Broken - Engel des Todes

Angels Crest

Filmplakat Broken - Engel des Todes
Regie J. Michael Couto  Drehbuch J. Michael Couto, Grant Holly  Produzenten David Chilewich, Larry Jackson 
Genre Psycho-Thriller  FSK 18  Filmlänge 78 min
Land USA, 2002  DVD-Start 15.08.2008  Verleih Sunfilm

Story

Für Richard scheint es ein Tag wie jeder andere zu werden – gerade will er in sein Auto einsteigen und sich auf den Weg zu Arbeit machen. Doch leider will das Auto nicht anspringen, und als er gerade völlig verzweifelt am Straßenrand steht, fährt sein freundlicher Arbeitskollege Teddy vorbei. Teddy nimmt Richard bereitwillig mit, doch dann biegt er völlig überraschend auf einen kleinen Weg ab, der sie mitten in einen südkalifornischen Naturpark führt. Richard ist zunächst alles andere als begeistert von diesem völlig ungeplanten Abstecher, denn schließlich wird er doch bei der Arbeit erwartet. Doch je länger die beiden zusammen durch den dichten Wald stapfen, desto entspannter wird Richard dabei. Die beiden Männer plaudern über dieses und jenes und tauschen Anekdoten aus der Vergangenheit aus. Doch just als Richard gar ins Philosophieren über den Sinn seines Lebens kommt, zieht ihm Teddy unvermittelt von hinten eine Schaufel über den Kopf…

Schauspieler

Broken - Engel des Todes Chris Bauer, Currie Graham, J. Michael Couto

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 3 von 5 Ms Broken - Engel des Todes Die Idee, einen Mann, der sich in völliger Sicherheit wähnt, der doch eigentlich nur zur Arbeit wollte, im Wald einen Albtraum erleben zu lassen, ist zwar nicht neu, in diesem Psychothriller aber auf interessante Art und Weise umgesetzt. Beinahe schon erinnert „Broken – Engel des Todes“ an ein Kammerspiel, konzentriert sich die Handlung doch fast ausschließlich auf zwei Männer, die gemeinsam durch den Wald wandern. Erwartungsgemäß dominieren dabei ganz klar die Dialoge – und die sind manchmal leider doch sehr langatmig, wodurch der Zuschauer sich immer wieder beim Abschweifen ertappt. Die beiden Darsteller Chris Bauer und Currie Graham liefern eine überzeugende Leistung ab, gelingt es ihnen doch, die 78 Minuten Lauflänge beinahe alleine zu tragen. Ausdrucksstark und überzeugend mimen sie den Psychopathen und sein nicht ganz unschuldiges Opfer, doch wären weniger Dialoge und mehr Handlung dennoch wünschenswert gewesen.

„Broken – Engel des Todes“ erzählt von zwei Männern, die in einem sonnendurchfluteten Wald eine noch offene Rechnung zu begleichen haben. Tragische Ereignisse aus der Vergangenheit holen den einen von ihnen ein, während der andere nun endlich Rache üben kann. Regisseur J. Michael Couto, der auch für das Drehbuch verantwortlich ist und in einer kleinen Nebenrolle auftaucht, hat mit minimalen Mitteln einen verschachtelten Psychothriller erschaffen, bei dem sich immer wieder Anleihen auf David Lynch erkennen lassen, was aber oft zu gewollt und damit nicht ganz glaubhaft wirkt. „Broken – Engel des Todes“ ist ein ganz beachtlicher Independent-Film, der aber über einige Längen verfügt und manchmal doch etwas packender sein dürfte.



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