Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 16.2.
- Der Ruf der Wale
- 16.2.
- Extrem laut und unglaublich...
- 16.2.
- Gefährten
- 16.2.
- Yoko
- 23.2.
- Ghost Rider: Spirit of Ven...
- 23.2.
- Glück
- 23.2.
- In the Land of Blood and...
- 23.2.
- Safe House
- 23.2.
- Young Adult
- Zu den Kinostarts
Moviesection.de unterstützt PETA
Rachels Hochzeit
Rachel Getting Married
|
Regie
Jonathan Demme
Drehbuch
Jenny Lumet
Produzenten
Neda Armian, Marc E. Platt, Jonathan Demme
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 112 min Land USA Kinostart 02.04.2009 DVD-Start 03.09.2009 Blu-ray-Start 03.09.2009 Verleih Sony Pictures |
Story
Es ist lange her, dass Kym ihrer Familie das letzte Mal begegnet ist. Anlässlich der Hochzeit ihrer älteren Schwester Rachel wird sie jedoch aus der Entzugsklinik entlassen. Ihre Ankunft im elterlichen Haus sorgt schnell für reichlich Unruhe. Vor allem für Rachel gestalten sich die Tage vor ihrer Hochzeit als extrem nervenaufreibend, da diese permanent von den Problemen ihrer kleinen Schwester überschattet werden. Während Rachels und Kyms Vater alles in seiner Macht stehende unternimmt, um den Familiensegen aufrechtzuerhalten, spricht Rachel Konflikte offen an. Obwohl die beiden Schwestern häufig aneinander geraten, sind sie einander aber dennoch sehr verbunden. Es ist ein schwieriger Drahtseilakt, den die beiden bis zur Trauung vollführen.
Schauspieler
Anne Hathaway, Rosemarie DeWitt, Mather Zickel, Bill Irwin, Anna Deavere Smith, Anisa George, Tunde Adebimpe, Debra Winger, Sebastian Stan, Roslyn Ruff, Zafer Tawil, Beau Sia, Innbo Shim
Filmkritik von Kathrin Lang
Auf den ersten Blick ist die Filmographie von Jonathan Demme so bunt wie unkategorisierbar: 1991 brachte er den Psycho-Horror-Schocker „Das Schweigen der Lämmer“ in unsere Kinos, 1993 das gesellschaftspolitische Drama „Philadelphia“, 2004 den Kriegs- und Politthriller „Der Manchurian Kandidat“ – dazwischen tummeln sich unzählige Dokumentation ganz unterschiedlicher Facon. All seine Filme, zumindest die Fiktionalen, haben jedoch eines gemeinsam: Sie sind mutig erzählt, nicht immer klar nur einem Genre zuzuordnen und ermessen insbesondere eine extreme Facette ihrer Hauptfigur mit besonders scharfem Auge. So auch bei dem Familiendrama „Rachels Hochzeit“, das seine Protagonistin von ihren extremsten Seiten zeigt und dabei hart, aber stets fair mit ihr ins Gericht geht. Zudem ist „Rachels Hochzeit“ eine stark dokumentarische Geste angehaftet. Die Kamera beobachtet kritisch, fängt ungewöhnliche Momente ein – stets ist sie mittendrin, statt nur dabei und erzeugt für den Betrachter damit ein, in dieser Form selten dagewesenes, Gefühl der Authentizität im fiktionalen Bereich. Durch eine geniale Kameraführung gelingt es „Rachels Hochzeit“, seinen Zuschauer mitten in das Geschehen hineinzukatapultieren; beinahe so als sei man selbst Gast auf Rachels Hochzeit – ein stiller Beobachter. Durch diesen überaus gelungenen Geniestreich wird Jonathan Demmes Drama zu einem Erlebnis der besonderen Art. Immer wieder lässt „Rachels Hochzeit“ seine Gemachtheit, das Medium selbst, vergessen. Umso empathischer fühlt man mit den einzelnen Figuren dieser bewegenden Geschichte mit. Zudem toll ist, dass alle wichtigen Charaktere ausgewogen dargestellt werden. Jeder bekommt seinen Platz in der Geschichte, um Beweggründe und Gefühlslagen ausdrucksstark darzubieten. Zentrum bilden dennoch die beiden unterschiedlichen, einander aber doch sehr verbunden Schwestern Rachel und Kym, die von den beiden Miminnen Rosemarie DeWitt und Anne Hathaway eindrücklich dargestellt werden. Vor allem Anne Hathaway, die bislang überwiegend in sehr weichen Rollen zu sehen war, überzeugt durch eine ausdrucksstarke Umsetzung einer nun ganz harten, wilden und vielseitigen Rolle. Mit „Rachels Hochzeit“ stellt sie ihre Wandlungsfähigkeit eindrucksvoll zur Schau und beweist, dass sie zu Großem fähig ist.
„Rachels Hochzeit“ ist eine Familientragödie der besonderen Art. Das Zusammenspiel von einem mutigen Drehbuch, einer ungewöhnlichen Kameraführung und grandiosen schauspielerischen Leistungen bringt einen bewegenden Film hervor, der tief unter die Haut geht.
Wissenswertes
Drehbuchautorin Jenny Lumet widmete den Film unter anderem ihrem Vater, der Regielegende Sidney Lumet.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Beste Schauspielerin - Drama (Anne Hathaway)
OSCAR-Nominierungen
Beste Hauptdarstellerin (Anne Hathaway)
| Besucherbewertung |
|---|
