Ab 23.5.: Der Dieb der Worte

 

Der nächste Tatort in der ARD:
20. Mai: Unvergessen

 

Kinostart: Epic - Verborgenes Königreich

 

Kinostart: Evil Dead

 

Kinostart: Der große Gatsby

 

Watchmen - Die Wächter

Watchmen

Filmplakat Watchmen - Die Wächter
Regie Zack Snyder  Drehbuch David Hayter, Alex Tse  Produzenten Lawrence Gordon, Lloyd Levin, Deborah Snyder 
Genre Comic-Verfilmung  FSK 16  Filmlänge 163 min
Land USA, Großbritannien  Kinostart 05.03.2009  DVD-Start 20.08.2009  Blu-ray-Start 20.08.2009  Verleih Paramount Pictures

Story

Als der frühere Superheld „The Comedian“ ermordet wird, ermittelt der maskierte Rorschach auf eigene Faust. Wer steckt hinter diesem Attentat? Und warum gerade er? Gemeinsam mit seinen alten Freunden, allesamt ehemalige Superhelden, muss er herausfinden, was hier gespielt wird und kommt dabei einer heiklen Verschwörung gefährlich nahe. Wer wacht über die Wächter?

Schauspieler

Watchmen - Die Wächter Malin Akerman, Billy Crudup, Matthew Goode, Jackie Earle Haley, Jeffrey Dean Morgan, Patrick Wilson, Carla Gugino, Matt Frewer, Stephen McHattie, Laura Mennell, Rob LaBelle, Gary Houston, James M. Connor, Mary Ann Burger, John Shaw

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 3 von 5 Ms Watchmen - Die Wächter „Watchmen – Die Wächter“, dass wird vermutlich viele wundern, ist von der FSK ab 16 Jahren freigegeben worden. Ab 16 Jahren! Warum nicht gleich ab 12? Oder 6? Ach, vergessen wir doch die Jugendschutzgesetze und lassen den Film „Ohne Alterbeschränkung“ laufen – und wundern uns erst in ein paar Jahren, warum diese Einrichtung regelmäßig vollkommen versagen durfte, ohne das irgendjemand etwas dagegen unternimmt. Wer kontrolliert die Selbstkontrolle?!

Im (schwierigen) Fall von „Watchmen – Die Wächter“ herrscht eindeutig Zielgruppenverwirrung. Wen soll der Film denn ansprechen? Jene, die der Action und der Optik wegen in diesen Streifen gehen, werden zwar teilweise belohnt, jedoch mit der mit wissenschaftlichen Phrasen überfrachteten Geschichte vollkommen überfordert. Und jene, die den IQ dazu hätten, um diese Comicverfilmung gänzlich zu verstehen, werden schon allein der Optik wegen „Watchmen“ meiden. Ein Teufelskreis.

Wer bereits bei „300“ von der Optik des Films begeistert war, wird auch bei „Watchmen“ vollkommen überzeugt werden. Zack Snyder schafft herausragende Szenerien, eindrucksvolle Sequenzen und schlicht großartige Filter, die über diesem Film liegen. Hier hat das Auge viel zu sehen.
Die Geschichte allerdings ist schwierig, oder „strange“, um sich des amerikanischen Wortschatzes zu bedienen. Dabei stören die 163 Minuten Laufzeit noch am Wenigsten. Die braucht Snyder eindeutig um seine vielschichtige Story überhaupt erzählen zu können. Gekonnt blickt er in die Vergangenheit und hält jederzeit die verschiedenen Erzählstränge fest in Händen, ohne seine Zuschauer zu langweilen oder zu überfordern. Die Botschaft ist doch zweifelhaft. Wie viel ist Frieden wert? Wer oder wie viele Menschen dürfen dem Frieden geopfert werden, um es vertretbar zu machen?

Ein weiterer, großer Kritikpunkt sind die Figuren. Einzig Jackie Earle Haley (“Little Children”) weiß als Superheld Rorschach in seiner Rolle zu überzeugen. Alle anderen, wie zum Beispiel Jeffrey Dean Morgan als The Comedian, Patrick Wilson als Nite Owl oder Malin Akerman als Laurie Jupiter bleiben blass. Der Schlimmste im Bunde ist jedoch eindeutig Matthew Goode als Adrian Veidt, der seinen Charakter furchtbar hölzern spielt. Wäre Jackie Earle Haley nicht, wäre „Watchmen“ noch enttäuschender geworden.

