24 (TV-Serie) - Staffel 6

24 - Season 6

Filmplakat 24 (TV-Serie) - Staffel 6
Regie Jon Cassar, Brad Turner, Bryan Spicer, Tim Iacofano, Dwight H. Little, Milan Cheylov  Drehbuch Robert Cochran, Joel Surnow, Howard Gordon, Michael Loceff, Evan Katz, Manny Coto, David Fury, Matt Michnovetz, Nicole Ranadive  Produzenten HRobern, Cochraoward Gordon, Joel Surnow, Brian Grazer, Jon Cassar, Evan Katz, Michael Loceff, Stephen Kronish, Brad Turner, Michael Klick 
Genre TV-Serie (Thriller)  FSK 16  Filmlänge 1080 min
Land USA, 2006-2007  DVD-Start 02.10.2008  Verleih 20th Century Fox

Story

Die USA wurden schon seit Wochen immer wieder Opfer einer Reihe verheerender Anschläge, die sich über das gesamt Land erstrecken. Das Weiße Haus vermutet hinter den Anschlägen eine islamistische Terrorzelle, die von einem Mann namens Al Assad geführt wird.
Allerdings mischt sich ein anderer Extremist in das Geschehen ein und will den Aufenthaltsort von Al Assad im Tausch gegen Jack Bauer preis geben. Präsident Palmer willigt schließlich ein und der schwer gezeichnete Jack, der gerade aus chinesischer Gefangenschaft entlassen wird, muss sich selbst opfern.
Doch nach der Auslieferung erfährt Jack, dass nicht Al Assad hinter den Anschlägen steckt, sondern sein jetziger Peiniger. Jack gelingt es zu fliehen und versucht nun mit allen Kräften Al Assad vor den US-Streitkräften in Sicherheit zu bringen.

Schauspieler

24 (TV-Serie) - Staffel 6 Kiefer Sutherland, Mary Lynn Rajskub, James Morrison, D.B. Woodside, Roger R. Cross, Glenn Morshower, Gregory Itzin, Jayne Atkinson, Eric Balfour, Carlo Rota, Peter MacNicol, Jean Smart, Marisol Nichols, John Noble, Kim Raver, William Davane, Alexander Siddig, Kal Penn, Paul McCrane, James Cromwell

Kritik von Sascha Koch

Sascha vergibt 6 von 5 Ms 24 (TV-Serie) - Staffel 6 „Ich weiß, was von mir verlangt wird Curtis, du brauchst deine Waffe nicht… Bevor wir das durchziehen, möchte ich mich waschen.“ (Jack kurz nach seiner Freilassung)
Diese sechste Staffel beginnt schockierend. Jack ist von der Gefangenschaft und Folter durch die Chinesen gezeichnet und seelisch wie körperlich traumatisiert. So einen gebrochenen Jack haben wir in fünf Staffeln noch nicht gesehen. Und sofort willigt er ein, sein Leben für die USA zu geben. Wirklich ein Bilderbuch-Patriot, wie ihn sich die Amerikaner erträumen. Zwar ist Jacks Rolle in diesem Fall mal wieder ziemlich amerikanisiert, wie eigentlich die komplette Serie, doch wird in Staffel sechs so viel Charakterentwicklung betrieben, wie noch nie zuvor. Man hatte schon immer ein Händchen dafür, die Figur Bauer auf einem schmalen Grad agieren zu lassen, und dieses Mal ist es ganz besonders perfekt gelungen. Eine faszinierende Figur, die Kiefer Sutherlands bisher überzeugendste Leistung generiert. Man kann sich darüber streiten, ob „24“ auch ohne Sutherland funktionieren würde oder nicht, doch Fakt ist, dass es ohne ihn einfach nicht dasselbe wäre.

„Wir haben Flugzeugträger, die bereits im persischen Golf liegen und wir haben die Fähigkeit, gleichzeitig mehrere Ziele in jedem dieser Länder zu treffen. Wir spielen schon seit elf Wochen irgendwelche Spielchen mit diesen Terroristen. Die einzige Sprache, die die verstehen, ist Gewalt. Also sollten wir mal Klartext mit ihnen reden. Ich garantiere Ihnen, wenn in jedem dieser Länder drei Städte nach Atomschlägen in Schutt und Asche liegen, werden sie weder Zeit noch die Ressourcen haben, um weiterhin in unserem Sandkasten mitzuspielen. Wenn die lieber in der Steinzeit leben wollen, dann bomben wir sie eben dort hin.“ (Ein Admiral bei einer Konferenz)
Das Bild, das einem vom Feind gemalt wird, ist auf den ersten Blick absolut klischeehaft: Islamistische Terroristen, die die USA vernichten wollen. Doch hinter dieser Story versteckt sich nicht nur zeitgenössische 9/11 potstraumatische Panikmache, sondern eine tiefer gehende Warnung und ein „Was wäre wenn?“-Szenario. Nach dem 11. September wurde deutlich, was die USA, was einige Leute in der Regierung, bereit sind zu tun, um den „Feind“ zu bekämpfen. Da sind in „24“ Begriffe wie Deportation oder Internierung gar nicht so utopisch, da es in der Realität mit dem berühmten Beispiel Guantanamo bereits Wirklichkeit ist. Und wie weit würden die USA gehen, wenn sie in der wie in „24“ dargestellten Situation stecken würden? So wirft Staffel sechs einige kritische Fragen auf und bietet ein offenes Diskussionsfeld zwischen Liberalen und Hardcore-Republikanern, was ab und an zwar etwas aufgesetzt wirkt, aber oft genug den Nagel auf den Kopf trifft und sich 1:1 in die heutige Zeit und die politische Situation der USA übertragen lässt.

