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Tucker & Dale vs. Evil
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Regie
Eli Craig
Drehbuch
Eli Craig, Morge Jurgenson
Produzenten
Klychak, Milliken, Nayar, Jurgenson
Genre Horror Komödie FSK 16 Filmlänge 89 min Land Kanada Kinostart 10.02.2011 DVD-Start 22.07.2011 Verleih Universum Film |
Story
Die beiden Kumpels Tucker und Dale freuen sich auf ein friedliches Männerwochenende in ihrem neu erworbenen Ferienhaus in einem abgelegenen Wald. Nicht unweit von ihrem Grundstück hat sich am gleichen Wochenende eine Gruppe junger Collegestudenten mit Zelten niedergelassen. Während die Collegekids schnell Angst vor den tätowierten und finster dreischauenden Hinterwäldlern bekommen, überlegen sich Tucker und Dale, ob sie wohl Chancen haben, bei einem der gut aussehenden Mädchen zu landen. Als die hübsche Allison aus Versehen in den See stürzt, retten Tucker und Dale die Blondine vor dem sicheren Ertrinken. Allisons Freunde beobachten aus der Ferne, wie die beiden mutmaßlichen Psychopathen ihre leblos aussehende Freundin aus dem See fischen, in ihrem Boot verstauen und sie mit zu sich nach Hause nehmen. Tucker und Dale ahnen noch nicht, dass sie von nun an das feindliche Ziel der Collegekids sind. Schon bald geraten sie jedoch in ein unfassbares Gemetzel – in dem ein Teenager nach dem anderen auf abstruse Weise ums Leben kommt…
Schauspieler
Tyler Labine, Alan Tudyk, Katrina Bowden, Jesse Moss, Philip Granger, Brandon Jay McLaren, Christie Laing, Chelan Simmons, Travis Nelson, Alex Arsenault, Adam Beauchesne, Joseph Allan Sutherland
Filmkritik von Kathrin Lang
Mit seinem Spielfilmdebüt „Tucker & Dale vs. Evil“ nimmt sich El Graig dem typischem Teenager-Splatter an, kehrt die gängigen Genreregeln jedoch gänzlich in ihr Gegenteil um. Dabei beginnt alles ganz klassisch: Eine Gruppe von College-Studenten aus der Großstadt reist mit Sack und Pack in ein abgelegenes Waldstück. Dort treffen sie auf zwei Hinterwäldler, die ihnen spätestens dann richtig Angst machen, als der erste aus der Gruppe tot aufgefunden wird. Ab da ist in Graigs Hinterwäldler-Horrorkomödie jedoch nichts mehr so, wie es normalerweise ist. Zwar schrumpft die College-Clique in den kommenden Filmminuten immer mehr zusammen, doch nicht etwa weil Tucker und Dale bösartige Killer sind, sondern nur durch die reine Kraft von unglaublichen Missgeschicken und verblüffenden Missverständnissen.
Bei seinem irrwitzigen Szenario beweist El Graig immer wieder, wie gut er das Genre kennt. Immer wieder spielt er gekonnt auf andere Filme an, benutzt jedoch einen gänzlich ad absurdum geführten Erzählrahmen für seine eigentlich altbekannte Handlung. Das ist unwahrscheinlich komisch und mehr als gelungen. Während die Collegestudenten glauben, es mit zwei üblen Mördern zu tun zu haben, nehmen der liebenswürdige Tucker und sein absolut harmloser Kumpel Dale an, dass die Teenager auf einem Selbstmordkommando unterwegs sind. Anders können sie sich jedenfalls nicht erklären, warum auf ihrem Grundstück immer mehr junge Menschen ihr Leben lassen. Leider bleibt „Tucker & Dale vs. Evil“ dieser klug ausgedachten und ebenso inszenierten Filmidee nicht ganz bis zum Abspann treu. Am Schluss tickt dann doch noch ernsthaft eine der Figuren aus, was das mühsam und außergewöhnlich errichtete Grundgerüst der Horrorkomödie auf den letzten Metern doch noch etwas von seiner besonderen Eigenart nimmt. Nichtsdestotrotz ist El Graig mit seinem Langfilmdebüt ein Film gelungen, der Fans von Horror-Komödien und Slasher-Filmen sicherlich jede Menge außergewöhnliche Freude bereiten wird.
„Tucker & Dale vs. Evil“ ist das Langfilmdebüt von Regisseur und Drehbuchautor El Graig.