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Solange Du hier bist
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Regie
Stefan Westerwelle
Drehbuch
Stefan Westerwelle
Produzenten
Christof Groos, Stefan Westerwelle
Genre Drama (Gay) FSK 12 Filmlänge 78 min Land Deutschland Kinostart 25.10.2007 Verleih Pro-Fun Media |
Story
Georg ist Rentner und lebt ein gut bürgerliches Leben - zumindest scheint es so. Tatsächlich aber dreht sich das Leben des alten Mannes nur um den jungen Stricher Sebastian, dessen Besuche sein ganzes Handeln bestimmen. Als eines Tages Sebastian über Nacht bleiben will, ist Georg überglücklich. In den kommenden Stunden kommen sich die Männer jedoch nicht näher, sie entfernen sich noch weiter voneinander...
Schauspieler
Michael Gempart, Leander Lichti
Filmkritik von Thomas Ays
Puh! Diese 78 Minuten gestalten sich wie manch 4-Stunden-Epos. Mit langen Bildern erzählt Regisseur Stefan Westerwelle seine künstlerisch inszenierte Geschichte. Das dabei Emotionen keine Chance haben, scheint nicht weiter wichtig gewesen zu sein. Die Kamera verhindert ebenfalls einen deutlichen Blick auf die Geschichte. Sie klebt an Gegenständen, den beiden Männern und an den gezeigten Situationen.
Unterm Strich bleibt so nur ein Wort übrig: „Mühsam.“ Und das von der ersten bis zur letzten der 78 Minuten. Dabei hätte die Handlung durchaus Potential gehabt, man musste diesem Streifen jedoch unbedingt den Stempel „Anspruchsvoll!“ aufdrücken, was letztlich dazu führt, das nur die Filmschaffenden selbst und vermutlich einige „besonderer-Film“-Liebhaber diese Projekt toll finden werden.
Wissenswertes
Das Spielfilmdebüt von Stefan Westerwelle wurde von der Kölner Kunsthochschule für Medien produziert.
"Solange Du hier bist" wurde bei dem Barcelona International Gay & Lesbian Film Festival mit dem Jury-Award ausgezeichnet. Außerdem erhielt er Auszeichnungen beim Locarno International Film Festival (als bestes Debüt) und beim Torino International Gay & Lesbian Film Festival (als bester Film). Bei den deutschen Kurzfilmpreisen bekam er einen Spezialpreis.
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Kommentare
Tom Quadrath schreibt am 07.08.08, 18:38
Hey, hab den Film auch gesehen. Sehr schön und auch ein bißchen traurig. Hat mir auf jeden Fall gut gefallen auch wenn ich nicht alles verstanden habe. Aber die Schauspieler waren wirklich sher überzeugend. Da kann man sich ganz rein vertiefen und sich einfach freuen, daß man auch im Alter noch lieben kann.
Auch wenn das der Hauptfigur schwerfällt, merkt man ganz deutlich, daß er ein glücklicher Mensch ist, trotz der Falten und Runzeln im Gesicht und woanders.
helger santos schreibt am 06.08.08, 00:50
hier eine userwertung: habe den film eben auf dvd gesehen und kann eure "mühsame" einschätzung gar nicht verstehen. Auf perlentaucher.de wir über "solange..." gesagt, dass es einer der schönsten deutschen filme der letzten jahre sei, und ich gebe dem verfasser eindeutig recht. was für ein "potential" meint ihr hätte der film noch ausfüllen sollen? Sollte er wie die meisten der "schwulen" Filme, mehr nackte tatsachen zeigen? ich finde, daß der film, gerade in einem genre welches zu oft bedient wurde eine ganz neue und so unglaublich wenig klischierte sicht offenbart, die weit über die stricher-freier beziehung hinausreicht und ein sehr persönliches portrait einer "liebes"-beziehung zeichnet. es ist eine sehr einfühlsame, HOCHEMOTIONALE geschichte, die dazu noch formal eigenwillig erzählt wird. ich hatte keine probleme damit, mich in der partiellen dunkelheit zurechtzufinden und bin begeistert von dem mut dieses ganz jungen filmemachers. auf dieser seite wird "locarno" so nebenbei erwähnt. darf ich sagen, dass das eines der wichtigsten filmfeste der welt ist? zudem hat "solange..." auch eine goldenen lola als bester deutscher film in einer sonderkategorie erhalten. ich finde das sehr aussagekräftig. einlassen muß man sich sicherlich und es ist ebenso auch kein film für alle, aber muß er das? "DER FILM ÜBERRASCHT DURCH SEINE EMTOTIONALE KRAFT UND SEIN GESPÜR FÜR DIE ERZÄHLUNG" (das sagt die locarno jury) schaut ihn euch vielleicht doch nochmal an. ich bin sicher, es lohnt sich. gruss
