Frage nämlich offen: Welches Publikum will dieser Film überhaupt bedienen? Die Liebhaber von Hollywoodromanzen bestimmt nicht. Doch auch Anhänger des besonderen oder deutschen Films werden hier keines Wegs mit dem Ergebnis zufrieden sein.
Wissenswertes
Dieser Film beruht auf dem gleichnamigen Bestseller von Uwe Timm.
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Kommentare
Gerd Stargard schreibt am 24.08.08, 12:50
Dieser Film wird den Intentionen der gleichnamigen Novelle von Uwe Timm nicht im mindesten gerecht. Die Trümmer auf den Straßen Hamburgs können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die zur Schau gestellte Lebenslust zwischen den Protagonisten recht aufgesetzt und unglaubwürdig daherkommt. Barbara Sukowa kann den Film leider auch nicht retten: Nichts von innerer Zerissenheit und seelischer Qual, sie wirkt seltsam unberührt und abgeklärt, so, als wäre der Krieg ein Seitensprung ... sie lächelt sich lediglich an Freund und Feind vorbei! Alles, was auf den Krieg hindeutet, wirkt bloß oberflächlich als Staffage. Wo bleibt da der Schweiß, das Blut und die Tränen? Schade, ich habe mehr erwartet!
Lummerland schreibt am 04.09.08, 10:44
Völliger Quatsch, der Film ist Klasse und entzieht sich Gott sei Dank solchen langweiligen Vorerwartungen wie "Blut und Tränrn". Dann schau dir Steiners Kreuz oder anderen Mist an, da gibt es genug Blut.Ulla Wagners Film kommt behutsam und sensibel daher mit einer Reduktion der Vorlage von U. Timm auf die Liebesgeschichte.Die Bedrohung durch den Krieg und die Gestapo ist jederzeit spürbar.Die Vision dieser erotischen liebenswerten Wohnungsinsel angebunden an die Kriegssituation ist großartig.Die Schauspieler Klasse und überzeugend.Neben Frau Sukowa besonders Alexander Khuon in seiner ersten Kinorolle
