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50/50 - Freunde fürs (Über)leben
50/50
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Regie
Jonathan Levine
Drehbuch
Will Reiser
Produzenten
Evan Goldberg, Ben Karlin, Seth Rogen
Genre Tragik-Komödie FSK 12 Filmlänge 100 min Land USA, 2011 Kinostart 03.05.2012 DVD-Start 07.09.2012 Blu-ray-Start 07.09.2012 Verleih Universum Film |
Story
Adam Lerner gehört zu den Menschen, die auch bei keinem Verkehr an der Ampel stehen bleiben wenn rot ist, und er gehört zu den Menschen, die keinen Führerschein gemacht haben, weil die Chance bei einem Autounfall zu sterben, immens hoch ist. Natürlich ist er auch Nichtraucher, Antialkoholiker und auch ansonsten ein Kerl, der vielleicht ein bisschen zu oft zu ängstlich war. Ausgerechnet ihn trifft nun die gnadenlose Diagnose: bösartiger Krebs. Seine Überlebenschancen stehen bei 50 Prozent.
Von dieser Diagnose ist Adam zunächst genau so überfordert wie die Menschen in seinem Leben. Doch allmählich findet jeder seinen eigenen Weg um mit Adams Schicksal umzugehen. Adams bester Freund Kyle nutzt Adams aussichtslose Misere beispielsweise schamlos aus, um mit der Mitleidsmasche Frauen ins Bett zu bekommen. Seine Mutter hingegen macht sich derart Sorgen, dass sie ihren Sohn mit ihren Sorgen mehr erdrückt, als ihm Kraft zu spenden. Vor allem zu Beginn fühlt sich Adam im Grunde nur bei seiner Therapeutin Katherine einigermaßen gut aufgehoben, doch auch diese Beziehung verkompliziert sich zunehmend…
Schauspieler
Joseph Gordon-Levitt, Seth Rogen, Anna Kendrick, Bryce Dallas Howard, Anjelica Huston, Serge Houde, Andrew Airlie, Matt Frewer, Philip Baker Hall, Donna Yamamoto, Sugar Lyn Beard, Yee Jee Tso, Sarah Smyth, Peter Kelamis, Jessica Parker Kennedy, Daniel Bacon
Filmkritik von Kathrin Lang
Die Diagnose Krebs hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten auf der Leinwand große Emotionen zu Tage gefördert. Die häufig sehr tragische Erkenntnis führte zumeist von enormer Verzweiflung bis hin zu allmählicher Selbstaufgabe angesichts der grauenhaften Zukunftsaussichten. Manchmal gingen Filme mit Krebsthematik jedoch auch in die andere Richtung, wie beispielsweise im vergangenen Jahr Nicole Kassells romantische Tragik-Komödie „Kein Mittel gegen die Liebe“, die sich dem Thema mit großem Hollywoodpathos annahm. Regisseur Jonathan Levine sucht und findet mit seiner Erzählung über den 27jährigen Adam, der mit seiner 50-prozentigen Überlebenschance versucht umzugehen, den goldenen Mittelweg und trifft damit voll ins Schwarze.
Selten gelingt es Filmemachern die richtige Balance zwischen Tragik und Komik zu finden. „50/50 - Freunde fürs (Über)leben“ lebt jedoch genau von dem großartigen Gespür für die goldene Mitte. Will Reisers Drehbuch ist witzig ohne respektlos zu sein und es ist tragisch ohne sentimental oder gar melodramatisch zu werden. Dieses Leitbild fest in einem Drehbuch verankern zu können, ist im Grunde schon Kunst genug. Dass das Konzept jedoch auch auf der Leinwand funktioniert, liegt im Fall von „50/50 - Freunde fürs (Über)leben“ klar an dem Schauspielensemble. Rund um einen ohnehin fantastisch und durchweg glaubhaft aufspielenden Joseph Gordon-Levitt versammeln sich drei herausragend gute Nebendarsteller, die sich – jeder auf seine ganz eigene Art – hervorragend an die starke Seite von Gordon-Levitt schmiegen. Eine wichtige Stellung nimmt dabei zunächst die Figur von Seth Rogen ein. Als bester Freund, der verständlicherweise so seine Schwierigkeiten mit der Diagnose seines guten Kumpels hat, wird Rogen weite Strecken über zur zentralen Figur an der Seite von Gordon-Levitt. Als ungleiches Paar, das sich jedoch auf eine ganz eigene Art sehr nahe steht, funktionieren die beiden von der ersten Szene an. Ähnlich gut, wenn auch auf ganz andere Art und Weise, ist auch die Harmonie zwischen Gordon-Levitt und Anna Kendrick als Adams Therapeutin sowie zwischen ihm und Anjelica Huston als seine Mutter. Jede der drei Figuren geht ihren ganz eigenen Weg an der Seite von Adam und dessen Schicksal.
„50/50 - Freunde fürs (Über)leben“ verherrlicht die Diagnose Krebs nicht, geht aber auch nicht zu sanft mit ihr ins Gericht. Letztlich ist Jonathan Levines Tragik-Komödie jedoch viel weniger eine Abhandlung über eine grauenhafte Krankheit, als eine fein ausjustierte Erzählung über zwischenmenschliche Beziehungen und menschliche Stärken, aber auch Schwächen, die vor allem in schweren Zeiten gefordert sind. „50/50 - Freunde fürs (Über)leben“ : Ein toller Film, der berührt ohne dabei den Anschein zu erwecken genau das im Sinn gehabt zu haben. Tolles Erzählkino!
Wissenswertes
Das Drehbuch basiert frei auf persönlichen Erfahrungen des Autors Will Reiser.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Film - Musical / Comedy, Bester Schauspieler - Musical / Comedy (Joseph Gordon-Levitt)
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Kommentare
Filmmensch schreibt am 29.05.12, 22:32
Ich weiß ja dass diese Kommentare nur aus einem Grund gelesen werden..."soll ich den gucken" oder "soll ich den nicht gucken" .Das wollt ihr wissen richtig?! Also liebe Leser ich sage GUCKEN!!!UNBEDINGT:)
