Kiss & Run

Kiss and Run

Filmplakat Kiss & Run
Regie Annette Ernst  Drehbuch Maggie Peren  Produzenten Sebastian Popp, Robert Malzahn 
Genre Tragik-Komödie  FSK 12  Filmlänge 88 min
Land Deutschland, 2002  Kinostart 14.10.2004  DVD-Start 26.09.2005  Verleih WVG Medien

Story

Seit einigen Jahren arbeitet die junge Emma verbissen an ihrer Schauspielkarriere. Da diese nur sehr schleppend in die Gänge kommt, arbeitet sie nebenher für einen Hungerslohn in einer Videothek. Als der Besitzer jedoch verkündet, dass die Videothek bald geschlossen wird, beginnt es für Emma ernst zu werden. Sie muss ihr Leben nun endlich auf die Reihe bekommen: Also macht sie Langzeitliebhaber Dominik ordentlich Druck, endlich eine feste Bindung mit ihr einzugehen, und jedes noch so erbärmliche Casting wird von ihr voller Elan wahrgenommen. Da es jedoch trotz größter Bemühungen weder in der Liebe, noch im Beruf so wirklich funktionieren will, kann sich Emma mehr als nur glücklich schätzen, dass ihr Max zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite steht. Doch auch für Emmas Sandkastenfreund sind die Zeiten nicht einfach. Zwei verlorene Seelen an einem Ort, sind jedoch besser als nur eine…

Schauspieler

Kiss & Run Maggie Peren, Ken Duken, Anja Herden, Hinnerk Schönemann, Martin Kiefer, Michael Munteanu, Karoline Schuch, Sonya Kraus, Michael Quast, Tamara Samonte, Konstantin Seldenstücker, Tatjana Blacher, Christina Loeb, Sonya Kraus, Oliver Wnuk

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 3 von 5 Ms Kiss & Run Mit ihrem Spielfilmdebüt „Kiss & Run“ bringt uns Regisseurin Annette Ernst einen mehr oder minder typisch deutschen Coming-of-Age-Film in unsere Kinos. Selbst wenn die Hauptcharaktere dieses Films mit ihren 25 Jahren eigentlich schon ein paar Jährchen über die klassische Umbruchphase hin zum Erwachsen werden hinweg sind, so erzählt die Tragik-Komödie letztlich doch eine Geschichte über zwei junge Menschen, die sich selbst erst entdecken und ihr Leben erst formen müssen, um schließlich glücklich zu werden. Den Weg hin zum Glück, der einen längeren und intensiven Reifeprozess erfordert, geht „Kiss & Run“ nicht durchgängig rund, aber letztlich doch sehr unterhaltend.

Hauptdarstellerin und zugleich Drehbuchautorin Maggie Peren, die in den vergangenen Jahren bereits Skripte für unterschiedlichste Filme schrieb – wie in etwa für „Napola – Elite für den Führer“ oder die beiden „Mädchen, Mädchen“-Teile – hat sich eine nicht unbedingt neuartige, dafür aber kurzweilig unterhaltende Geschichte für ihre beiden Protagonisten ausgedacht. Vor allem die Selbstfindungsphase von Emma (Maggie Peren) wird von schicksalhaften Begegnungen, sozialkritischen Gefügen sowie dubiosen Berufsentwicklungen kurzweilig am Laufen gehalten. Ihr Sandkastenfreund Max (Ken Duken) kommt dahingegen zwar etwas kurz, steuert dem Film aber dennoch einige tolle Momente bei. Der Blick auf zwei vertrauten Seelen, die sich zwar schon ihr ganzes Leben lang nahestehen, die sich bislang aber dennoch nicht richtig durchschaut haben, gestaltet sich zunehmend als Höhepunkt der Tragik-Komödie.

Wenngleich das Ende von „Kiss & Run“ beinahe so offensichtlich ist wie das Amen in der Kirche und der Zuschauer den Figuren auf der Leinwand häufig schon einen Schritt voraus ist, bietet die deutsche Tragik-Komödie dennoch 91 Filmminuten, die mal lustig, mal tiefgründig und mal romantisch direkt vom Leben erzählen.

Wissenswertes

Kiss & Run Maggie Peren wurde bereits im Jahr 2000 für das Drehbuch zu „Kiss and Run“ von der Jury der Medien und Filmgesellschaft Baden-Württemberg für den Preis für das beste unverfilmte Drehbuch ausgezeichnet. Dinge gibt's, die gibt's gar nicht.



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