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Warten auf Angelina
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Regie
Hans-Christoph Blumenberg
Drehbuch
Hans-Christoph Blumenberg
Produzent
Hans-Christoph Blumenberg
Genre Komödie FSK 0 Filmlänge 89 min Land Deutschland Kinostart 08.01.2009 DVD-Start 27.11.2009 Verleih Farbfilm |
Story
Als Paparazzo Maik den Tipp erhält, dass das Hollywoodtraumpaar Angelina Jolie und Brad Pitt auf dem Weg in ihr neues Berliner Domizil sind, packt er sofort seine Kamera und macht sich auf in die Hauptstadt. Dort angekommen positioniert er sich auf einer Dachtrasse mit direktem Blick auf das gegenüberliegen ‚BrAngelina-Penthouse‘. Es dauert jedoch nicht lange, da bekommt Maik Gesellschaft. Momme ist extra aus Ostfriesland angereist, um ein Foto von den Promis zu schießen. Er erhofft sich dadurch, das Herz seiner Exfreundin zurückerobern zu können. Nun sieht es Maik jedoch gar nicht gerne, dass es noch jemand auf einen Schnappschuss von BrAngelina abgesehen hat – immerhin bringt dem Profi-Knipser nur der exklusive Faktor an der Geschichte die gewünschte Summe ein.
Schauspieler
Florian Lukas, Kostja Ullmann, Barbara Auer, Anna Brüggemann, Gudrun Landgrebe, Leslie Malton, Jana Pallaske, Jördis Triebel
Filmkritik von Kathrin Lang
Der geplante Umzug von ‚BrAngelina‘ nach Berlin hat vor noch nicht all zu langer Zeit einen enormen Hype in den Medien verursacht. Hans-Christoph Blumenberg nimmt sich diesem Phänomen nun an, beleuchtet es kritisch und vermischt es mit jeder Menge anderem Stoff. Dabei herausgekommen ist „Warten auf Angelina“, eine Komödie mit satirischen Elementen, die – man weiß manchmal gar nicht so richtig warum – erstklassig unterhält. Was zunächst etwas einseitig klingen mag, entpuppt sich innerhalb der 89 Spielminuten immer mehr zu einer kleinen Perle unter den deutschen Filmen. Hier wird nicht nur die etwas zwielichtige Branche der Paparazzi unter die Lupe genommen, sondern auch die GEZ und das wilde Großstadtleben müssen dran glauben. Mit einem manchmal abstrusen, aber stets urkomischen Blick, skizziert Autorenfilmer Hans-Christoph Blumenberg das mühsame Warten auf ein Foto, das mal so eben 2.000.000 Euro in die Kasse spülen könnte. Wie, wann und wo diese irrwitzige Idee auch entstanden sein mag – sie unterhält und das mit den geringsten Mitteln. Begrenzt auf einen einzigen Spielplatz, eine Berliner Dachgeschosswohnung mit Blick auf die neue Bleibe des Hollywoodpaars, sind es vor allem die Darsteller, die diesen Film mühelos schaukeln. An vorderster Front agieren Florian Lukas und Kostja Ullmann, die ein herrliches Paar abgeben und sich in ihrem gegensätzlichen Spiel toll ergänzen. Ihnen zur Seite wird gleich eine ganze Reihe an tollen Nebendarstellerinnen gestellt. Neben Barbara Auer darf auch Jana Pallaske einen Part in „Warten auf Angelina“ übernehmen. Beide treten gewohnt überzeugend auf und runden den ohnehin schon guten Gesamteindruck von dem Film weiter ab.
„Warten auf Angelina“: Deutsches Kino, das bitterböse mit der Boulevardpresse abrechnet und dabei jede Menge Freude bereitet.
