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Untergang des Hauses Usher
House of Usher
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Regie
David DeCoteau
Drehbuch
Simon Savory
Produzent
John Schouweiler
Genre Thriller (Gay) FSK 12 Filmlänge 81 min Land USA, 2008 DVD-Start 26.10.2010 Verleih Pro-Fun Media |
Story
Victor Reynolds hat die vergangenen Monate damit verbracht, durch die Welt zu reisen und viele wunderbare Länder zu besuchen. Nun ist er zurück und erhält kurz darauf einen Brief seiner Jugendliebe Roderick Usher. Er macht sich auf den Weg zu dessen Anwesen, das sich als ebenso mysteriös wie heruntergekommen herausstellt. Doch das ist nicht das einzig Komische an diesem Ort. Roderick und seine Schwester Madeline scheinen unter einer Art dunklem Bann zu stehen, der sie vollkommen verändert hat. Was wird hier gespielt? Und was hat Victor damit zu tun? Als er nach und nach die schreckliche Wahrheit herausfindet, scheint es für Hilfe bereits zu spät zu sein...
Schauspieler
Frank Mentier, Michael Cardelle, Jack Carlisle, Jaimyse Haft, Dan Fugardi, Taylor Graham, Bart Voitila, Jill Jacobson
Filmkritik von Thomas Ays
Die Castingkriterien dürften spätestens nach dem Film glasklar sein: durchtrainierte bis übermuskulöse Oberkörper, nette Gesichter und die Bereitschaft, ständig Boxershorts zu tragen. Das wäre es auch schon gewesen. Schauspieltalent? Unnötig. Warum auch? Es ist ja schließlich „nur“ ein Film für ein homosexuelles Publikum, das von Tiefe und Anspruch ja recht wenig versteht. Tja, falsch gedacht.
Obwohl die Wendung am Schluss unerwartet kommt und manche Szenen durchaus atmosphärisch gefilmt wurden, verliert sich Regisseur David DeCoteau während seines Films in unnötigen Knutsch- und Fummelszenen, die nicht nur vollkommen platt sind, sondern auch noch mit genau den gleichen Szenen gestreckt wurden. Vielleicht hätte man mehr auf die Dialoge und den Ausdruck der Schauspieler bei ebensolchen achten sollen, wie nur auf die Beleuchtung während der Zungenakrobatik. Michael Cardelle, der Victor spielt, ist noch der beste dieses Ensembles, auch wenn man hier nicht von einer preisverdächtigen Leistung sprechen kann. Frank Mentier als Roderick ist eher lächerlich als düster, und Jaimyse Haft als Madeline kommt über eine Soap-Darstellung nicht hinaus.
„Untergang des Hauses Usher“ ist unterm Strich eine belanglose, nervige und platte Inszenierung geworden, die Erotikszenen über die erzählte Geschichte stellt. Wer das sehen will, bitte sehr. Allen anderen sei zu niveauvolleren Filmen geraten.
"Untergang des Hauses Usher" wurde durch die Kurzgeschichte "The Fall of the House of Usher" von Edgar Allan Poe inspiriert.