„Sie haben zu mir gesagt, dass ein Fluch auf mir lastet - Dass alles was ich anfasse früher oder später zugrunde geht. Wie kommen Sie dazu? Wie können Sie so etwas sagen? Ich habe all das getan, all die Jahre, was sie und Leute ihres Kalibers von mir verlangten. Als ich in China war, warum haben sie mir nicht geholfen? […] Sie ahnen ja nicht, was sich in mir abspielt. […] Ich will nur mein altes Leben zurück, und zwar sofort.“ (Jack Bauer im Disput mit James Heller)
Am Ende der Staffel gibt es noch mal ein paar ehrliche Worte von Jack zu hören. Späte Selbsterkenntnis sozusagen. Diese Staffel und einzelne Dialoge darin sind in dieser Saison elementar für die Figur Jack Bauer und geben ihr wieder mehr Profil und Realität. Wir erleben Jack als Menschen und nicht als gefühllose Kampfmaschine. Das ist ein Blickwinkel, der diese Staffel zweifellos so sehr besonders macht und prägt.

Auch im sechsten Jahr präsentiert sich „24“ mit dem gleichen Konzept, wie schon seit fünf Jahren. Das Grundprinzip ist immer das gleiche und eigentlich fast schon vorhersehbar. Es gab wohl noch keine Serie, die mit solch einer Ideenlosigkeit so unterhaltsam war wie „24“. Auch wenn dies wieder einmal aufgeht, wünscht man sich allmählich dann doch mal eine etwas abgewandelte und leicht innovative Handlung für die nächste Staffel.
Trotzdem, was einem mit dieser sechsten Runde geboten wird, ist jenseits von Gut und Böse und auch jenseits der Konkurrenz. Denn „24“ ist in Staffel sechs so gut wie noch nie und wird seinem Status als absolut spannendste Serie aller Zeiten weiterhin mehr als gerecht. Wo vorige Staffeln zu Beginn manchmal etwas Schwierigkeiten hatten in Fahrt zu kommen, ist Season sechs von Beginn an mit absoluter Hochspannung inszeniert und lässt über die gesamte Staffellänge nicht eine Sekunde nach. Tolle Gaststars, viel aufwendige Action, tiefgründige Charakterentwicklung und unzählige Aspekte mehr runden diese Produktion zu der besten „24“ Staffel aller Zeiten ab.

Wer sich damit abfinden kann, dass ein Mann schon zum sechsten Mal an nur einem Tag die USA und nebenbei noch die ganze Welt rettet und dabei noch mehr oder weniger erfolgreich seine privaten Belange organisiert, wird an „24“ seine wahre Freude haben. Es geht in „24“ nicht um Logik, sondern um knallharte Serienunterhaltung für den ganz besonderen Kick. Gerade diese sechste Staffel versteht es perfekt, den Zuschauer zu fesseln und nicht mehr los zu lassen.
„24“: Eine absolute Ausnahmeserie dieser Zeit, die für jeden Serienjunkie ein MUSS ist.

Wissenswertes

24 (TV-Serie) - Staffel 6 Die sechste Staffel erreichte in Schnitt 13,00 Millionen Zuschauer.

Episoden chronologisch:
• 6:00 - 7:00
• 7:00 - 8:00
• 8:00 - 9:00
• 9:00 - 10:00
• 10:00 - 11:00
• 11:00 - 12:00
• 12:00 - 13:00
• 13:00 - 14:00
• 14:00 - 15:00
• 15:00 - 16:00
• 16:00 - 17:00
• 17:00 - 18:00
• 18:00 - 19:00
• 19:00 - 20:00
• 20:00 - 21:00
• 21:00 - 22:00
• 22:00 - 23:00
• 23:00 - 24:00
• 24:00 - 1:00
• 1:00 - 2:00
• 2:00 - 3:00
• 3:00 - 4:00
• 4:00 - 5:00
• 5:00 - 6:00

Diese TV-Serie umfasst folgende Staffeln:
24 (TV-Serie) - Staffel 1
24 (TV-Serie) - Staffel 2
24 (TV-Serie) - Staffel 3
24 (TV-Serie) - Staffel 4
24 (TV-Serie) - Staffel 5
24 (TV-Serie) - Staffel 6
24 (TV-Serie) - Staffel 7
24 (TV-Serie) - Staffel 8

Auch der TV-Film "24: Redemption" gehört zu dieser TV-Serie und greift die Ereignisse zwischen Staffel sechs und sieben auf.

Auszeichnungen

24 (TV-Serie) - Staffel 6 Emmy Nominierungen:
Bester Schauspieler (Kiefer Sutherland), Beste Gast-Schauspielerin (Jean Smart), Beste Musik, Bester Ton-Mix ("10:00 - 11:00"), Beste Stunts ("2:00 - 3:00")

Gewonnene Emmys:
Bester Ton-Schnitt ("10:00 - 11:00")

Golden Globe Nominierungen:
Beste TV-Serie - Drama, Bester Schauspieler (TV-Serie) - Drama (Kiefer Sutherland)

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