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Von einem der auszog - Wim Wenders' frühe Jahre
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Regie
Marcel Wehn
Drehbuch
Marcel Wehn
Produzent
Sonia Otto
Genre Dokumentation FSK 0 Filmlänge 96 min Land Deutschland Kinostart 24.01.2008 DVD-Start 08.08.2008 Verleih Arsenal |
Story
„Von einem der auszog – Wim Wenders´ frühe Jahre“ wirft einen Blick auf die Anfänge von Wim Wenders als Regisseur. Die Dokumentation beginnt mit einem kurzen Schwenk in die Kindheit und Jugend und zeigt dann wie die ersten Filme von Wenders entstanden sind. Der Regisseur spricht persönlich über Beweggründe und filmische Motive, die zu den letztendlichen Filmfassungen geführt haben. Immer wieder betont er, dass es stets um den Sinn des Lebens geht und versucht dem Zuschauer eindrucksvoll vor Augen zu führen wie viel von ihm selbst doch tatsächlich in seinen Filmen steckt. Es kommen allerdings auch andere Stimmen zu Wort. So berichten in dieser Dokumentation beispielsweise auch Kollegen von der Zusammenarbeit mit Wenders oder seine Exfrauen erzählen von den markantesten Erlebnissen mit dem Filmemacher…
Schauspieler
Wim Wenders, Bruno Ganz, Donata Wenders, Edda Köchl, Jürgen Vogler, Robby Müller, Peter Handke, Peter Przygodda, Heinz Badewitz, Lisa Kreuzer
Filmkritik von Kathrin Lang
Wim Wenders hat deutsche Filmgeschichte geschrieben. Seit den späten 60er Jahren bis heute erschuf er über 30 Filme. 30 sehr spezielle Filme, die sich laut Wenders selbst mit der Frage nach dem Sinn des Lebens beschäftigen. Diese Tatsachen und die enorme Begeisterung für Wim Wenders Filme hat Marcel Wehen dazu bewogen, sich näher mit dem berühmten Filmemacher auseinander zusetzten und letztendlich eine Dokumentation über ihn zu drehen. „Von einem der auszog – Wim Wenders´ frühe Jahre“ vermeidet den Blick auf den heutigen Erfolg des Regisseurs und porträtiert nur die filmischen Anfänge. Angefangen bei den frühen Gehversuchen, bis hin zu den ersten großen Erfolgen. Rein inszenatorisch ist dies Marcel Wehen großartig gelungen. Er schickt Wim Wenders auf eine Reise durch die Fotoausstellung seines Lebens und lässt ihn währenddessen im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Nähkästchen plaudern. Immer in einem moderaten aber durch und durch charmanten Tonfall, erzählt er von persönlichen Höhepunkten, Niederlagen und Erkenntnissen. Das ist er also, der Mann der hinter all diesen Filmen steht: Authentisch, offenherzig und jemand, den man sofort in sein Herz schließen möchte. „Von einem der auszog – Wim Wenders´ frühe Jahre“ ist jedoch kein einseitiges Porträt des Künstlers, sondern lässt auch andere, manchmal kritische Stimmen zu Wort kommen. Freunde, Bekannte, Kollegen, Exfreundinnen und -frauen und derzeitige Ehefrau bekommen hier ebenfalls ihre Filmminuten um über Wenders zu sprechen. Vollkommen frei und scheinbar gänzlich unzensiert geben sie ihre Erfahrungen mit dem deutschen Filmemacher zum Besten und tragen damit ihren Teil dazu bei, dass „Von einem der auszog – Wim Wenders´ frühe Jahre“ ein sehr intimes aber auch faszinierendes Porträt geworden ist. Am Ende der Dokumentation bleibt ein beeindruckter Zuschauer, der in den vergangen 96 Minuten einen tollen Mann näher kennen lernen durfte.
"Von einem der auszog" ist der Abschlussfilm an der Ludwigsburger Filmakademie von Marcel Wehn. 