Possessed - Besessen

Bunshinsaba

Filmplakat Possessed - Besessen
Regie Byeong-ki Ahn  Drehbuch Byeong-ki Ahn  Produzent Yong-dae Kim 
Genre Horror  FSK 16  Filmlänge 93 min
Land Südkorea  Kinostart 30.07.2004  DVD-Start 06.11.2008  Verleih e-m-s

Story

Als Yoo-Jin an die neue Schule kommt, wird sie sofort zur Zielscheibe von Hänseleien und Bedrohungen von Seiten ihrer neuen Mitschülerinnen. Irgendwann hält Yoo-Jin die Grausamkeiten nicht mehr aus und beschwört zusammen mit zwei Freundinnen den Geist Bunshinsaba. Sie verhängt einen Fluch über ihre Peinigerinnen, der beinahe augenblicklich zu wirken beginnt. Eine nach der anderen begeht auf äußerst grausame Weise Selbstmord: Sie stülpen sich eine Plastiktüte über den Kopf, die sie dann mit einem Feuerzeug anzünden. Als Yoo-Jin, von Gewissensbissen geplagt, dem bösen Spiel ein Ende machen will, muss sie feststellen, dass sie offenbar von dem bösen Geist besessen ist. Immer deutlicher kristallisiert sich der Name In-suk heraus – ein Mädchen, das vor 30 Jahren auf grauenvolle Art ums Leben kam. Die neue Lehrerin Eun-ju Lee stellt Nachforschungen an und findet heraus, dass es mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit In-suk ist, die hier ihr Unwesen treibt und langsam aber sicher Yoo-Jin willenlos macht.

Schauspieler

Possessed - Besessen Gyu-ri Kim, Se-eun Lee, Yu-ri Lee, Seong-min Choi, Jeong-yun Choi, Yoo-jin Im, Jeong-hwa Kang, Seong-eun Tak

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 3 von 5 Ms Possessed - Besessen „Possessed – Besessen“ ist ein Horrorfilm, der weniger mit seiner innovativen Idee, als vielmehr mit einer absolut gelungenen Optik und einer ausgefeilten Inszenierung überzeugen kann. Wer sich unwillkürlich an Horrorstreifen wie „The Ring“ oder „The Grudge“ erinnert fühlt, der täuscht sich nicht. Auch hier treiben wieder langhaarige und bleichgesichtige Rachegeister ihr Unwesen – wenn auch nicht ganz so gelungen wie in „The Grudge“. Ganz eindeutig versucht „Possessed – Besessen“ auf der Erfolgswelle dieser asiatischen Gruselschocker mit zu schwimmen – was ihm aber nur bedingt gelingt, denn irgendwie hat man das Gefühl, das alles schon einmal irgendwo so oder so ähnlich gesehen zu haben. Deswegen ist man als Zuschauer nur mäßig geschockt, wenn die starr zwischen ihren langen schwarzen Haaren hervorblickende Rächerin auftaucht. Doch glücklicherweise beschränken sich die Schockeffekte dieses Films nicht ausschließlich auf dieses eine Element, so dass man doch mehr als einmal die Gelegenheit bekommt, sich voller Panik in seinen Sessellehnen fest zu krallen.

Auch wenn dem horrorerfahrenen Zuschauer schnell klar wird, dass zumindest die eine oder andere Idee von erfolgreichen Horrorfilmen übernommen wurde, ist doch nicht von der Hand zu weisen, dass Regisseur und Drehbuchautor Byeong-ki Ahn in „Possessed – Besessen“ eine gut durchdachte und bis zum Schluss spannende Geschichte erzählt. Was aber dennoch fehlt, ist eine Hauptfigur, die die Story von Anfang bis Ende trägt. Permanent wechselt die Handlung zwischen verschiedenen Personen hin und her, so dass es keinen Helden oder keine Heldin gibt, mit der man von Anfang bis Ende mitfiebern möchte.
Insgesamt gesehen ist „Possessed – Besessen“ ein solide gemachter und atmosphärisch dichter Horrorfilm, der zwar nicht mit einer komplett neuen Idee punkten kann, aber von der Inszenierung her mit Sicherheit als einer der besseren „Asia-Schocker“ bezeichnet werden kann.



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