Die Tür

Filmplakat Die Tür
Regie Anno Saul  Drehbuch Jan Berger, Ralph Schwingel, Bjoern Vosgerau  Produzenten Stefan Schubert, Ralph Schwingel, Bjoern Vosgerau 
Genre Thriller  FSK 16  Filmlänge 103 min
Land Deutschland  Kinostart 26.11.2009  DVD-Start 05.01.2011  Verleih Senator Film

Story

Als der gefeierte Maler David von einem kurzen Quickie mit der Nachbarin nach Hause kommt, findet er seine kleine Tochter Leonie ertrunken im Pool. Fünf Jahre später ist er von seiner Frau Maja geschieden und seelisch wie körperlich ein Wrack. Erfüllt von Selbstmordgedanken will er sich in eben diesem Pool das Leben nehmen. Doch dann führt in ein mysteriöser blauer Schmetterling zu einer Tür. David tritt hindurch und am Ende des dahinter liegenden Ganges findet er sich plötzlich an jenem schicksalhaften Tag vor fünf Jahren wieder. David nutzt die plötzliche 2. Chance um Leonie zu retten. Doch das Leben hinter der Tür hat seinen Preis und David erkennt schnell, dass dieser Neuanfang nur mit Blut zu bezahlen ist…

Schauspieler

Die Tür Mads Mikkelsen, Jessica Schwarz, Heike Makatsch, Thomas Thieme, Valeria Eisenbart, Corinna Borchert, Nele Trebs, Valeria Eisenbart

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 5 von 5 Ms Die Tür Der deutsche Regisseur Anno Saul ist bekannt dafür auch bei schwierigen Themen den richtigen Ton zu treffen. Sei es nur beim Thema „Krebs“ wie in „Grüne Wüste“, „Multikulti“ wie in der Komödie „Kebab Connection“ oder beim Umgang mit behinderten Menschen wie in „Wo ist Fred?“. Mit „Die Tür“ wagt sich Saul nun in das Genre Thriller. Der Film, der auf dem Roman „Die Damalstür“ von Akif Pirinçci basiert, ist düster und atmosphärisch dicht. Der Filmemacher bleibt in seiner Art diese Geschichte des alten Themas „Was wären wenn…“ zu erzählen bis zum Schluss dramaturgisch konsequent und packt den Zuschauer damit bereits ab der ersten Minute.

Anno Saul setzt auf eine schnörkellose Optik und die darstellerische Kraft seiner Schauspieler. Eine Strategie, die sich bezahlt macht. Die dialogarme Handlung lebt über weite Strecken von der mimischen Ausdruckstärke eines Mads Mikkelsen und einer Jessica Schwarz. Immer stärker wird der Sog der geschickt inszenierten Handlung. Stück für Stück enttarnt der Film dabei seine diabolische Seite, die hinter der perfekten Wohlstandfassade lauert und man erschaudert, wenn man zusammen mit Hauptfigur David erkennt, was diese Chance auf ein zweites Leben kostet und noch kosten wird.

„Die Tür“ – deutsches Genrekino, das man nicht verpassen darf!

Wissenswertes

Die Tür "Die Tür" basiert auf dem Roman "Die Damalstür" von Autor Akif Pirinçci. Pirinçci wurde mit seinen Felidae-Romanen bekannt.



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