Unterm Strich: Leider funktioniert das System hier nicht wie bei „300“. Zack Snyder schafft zwar herausragende Szenen, riskiert dadurch aber, das sein ambitionierter Film arg steril und unnahbar wirkt. Vielleicht ist die Zeit von „Watchmen“ aber auch noch nicht gekommen und/oder Snyder ist seiner Epoche einfach ein entscheidendes Stück voraus. In jedem Fall bleibt nur ein durchschnittlicher Eindruck von „Watchmen – Die Wächter“ zurück.

Wissenswertes

Watchmen - Die Wächter „Watchmen“ erschien ab 1986 als zwölfteilige Comicserie bei DC Comics und später auch als Sammelband. Es ist die einzige „graphic novel“, die bislang den renommiertesten Science-Fiction-Literaturpreis, den Hugo Award, gewinnen konnte. Und „Watchmen“ gelangte auch als einziger Comic auf die Liste der „100 besten Romane von 1923 bis zur Gegenwart“, die das amerikanische Wochenmagazin „Time“ 2005 zusammenstellte.

Von Comicautor Alan Moore wurden bereits die Comics "V wie Vendetta“, "From Hell“ und "Die Liga der aussergewöhnlichen Gentlemen“ verfilmt. Der Film "Constantine“ basiert ebenfalls auf einer der Figuren von Moore. Der Exzentriker lebt zurückgezogenen in Schottland und lässt seinen Namen aus den Credits der Filme streichen.



Besucherbewertung
4.4 / 5  (32 votes)

Kommentare

Waldi schreibt am 26.03.13, 17:54
Zitat: "Im (schwierigen) Fall von „Watchmen – Die Wächter“ herrscht eindeutig Zielgruppenverwirrung. Wen soll der Film denn ansprechen? Jene, die der Action und der Optik wegen in diesen Streifen gehen, werden zwar teilweise belohnt, jedoch mit der mit wissenschaftlichen Phrasen überfrachteten Geschichte vollkommen überfordert. Und jene, die den IQ dazu hätten, um diese Comicverfilmung gänzlich zu verstehen, werden schon allein der Optik wegen „Watchmen“ meiden. Ein Teufelskreis. "

Was ist denn das bitte für eine Logik? Seit wann schließen sich IQ und Spaß an Action/Optik aus? Nun ja, Herr Ays, sie haben den Film vermutlich nicht verstanden..
Dean31 schreibt am 16.03.09, 00:02
Nach X Lbbeshymnen im Net und einem Freund der so geschwärmt hat, hab ich ihn mir heute angetan. Ja, angetan ist der richtige Terminus. Hätte ich die Comics vorher gekannt, wäre ich wahrscheinlich gar nicht reingegangen. Fand ihn langatmig, mit Längen und voll von überzogenen Gewaltszenen. Nur Rorschach fand ich halbwegs interessant.
Sorry, der Film trifft meinen Geschmack nicht im Geringsten.
Schlimm find ich einige User, die einem dann vorhalten, man hätte die Botschaft nicht verstanden etc., ganz so als hätte man den IQ von Brot...
Schade.
Nicolas schreibt am 14.03.09, 02:08
Hey, ich muss zu Watchmen mal was loswerden:
Beide Kritiken sind für mich absolut enttäuschend. Insbesondere die wertungen. 3 von 5??? Und dann hört man hier nur Dinge wie "Der film ist auf richtig niedrigen niveau..." bei den Kommentaren!
Man braucht sich nur einma anzuschauen was die Kollegen auf Moviemaze oder Filmstarts zu sagen haben um zu verstehen was für ein Meisterwerk dieser Film ist.

Was hier gesagt wird ist absolut haltlos und rechtfertigt in keinster Weise eine Wertung von 3 bzw. 4 Punkten. Alles unter einer Sonderwertung ist skandalös.

WEDER EINE SCHLECHTE FSK KENNZEICHNUNG, NOCH EINE "ZU" INTELLIGENTE STORY SIND GRÜNDE DIESEN FILM ZU KRITISIEREN!!

