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Nur für Personal!
Les Femmes Du 6ème Etage
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Regie
Philippe Le Guay
Drehbuch
Philippe Le Guay, Jérôme Tonnerre
Produzent
Philippe Rousselet
Genre Komödie FSK 0 Filmlänge 104 min Land Frankreich Kinostart 03.11.2011 DVD-Start 05.04.2012 Blu-ray-Start 05.04.2012 Verleih Concorde Film |
Story
Paris in den 1960er Jahren. Seit der Börsenmakler Jean-Louis Joubert zurückdenken kann, lebt seine Familie in dem vornehmen Pariser Stadthaus. Mit seiner etwas langweiligen Ehefrau Suzanne und den beiden Söhnen bewohnt er eine Etage. Jean-Louis’ Leben ist geprägt von Routine und einer risikolosen Gleichmütigkeit. Sein Alltag läuft ab wie ein Uhrwerk und orientiert sich an festen Gewohnheiten. Ganz anders geht es da bei den lebhaften spanischen Dienstmädchen zu, die in der 6. Etage des Hauses leben. Hier wird geliebt, gelebt, gestritten und diskutiert. Als das alte Dienstmädchen der Jouberts die Familie verlässt, kommt die temperamentvolle Spanierin Maria in den Haushalt. Sie bringt Lebenslust, Freude und das perfekte Frühstücksei in den langweiligen Alltag von Jean-Louis. Bald verbringt er mehr Zeit mit den Dienstboten als mit seiner Familie und kümmert sich um deren Nöte. Als Suzanne ihn aus der Wohnung wirft, weil sie glaubt er habe eine Affäre mit einer Kundin seiner Bank, zieht er kurz entschlossen in eines der Dienstmädchenzimmer…
Schauspieler
Fabrice Luchini, Sandrine Kiberlain, Natalia Verbeke, Carmen Maura, Lola Dueñas, Berta Ojea, Nuria Solé, Concha Galán, Marie-Armelle Deguy, Muriel Solvay, Audrey Fleurot, Annie Mercier
Filmkritik von Melanie Frommholz
Stilvoll und authentisch erweckt Filmemacher Philippe Le Guay die 1960er Jahre für seinen Film „Nur für Personal!“ wieder zum Leben. Mit viel Liebe zum Detail hat der Regisseur, der zusammen mit Jérôme Tonnerre auch das Drehbuch für diese hintergründige Komödie schrieb, die Optik seines Films kreiert. Eine Tendenz, die sich in der Figurenzeichnung fortsetzt. Besonders sie ist es, die an „Nur für Personal!“ begeistert. Facettenreich und lebensecht werden insbesondere die spanischen Dienstmädchen zu einer Mischung aus temperamentvoller Lebensfreude, Stolz und Bescheidenheit, die mit ihrer lebensbejahenden Einstellung schnell sämtliche Sympathien auf ihrer Seite haben. Die französische Herrschaft bildet da einen amüsanten, weil herrlich spröden und angestaubt gezeichneten, Kontrast. Die Geschichte, die Philippe Le Guay erzählt ist weit weniger frisch und unverbraucht wie ihre Protagonisten. Es scheint als habe er alle Energie in die Ausgestaltung seiner Charaktere gesteckt und dabei versäumt auch eine durchweg ereignisreiche Geschichte zu kreieren. Zwar ist die Handlung charmant und warmherzig umgesetzt, durchgängig fesseln tut sie jedoch nicht. Gerade was ihre sozialkritischen Ansätze angeht, ist die märchenhaft angehauchte Story zu leichtgewichtig. Historisch bedingte Konflikte zwischen Franzosen und Spaniern bleiben Randnotizen und auch die humorvolle Spritzigkeit des Anfangs verliert sich mit der Zeit.
Carmen Maura wurde beim französischen Filmpreis César in der Kategorie beste Nebendarstellerin für ihre Rolle der Concepción Ramirez ausgezeichnet.