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Poster Boy
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Regie
Zak Tucker
Drehbuch
Lecia Rosenthal, Ryan Shiraki
Produzenten
Jeffrey H.j Campagna, Rebecca Chaiklin, Dolly Hall, Vincent P. Maggio, Herbert Ross
Genre Drama (Gay) FSK 12 Filmlänge 98 min Land USA, 2004 DVD-Start 14.05.2009 Verleih Pro-Fun Media |
Story
Henry Kray ist schwul. Das Problem? Sein Vater, Senator Jack Kray gilt als homophob und will unbedingt, dass sein Sohn auf der Wahlkampftour für ihn Reden schwingt. Der ist jedoch alles andere als begeistert von der Idee seines Dads, schließlich hat er sich noch nie gut mit ihm verstanden.
Als der Senator an das College seines Sohnes kommt, um die Stimmen der jungen Wähler einzufangen, soll Henry die liebevolle und rührende Rede halten, auf die alle Anhänger sehnsüchtig warten. Wie lange kann sich Henry noch verstecken?
Schauspieler
Matt Newton, Jack Noseworthy, Valerie Geffner, Karen Allen, Michael Lerner, Ian Reed Kesler, Austin Lysy
Filmkritik von Thomas Ays
Es wäre unehrlich zu behaupten, man würde nicht merken, dass "Poster Boy" das Regiedebüt von Zak Tucker ist. Die Schnitte und die Kamera wirken manchmal unausgereift und unprofessionell. Das Gute? Es spielt absolut keine Rolle. Die beiden Drehbuchautoren Lecia Rosenthal und Ryan Shiraki haben nämlich schlicht sensationelle Figuren erschaffen, die individuell, charismatisch und herrlich originell und erfrischend anders geraten sind. Einzig die manchmal konstruiert wirkende Geschichte trübt den Gesamteindruck. Die Schauspieler hingegen sind große Klasse: Jack Noseworthy als Anthony ist überzeugend, Valerie Geffner darf herrliche Dinge sagen, Matt Newton ist absolut passend besetzt und auch Michael Lerner als Senator Kray und Karen Allen als seine Frau Eunice liefern mehr als glaubhafte Arbeit ab.
Die Geschichte ist überragend! Kein Wunder ist es hingegen, dass der Streifen bei den großen amerikanischen Festivals keine Preise (und auch keine Nominierungen) einheimsen konnte. Dazu ist der Film zu USA-feindlich. Konsequent räumt er mit den amerikanischen Werten und der Heuchlerei des politischen Wahlkampfs auf und zeigt, was wir alle wissen: Keine Familie ist perfekt. Sie perfekt zu zeigen und zu machen ist nicht nur unglaubwürdig, sondern auch beleidigend für jeden einzelnen Wähler. Und dennoch scheinen es genau die zu brauchen: Jene, zu denen sie aufsehen können und dürfen.
"Poster Boy" wirft einen realistischen und aufrichtigen Blick hinter die Wahlkampfmaschinerie der USA und überzeugt durch Botschaft, großartige und herausragende Dialoge und echte Atmosphäre!
"Poster Boy" ist lediglich im englischen Original mit deutschen Untertiteln erhältlich.