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Romy
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Regie
Torsten C. Fischer
Drehbuch
Benedikt Röskau
Produzenten
Markus Brunnemann, Nicole Galley
Genre Biopic FSK 6 Filmlänge 100 min Land Deutschland, 2009 DVD-Start 12.11.2009 Verleih Kinowelt |
Story
"Romy" wirft einen Blick auf das ereignisreiche Leben der Schauspiellegende Romy Schneider. Von der deutschen Sissi zu Frankreichs erfolgreichstem Import. Ihr Leben, ihre Liebe, ihr Leid. Romy Schneider wurde nur 43 Jahre alt...
Schauspieler
Jessica Schwarz, Thomas Kretschmann, Guillaume Delorme, Maresa Hörbiger, Heinz Hoenig, Karl Heinz Hackl, Alicia von Rittberg, Stella Kunkat, Hannes Thanheiser, Erni Mangold, Sandro Lohmann, Nadja Bobyleva, Michaela Rosen
Filmkritik von Thomas Ays
Man muss wohl ein ganz besonders hohes Selbstbewusstsein haben, um zu glauben, eine Schauspiellegende, wie Romy Schneider verkörpern zu können. Jessica Schwarz hat dieses Selbstbewusstsein. In der Tat ist diese Frau wunderschön, ausdrucksstark und, gerade in den tragischen, verzweifelten Momenten dieses Films, höchst überzeugend. Doch: Sie ist nicht Romy Schneider. In den privaten Momenten, als keine Kamera dabei war, um sie zu filmen, konnte das Filmteam um „Romy“ und Jessica Schwarz selbst, nur erahnen, wie sie sich bewegt, gesprochen, gefühlt hat. In genau diesen Momenten wirkt die Hauptdarstellerin seelenlos, wie jemand Fremdes. Eine Romy Schneider ist in diesen Szenen nicht zu sehen. Auch der zu wenig ausgearbeitete Dialekt, den diese wunderbare Schauspielerin bis zuletzt hatte, fehlt im Film. Ein nahezu perfektes Hochdeutsch ist die Sprache von Jessicas Romy. In nur wenigen Szenen kommt die charakteristische Sprachfärbung heraus.
Romy Schneider war einzigartig. Ein Blick und, vor allem, ein Lächeln und die Journalisten, da konnten sie noch so tough sein, waren berauscht. Genau diese Eigenschaft machte sie berühmt, ließen sie zu einem Star, nicht nur in Deutschland, werden. Eine einzigartige Ausstrahlung hatte sie, unsere Romy Schneider. Dass mit einer unserer heutigen Schauspielerinnen einzufangen, ist nahezu unmöglich. Obwohl Jessica Schwarz eine unglaublich echte Charaktermimin ist, fehlt ihr der Zauber, das Wirken, der Glanz einer Romy Schneider.
Auch die Lauflänge gilt es zu bemängeln. In 106 Minuten kann man doch nicht einen Spielfilm über Romy Schneider drehen. Diese Version ist viel zu abgespeckt und mager, als dass man hier von einem wirklichen Biopic sprechen könnte. Die Inszenierung jedoch ist durchweg ansprechend. Glaubhaft versetzen uns Regisseur Torsten C. Fischer und Drehbuchautor Benedikt Röskau zurück in die Vergangenheit und zeigen sehr authentische Bilder mit einer grandiosen Kamera.
Wer Romy Schneiders Charme erliegen will, sollte sich mit ihren Filmen beschäftigen und diverse gut gedrehte Dokumentationen ansehen. Erst danach lohnt sich die DVD-Veröffentlichung „Romy“ mit Jessica Schwarz. Es gibt eben Dinge auf dieser Welt, die lassen sich nicht nachspielen. Romy Schneider gehörte zu jenen Menschen, die schlicht und ergreifend zu speziell waren, um sie kopieren zu können. Man wird einer solchen Frau eben nur schwer gerecht.
Romy Schneider starb 1982 nur elf Monate nach dem tragischen Tod ihres Sohnes David. Sie galt als eine der größten europäischen Schauspielerinnen und ist bis heute noch immer die Sissi der Deutschen und der Filmstar der Franzosen.