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Eine einfache Geschichte
Une histoire simple
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Regie
Claude Sautet
Drehbuch
Claude Sautet, Jean-Loup Dabadie
Produzenten
Claudet Berri, Horst Wendlandt
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 112 min Land Frankreich, Deutschland Kinostart 05.01.1979 Verleih Tobis |
Story
Die Beziehung zwischen Marie und Serge ist schon lange eingeschlafen. Als Marie ungewollt schwanger wird, trifft sie alleine den Entschluss, das Kind abzutreiben. Als sie Serge davon in Kenntnis setzt, merkt sie, dass die Beziehung an ihrem Ende angekommen ist. Um sich abzulenken, fährt sie mit Freunden ein paar Tage aufs Land. Kurz nach ihrer Rückkehr verabredet sie sich mit ihrem Exmann George, mit dem sie bereits einen 16-jährigen Sohn hat. Völlig unerwartet entwickeln sich wieder Gefühle zwischen den beiden. Als Marie erneut schwanger ist, entscheidet sie sich dieses Mal für das Kind. Doch ohne die Sicherheit zu haben, dass George bei ihr bleiben wird…
Schauspieler
Sophie Daumier, Arlette Bonnard, Romy Schneider, Claude Brasseur, Bruno Cremer, Vera Schroeder, Francine Berge, Barbara Rix, Eva Darlan
Filmkritik von Kathrin Lang
„Eine einfache Geschichte“ ist der fünfte von insgesamt fünf Filmen, die Regisseur Claude Sautet mit Romy Schneider in der Hauptrolle drehte. Wie sehr Sautet einen Narren an der österreichischen Schauspielerin gefressen hat, wird allerdings erst gänzlich in diesem Drama klar. In „Eine einfache Geschichte“ wurde besonderen Wert auf die Zeichnung des Charakters von Marie gelegt. Wie in etlichen Episoden des Filmes unschwer zu erkennen ist, hat Maries Lebensweg viele Ähnlichkeiten mit dem von Romy Schneider selbst. Kaum verwunderlich also, dass die bildhübsche Schauspielerin auch in dieser Rolle wieder einmal voll und ganz überzeugen kann. Sie gibt die melancholische, nachdenkliche und manchmal überschwängliche Marie mit einer unglaublichen Authentizität und macht somit aus „Eine einfache Geschichte“ letzten Endes ein Film der Extraklasse. Denn selbst wenn diese Geschichte alltäglich und im Grunde gänzlich unspannend klingt, so ist sie dennoch ungeheuer fesselnd und spannend. Dies ist beinahe alleine der Verdienst von Romy Schneider, ohne die dieser Film auch ohne weiteres hätte baden gehen können. Für alle Romy-Fans ein absolutes Muss!
Romy Schneider erhielt für ihre Darstellung 1979 einen César als beste Hauptdarstellerin des Jahres. 