Was hier getan wurde ist eine nahezu 1:1 Verfilmung einder Vorlage. So etwas hat Hollywood bisher noch kaum gesehen und es ist sehr überraschend das Warner dies hat geschehen lassen. Fans der Vorlage wurde hiermit ein Geschenk gemacht und eben für diese Fans ist dieser Film auch gedacht. Der durschnittliche Kinogänger versteht diesen Film nicht und für ihn ist der Film wie gesagt auch nicht gedacht! Dieser Film ist kein Superhelden Film ala Spider-Man oder X-Men und es ist ganz sicherlich nicht Batmam. Das Niveau ist hier viel höher! So viel zur Zielgrupppe (welche NICHT verwirrend ist!)

Was die Inszenierung anbelangt, diese ist absolut perfekt und lässt keinen Raum für Kritik. Snyder hat bewiesen das der eine erstklassiger Regisseur ist.

Was die Darsteller anbelangt, ausgenommen Jackie Earl Haley, so sind ihre Darbietungen meiner Meinung nach völlig ausreichend. Oscarwürde Darstellungen sind hier nich von Nöten.

Insgesamt kann ich nicht verstehen was Watchmen, eurer Meinung nach, zu einer Enttäuschung macht. Dieser Film regt zum nachdenken an, und die Botschaft die hier geboten wird kann man auch die eine oder die andere Weise betrachten. Man kann sich darüber seiner Meinung bilden, aber nicht kritisieren, das was der Film aussagen möchte, den Film selbst schlechter macht.

MFG
Nicolas
Noury83 schreibt am 11.03.09, 01:02
Hab Watchmen endlich gesehen und muss sagen das ich positiv überrascht bin. Insgesamt ein gut gemachter Film. Kenne die Comics nicht und kann daher keine Vergleiche ziehen. Die Story ist schon sehr komplex so das man gut aufpassen muss um alles zu verstehen. Hier ist also nichts mit Hirn ausschalten und ein Actionfeuerwerk geniessen, denn Action kommt nur wenig vor. Es werden die erste Hälfte des Films erstmal die Superhelden eingeführt, von jedem einzelnen wird der Hintergrund näher beleuchtet, was ich auch gut finde damit man die Figuren besser versteht. Leider kommen mir die Charaktereinführungen irgendwie zu kurz vor, vieles wird nur kurz erklärt bzw. angerissen. Hoffe das der Directors Cut das alles noch schlüssiger aufzeigt. Die Laufzeit von 160 min kommt mir auch nicht zu lang vor. Schließlich ist die Geschichte sehr verschachtelt und es werden verschiedene Handlungstränge aufgegriffen die nunmal Zeit benötigen um erklärt zu werden.
Die Optik ist aber echt der Hammer, ein besonders berauschender Bilderbogen. Die Schauspieler machen ihre Sache insgesamt wirklich gut, besonders muss ich hier Jack Earle Haley (Rorschach) und Jeffrey Dean Morgan (the Comedian) erwähnen. Die spielen ihre Rollen klasse, sie Leben sie förmlich. Einzig Matthew Goode (Ozymandias) wirkt etwas blass und aufgesetzt.
Wer also nicht vor anspruchsvoller Filmkost zurück schreckt und sich darauf einstellen kann das der Film sehr dialoglastig ist und Action nur wenig vorhanden ist, für den könnte sich der Blick auf Watchmen lohnen.
Ziad schreibt am 07.03.09, 21:00
Ich finde überhaupt nicht das man einen hohen IQ braucht um den Film zu verstehen, die Theorien und Thesen die der "blaue Mann" von sich gibt sind teilweise physikalisch nicht möglich und die Texte sind meiner Meinung nach echt schwach und teilweise auch dumm... Der Film ist auf richtig niedrigem niveau das einzige was überzeugen kann ist wie ihr schon gesagt habt die Spezialeffekte. Ich geb ihm 4 von 10 punkten.
Chrisen schreibt am 03.09.09, 11:33
Kann nicht ganz nachvollziehen, warum jeder Volldepp der die ersten drei Dr. Snuggles-Folgen verstanden hat, meint ne Filmrezensions-Seite zu eröffnen. Da sieht man halt deutlich die Nachteile des World Wide Web oder um es mit anderen Worten zu sagen: "Meinungen sind wie A...löcher - jeder hat eins"! Warum überlässt man nicht einfach wahren Cineasten und qualifizierten Film-Kritikern diesen Job? Ich geh doch auch nicht mit meiner Münzsammlung zu nem KFZ-Mechaniker und frag was die Wert ist. Also einfach öfter mal die Schnauze halten und die epd-Film lesen.
+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.