Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 31.5.
- Bad Sitter
- 31.5.
- Leb wohl, meine Königin!
- 31.5.
- LOL - Laughing Out Loud
- 31.5.
- Safe - Todsicher
- 31.5.
- Snow White and the Hun...
- 31.5.
- Wie zwischen Himmel u...
- Zu den Kinostarts
Weiße Lilien
|
Regie
Christian Frosch
Drehbuch
Christian Frosch
Produzenten
Gabriele Kranzelbinder, Alexander Dumreicher-Ivanceanu
Genre Thriller Filmlänge 96 min Land Österreich, Deutschland Kinostart 11.09.2008 Verleih Neue Visionen |
Story
Hannah ist Teil des Überwachungssystems in Neustadt, in dem insgesamt 50 000 Menschen leben. Zusammen mit ihrem gewalttätigen Ehemann Branco wohnt sie in einem der kontrollierten Hochhausappartements und ist Angestellte bei dem „Sicherheitssystem“ der Stadt. Als sie den Scherbenhaufen ihrer Ehe nicht mehr länger ertragen kann, zieht sie aus - Hoch in das 11. Stockwerk, in dem die besser gestellten Leute leben. Kaum dort eingezogen, werden ihr die enormen Ausmaße des Kontrollsystems erst richtig bewusst. Von ihren Nachbarn fühlt sie sich beobachtet und bedrängt, ihre beste Freundin hat Geheimnisse vor ihr und es erscheint ihr, als ob sie von dem internen Sicherheitssystem zunehmend mehr ausspioniert wird. Hannahs Leben gerät immer mehr außer Kontrolle und einen Ausweg aus dem System scheint es nicht geben…
Schauspieler
Brigitte Hobmeier, Martin Wuttke, Johanna Wokalek, Xaver Hutter, Erni Mangold, Gabriel Barylli, Susi Stach
Filmkritik von Kathrin Lang
Regisseur und Drehbuchautor Christian Frosch entwirft in seinem Film „Weiße Lilien“ einen Ort, der totale Sicherheit und absolute Überwachung suggeriert. Die Wohnlandschaft in der fiktiven Stadt Neustadt ist vollkommen ort- und zeitlos und könnte somit universal gültig gemacht werden. Mit „Weiße Lilien“ wird ein möglicher Blick in die Zukunft geworfen, der bei dem Zuschauer schnell eine Gänsehaut erzeugt. Die Angst davor, dass wir eines Tages tatsächlich bei einem solchen System enden, überdauert die gesamte Filmlänge. Diese Tatsache ist jedoch auch schon beinahe die Einzige, die die Anpreisung von „Weiße Lilien“ als Thriller rechtfertigt. Ansonsten mangelt es dem Film deutlich an dramatischen Elementen. Mit dieser Tatsache steht und fällt auch der Spannungsbogen, der leider nicht kontinuierlich aufrechterhalten werden kann. Rein inszenatorisch gesehen ist „Weiße Lilien“ jedoch eine wahre Wucht. Mit der Visualisierung der Gedankenwelt einer paranoiden Frau, beschreitet Christian Frosch neue Wege und lässt faszinierende Bilder auf der Leinwand zum Leben erwecken. Eindrucksvoll entsteht durch die tollen Aufnahmen eine elektrisierende Atmosphäre, die den Zuschauer in seinem Kinosessel leise und prickelnd umschleicht. Wäre das Drehbuch mit seiner Story besser durchdacht und durchsichtiger gestaltet worden, hätte „Weiße Lilien“ großes Potential gehabt. Doch wo die Geschichte nichts taugt, da hilft auch die Optik und eine durchweg überzeugende Schauspielerriege nicht mehr viel. Leider…
"Weiße Lilien" wurde 2007 auf dem Toronto International Film Festival gezeigt.
