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Räuber Kneißl
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Regie
Marcus H. Rosenmüller
Drehbuch
Karin Michalke, Christian Lerch
Produzenten
Quirin Berg, Max Wiedemann
Genre Abenteuer FSK 12 Filmlänge 114 min Land Deutschland Kinostart 21.08.2008 DVD-Start 19.03.2009 Verleih Movienet |
Story
"Ich kann kein Unrecht leiden. Ich kann mich nicht beugen, lieber gehe ich selber zu Grunde." Mathias Kneißl (1875-1902)
Während die Polizei in Mathias Kneißl einen skrupellosen Verbrecher sieht, wird der legendäre Räuber von dem einfachen Volk als Held gefeiert. Er kämpft gegen jede Ungerechtigkeit die im widerfährt an und lässt sich nichts gefallen. Sein Leben im Zeichen für die Gerechtigkeit ist jedoch nicht einfach. Ständig auf der Flucht, ist es ihm nicht möglich ein geregeltes und normales Leben zu führen. Darunter muss vor allem seine innige Bindung zu der schönen Mathilde leiden. Als ihm alles zu bunt wird, entschließt er sich dazu mit seiner großen Liebe nach Amerika auszuwandern. Ein Wettlauf mit der Zeit, bei dem es um Leben und Tod geht, kann beginnen…
Schauspieler
Maximilian Brückner, Maria Furtwängler, Thomas Schmauser, Brigitte Hobmeier, Christian Lerch, Michael Fitz, Andreas Giebel, Florian Brückner, Stefanie von Poser, Isabella Brückner, Sigi Zimmerschied, Jürgen Tonkel, Adele Neuhauser, Tilo Prückner
Filmkritik von Kathrin Lang
Mit „Räuber Kneißl“ wagt Erfolgsregisseur Markus H. Rosenmüller einen Schritt in eine etwas andere Richtung. Dieses Mal verfilmte er eine reale Geschichte und erzählt uns von dem tragischen Lebensweg des Räuber Kneißel, der einst in einem kleinen bayrischen Dorf sein Unwesen getrieben hat. Natürlich darf bei einer Rosenmüller-Verfilmung eines mal wieder nicht fehlen: Der markante bayrische Dialekt. Dieser zieht sich wie ein roter Faden durch alle Filme von Markus H. Rosenmüller und ist mittlerweile schon zu einem wahren Markenzeichen des deutschen Regisseurs geworden. Während man sich im Süden Deutschlands über den herrlich klingenden Akzent der Bayern freuen kann, werden sich Bewohner des Nordens langsam aber sicher ein wenig über diese Manier ärgern. Selbst als Kenner des Dialektes muss man an manchen Stellen zwei Mal hinhören um die bayrische Mundart gänzlich verstehen zu können. Nur unschwer vorstellbar, dass sich Nichtkenner auch bei „Räuber Kneißl“ wieder einmal vor einer schier unüberwindbaren Sprachbarriere stehen sehen. Seinem typischsten Merkmal ist Rosenmüller also wieder einmal treu geblieben Was man als treuer Fan dieses Mal jedoch vermissen darf, ist Rosenmüllers Händchen für den galanten Bogenschlag zwischen Humor und dem großen Drama. Ist ihm das in „Wer früher stirbt, ist länger tot“ noch hervorragend gelungen, fehlen bei „Räuber Kneißl“ die wirklich lustigen Höhepunkte. Es überragen die tragischen oder auch romantischen Momente und jegliche Versuche witzig zu sein, enden lediglich mit einem müden Lächeln im Publikum. Um reiner Abenteuerfilm zu sein, ist die biografische Geschichte des „Räuber Keißl“ jedoch zu unspannend. Genau an dieser Stelle gipfelt auch das Hauptproblem dieses Heimatfilms. Nett ist die Geschichte, weite Strecken auch durchaus unterhaltend. Ein filmisches Highlight ist „Räuber Keißl“ jedoch definitiv nicht geworden. Schade, wissen wir doch alle, dass Markus H. Rosenmüller durchaus zu mehr im Stande ist.
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Kommentare
bernardo schreibt am 22.08.09, 11:24
Habe den Film noch nicht gesehen. Ich beziehe mich nur auf die Filmkritik von Kathrin Lang. Sie hätte besser anderes Wissenswertes sagen sollen als sich so lange über den "Dialekt" auszulassen. Und die Erwartung, daß so ein Film "witzig" sein müsse ist seltsam, da die Realität, die so ein Film abbilden soll, keineswegs "witzig" war.
Mastermyler schreibt am 04.09.08, 18:14
Nach den erfolgreichen Filmen "Wer früher stirbt ist länger tot" und "Schwere Jungs" schaut dieser Film verdächtig nach einer Fließbandproduktion aus; eine sagenumwogene Story wird zu einer Tragikkomödie umgepolt, klischeehafte Standardszenen ziehen sich wie ein roter Faden durch den gesamten Film. Fazit: Raüber Kneißl ist weder Fisch noch Fleisch...Schade, die Möglichkeiten einen großartigen Film entstehen zu lassen wären gegeben gewesen.
