Ohne Limit

Limitless

Filmplakat Ohne Limit
Regie Neil Burger  Drehbuch Leslie Dixon  Produzenten Leslie Dixon, Ryan Kavanaugh, Scott Kroopf 
Genre Thriller  FSK 16  Filmlänge 105 min
Land USA  Kinostart 14.04.2011  DVD-Start 08.09.2011  Blu-ray-Start 08.09.2011  Verleih Concorde Film

Story

Eddie Morras ist ein erfolgloser Schriftsteller, der ein recht tristes Leben in New York fristet. Nicht nur, dass ihn seine Freundin verlassen hat, auch seine Schreibblockade will kein Ende finden. Erst als er dem Bruder einer seiner Exfreundinnen zufällig in der Stadt begegnet, nimmt sein Leben eine Wende: Vernon ist Drogendealer und gerade auf eine neue Designerpille gestoßen, die unglaubliche Wirkungen erzielt. Nach Einnahme der Pille werden in Windeseile alle Gehirnzellen in Gang gesetzt, wodurch die komplette Kapazität des menschlichen Hirns genutzt werden kann. Nachdem Eddie die Droge namens NZT zum ersten Mal eingeworfen hat, schreibt er innerhalb von vier Tagen einen Roman, von dem seine Verlegerin gleich hellauf begeistert ist. Schnell wird Eddie klar, dass ihm mit Hilfe dieser Droge die ganze Welt zu Füßen liegen kann. Also steigt er bei Großunternehmen als Berater ein, dealt an der Börse – doch NZT wäre keine Droge, gäbe es nicht auch einige überraschende Nebenwirkungen...

Schauspieler

Ohne Limit Bradley Cooper, Robert De Niro, Abbie Cornish, Anna Friel, Andrew Howard, Robert John Burke, Johnny Whitworth, Tomas Arana, Patricia Kalember, T.V. Carpio, Eddie J. Fernandez, Ned Eisenberg

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 4 von 5 Ms Ohne Limit „Ich war blind, doch jetzt kann ich sehen!“
In „Ohne Limit“ dreht sich alles um ein Medikament, dessen Wirkung so außergewöhnlich ist, dass es jeder von uns wohl gerne mal ausprobieren möchte. Eine Pille der neuen Designerdroge, die unter dem Namen NZT gehandelt wird, kurbelt die Gehirnzellen derart an, dass plötzlich die volle Kapazität des Gehirns genutzt werden kann. Der Traum vom großen Erfolg, hervorgebracht durch enorme Intelligenz und clevere Kombinationsgabe, muss nicht länger geträumt, sondern kann gelebt werden. Diese Idee, die der Romanvorlage „Stoff“ von Alan Glynn entstammt, nutzt Regisseur Neil Burger, um uns entlang der außergewöhnlichen Auswirkungen der Designerdroge einen actionreichen Thriller zu erzählen. Neben der spannenden Storyidee, ist es vor allem die Inszenierung, durch die „Ohne Limit“ überzeugen kann. Sobald Hauptfigur Eddie Morras (Bradley Cooper) die Droge einwirft, werden nicht nur seine Gehirnzellen gehörig aufpoliert, sondern auch das Bilddesign auf Hochglanz gebracht. So wandelt sich die triste und diffuse Kulisse, vor der sich der erfolglose Schriftsteller Eddie bewegt, nach Einwurf einer Pille zu einem farbenfrohen und gestochen scharfen Großstadtbild, das von Neil Burger toll in Szene gesetzt wird und seitens des Publikums immer wieder bestaunt werden darf.

Hauptdarsteller Bradley Cooper passt sich den beiden sehr unterschiedlichen Kulissen in seinem Spiel erstaunlich gut an. Permanent pendelt er zwischen seinem Dasein als erfolgloser (und zu allem Übel nun auch noch drogenabhängiger) Niemand und dem smarten Geschäftsmann, dem die Welt zu Füßen liegt. Beide Seiten stehen dem als Shootingstar gefeierten Bradley überaus gut - jederzeit füllt er die beiden Gesichter seiner Figur glaubhaft mit Leben. Angesichts seines prominent platzierten und differenzierten Spiels wird den vielen Nebenfiguren in „Ohne Limit“ kaum Beachtung geschenkt. Der Fokus liegt ganz klar auf dem Wechselspiel der beiden Gesichter Coopers und der damit einhergehenden Umgestaltung des Bilddesigns. Alles andere ist da höchstens nettes Beiwerk, das gut aussieht – wie Abbie Cornisch, oder einen vorzeigbaren Namen hat – wie Robert De Niro. Dabei hätte der Story ein paar mehr Blickwinkel durchaus gut gestanden. Letztlich setzt „Ohne Limit“ etwas zu stark auf die eine gute Storyidee, die unschlagbar geniale Droge, und verfängt sich dabei immer mehr in der fixen Idee, daraus einen Krieg um die nächste, seltene Pille entfachen zu lassen. Das unbändige Verlangen und die Suche nach der seltenen Droge wird letztlich immer absurder und endet schließlich sogar in dem jämmerlichen Versuch von Eddie Morras, die Wirkung dadurch einsetzen zu lassen, indem er das Blut eines Toten aufleckt - in der Hoffnung auf diesem Weg noch ein paar Spuren des Stoffes in den eigenen Blutkreislauf zu katapultieren. Dass das auch noch klappt ist grotesk, aber irgendwie auch cool. Genau in dieser Spanne bewegt sich „Ohne Limit“ auch zunehmend mehr. Herausgekommen ist dabei ein Thriller, der aus seiner Story deutlich mehr hätte machen können, dafür aber einige coole Actionsequenzen als Schmankerl bereithält!

Wissenswertes

Ohne Limit Das Drehbuch basiert auf dem Roman "Stoff" von Alan Glynn.




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