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Sweet Mud - Gefangen im Himmel
Adama Meshuga'at
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Regie
Dror Shaul
Drehbuch
Dror Shaul
Produzenten
Sharon Shamir, Philippa Kowarsky, Johannes Rexin, Edgar Tenenbaum, Dror Shaul, Bettina Brokemper
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 97 min Land Deutschland, Israel Kinostart 07.08.2008 DVD-Start 16.01.2009 Verleih W-Film |
Story
Israel, ein Kibbuz im Jahr 1974: Der kleine Dvir lebt zusammen mit seinem älteren Bruder und seiner Mutter unter der strengen Obhut einer jüdischen Gemeinschaft. Eigentlich sind die täglichen Rituale und die starke Ideologie des Kibbuz für die dreiköpfige Familie schon zum Alltag geworden. Als Dvir jedoch kurz vor seiner Bar Mizvah steht, muss er erkennen, dass vor allem seine Mutter mit den strengen Regeln und Verpflichtungen die ihr auferlegt sind, nicht zu Recht kommt. Langsam aber sicher scheint sie an der schweren Last zu zerbrechen. Als ihr Freund, der eigentlich ein normales Leben in der Schweiz führt, für ein paar Tage in dem Kibbuz leben darf, eröffnet sich für die Familie jedoch die Aussicht auf ein Leben außerhalb der strengen Ordnung. Stephan macht der schönen Miri einen Heiratsantrag und bittet sie ihm in die Schweiz zu folgen. Reicht seine Liebe aus, um ihr die nötige Kraft zu geben um den Kibbuz zu verlassen?
Schauspieler
Ronit Yudkevitz, Tomer Steinhof, Henri Garcin, Shai Avivi, Gal Zaid, Sharon Zuckerman, Pini Tabger, Danielle Kitzis, Joseph Korman, Idit Tzur, Rivka Neuman, Hila Ofer, Omer Berger, Ami Weil, Natan Sgan-Cohen
Filmkritik von Kathrin Lang
Regisseur und Drehbuchautor Dror Shaul wurde selbst in einem Kibbuz geboren und hat viele Jahre seines Lebens dort verbracht. Sein autobiografischer Film „Sweet Mud – Im Himmel gefangen“ ist trotz teils sehr harschem Blick, jedoch weniger eine Abrechnung als eine faire Auseinandersetzung mit der Kibbuzbewegung geworden. Schönheit und Schrecken, Ideale und Schattenseiten werden gleichberechtigt gegenübergestellt und erwecken den Eindruck eines Filmes, der nicht wertend sein will. Schlussendlich ist er es natürlich dennoch, sind die strammsitzenden Ketten, die den jüdischen Kibbuzmitgliedern angelegt sind, nur schwer zu übersehen. Wie so oft bei solchen Filmen, eröffnet sich auch hier dem westlichgeprägten Zuschauer wieder eine andere Weltanschauung, die fernab unseres kulturellen Denkens liegt und mit einigen erkenntnisreichen Momenten aufwartet. Neben der interessanten, aber auch berührenden und teils melodramatischen Geschichte, wartet „Sweet Mud – Im Himmel gefangen“ mit einer brillierenden Schauspielerriege auf. Vor allem der noch junge Tomer Steinhof ist eine wahre Entdeckung für diesen sanftkritischen Film und rundet mit seinem einfühlsamen Spiel den ohnehin schon positiven Gesamteindruck von „Sweet Mud – Im Himmel gefangen“ weiter ab.
Wissenswertes
Dror Shauls „Sweet Mud – Im Himmel gefangen“ wurde auf der Berlinale 2007 mit dem Gläsernen Bären ausgezeichnet. Beim renommierten Sundance Film Festival gewann er
den großen Preis der Jury und wurde mit dem israelischen Oscar als Bester Film
ausgezeichnet.
„Der Kibbuz ist eine einzigartige ländliche Gemeinschaft des Judentums: Sie hat sich der gegenseitigen Hilfe und sozialer Gerechtigkeit verschrieben. Als sozioökonomisches System basiert es
auf dem Prinzip des gemeinschaftlichen Besitzes allen Eigentums, Gleichheit und
Zusammenarbeit bei Produktion, Konsum und Erziehung und strebt das Ideal von
„von jedem nach seinen Möglichkeiten, für jeden nach seinen Bedürfnissen“ an. Mit
diesen Zielen bietet das Kibbuz denjenigen ein Heim, die sich für diese Prinzipien
entschieden haben.“
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