Friendship!

Filmplakat Friendship!
Regie Markus Goller  Drehbuch Oliver Ziegenbalg  Produzenten Quirin Berg, Max Wiedemann, Thomas Zickler 
Genre Komödie  FSK Filmlänge 108 min
Land Deutschland  Kinostart 14.01.2010  DVD-Start 26.08.2010  Blu-ray-Start 09.09.2010  Verleih Sony Pictures

Story

Berlin, 1989: Die Mauer ist gefallen, die Grenzen offen. Für die beiden Freunde Tom und Veit Grund genug, um sofort ihre Koffer zu packen und dem Osten zu entfliehen. Die große, weite Welt soll entdeckt werden. Das Ziel ist der westlichste Punkt der Welt: San Fransisco.

Nach einem guten Start stoßen Tom und Veit schon bald auf erste Probleme. Neben der nur schwer zu überwindenden Sprachbarriere, macht ihnen vor allem der schon bald leere Geldbeutel einen Strich durch die Rechnung. In New York gelandet, wollen sie von dort aus nach San Fransisco fahren. Blöd allerdings, dass ihr Geld nur für ein Ticket bis nach New Jersey reicht. Also entscheiden sich die beiden für die abenteuerliche Variante und trampen. Doch auch das will erst einmal gelernt sein. Bis die Freunde letztlich an ihrem Ziel ankommen, müssen noch so einige Probleme aus der Welt geschafft werden. Zusammen sind sie jedoch stark und meistern ihren abenteuerlichen Trip, trotz Schwierigkeiten, mit viel Humor.

Schauspieler

Friendship! Matthias Schweighöfer, Friedrich Mücke, Alicja Bachleda-Curus, Todd Stashwick, Kimberly J. Brown, Kirsten Block, Cameron Goodman, Dwayne Adway

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms Friendship! Es ist eigentlich kaum zu glauben, aber dennoch wahr: Regisseur Markus Goller inszenierte seine Komödie „Friendship!“ auf Grundlage tatsächlicher Ereignisse. Der renommierte Produzent Tom Zickler („Barfuss“, „Keinohrhasen“) hat einst, kurz nach dem Mauerfall, tatsächlich einen solch irren Roadtrip von New York nach San Francisco unternommen. Auf seinen Erlebnissen basiert nun dieser ebenso herzerwärmende wie lustige Film, der die Freundschaft in sein Zentrum rückt und dieses Motiv so toll beleuchtet, wie kaum ein deutscher Film vor ihm.

„Friendship!“ lebt und funktioniert vor allem durch seine beiden Hauptdarsteller. Wenn man Matthias Schweighöfer und Friedrich Mücke heute nach ihrem Verhältnis zueinander befragt, sind sich die beiden auf Anhieb einig: Die Chemie habe schon beim ersten Aufeinandertreffen sofort gestimmt. Genau diesen Eindruck, dass die Chemie stimmt und die beiden nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera dieselbe Sprache sprechen, hinterlässt auch der Film. Selten gab es in Deutschland ein Leinwandduo, das so toll funktioniert hat wie dieses. Aus dieser unschlagbaren Harmonie resultieren letztlich auch die besten Momente des Films. Das bindende Gefühl der Freundschaft wird von den beiden Mimen sowohl in den komischen, als auch in den nachdenklichen Momenten toll widergespiegelt und macht „Friendship!“ zu einem einmalig authentischen Film über eine Freundschaft, die immer währt.

Doch was helfen überzeugende Schauspieler, ohne ein Drehbuch, das ihnen den nötigen Schauplatz für ihr Spiel liefert? Auch vor diesem Kriterium muss sich „Friendship!“ nicht verstecken. Ganz im Gegenteil: Die Geschichte bietet etliche lustige Momente, innerhalb denen sich die Darsteller nach Lust und Laune austoben können. Wenn Tom und Veit in den USA Bruchstücke der deutschen Mauer verkaufen, um sich ihren Trip von New York nach San Fransisco überhaupt leisten zu können, und sie damit auch noch immensen Erfolg haben, ist das mit einer der komischsten Momente des Films. Immer wieder führt die Story ihre beiden Protagonisten in solch absurdwitzige Szenerien, die vom Zuschauer stets mit einem Lachen aufgenommen werden. „Friendship!“ erlaubt sich keinen Fehltritt und überzeugt dadurch von der ersten, bis zur letzten Szene. Das ist deutsches Kino wie es Freude bereitet: "Friendship!" entlässt seinen Zuschauer mit einem rundum guten Gefühl aus dem Kinosaal.

Wissenswertes

Friendship! Friedrich Mücke erhielt für seine Rolle des "Veit" 2010 den Bayrischen Filmpreis als Bester Nachwuchsdarsteller.

‎Mit 1.583.654 Zuschauern wurde "Friendship!" zum erfolgreichsten deutschen Film des Jahres 2010.



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Kommentare

Lavinia schreibt am 20.02.10, 19:12
ich fand den Film egentlich gut. doch an manchen stellen war er viel zu langweilig und für eine Komödie zu unwitzig. man muss ihn wirklch nicht unbedingt geshen haben.
Florian Rahner schreibt am 17.01.10, 01:54
Friendship! ist ein sehr guter Film. Von Anfang an hat mich die Story der zwei "Ossis", die nach Amerika aufrechen mitgerissen. Die wunderschönen Bilder aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten (und das ist es für die zwei Freunde wirklich) sind einzigartig. Getreu nach dem Motto "Yes, we can!" schlagen sich die zwei Hauptcharaktäre quer durch Amerika durch und beweisen mit viel Witz und Charme, wie gut deutsche Schauspielerei sein kann! Die Mischung aus Roadmovie und Komödie ist überzeugend und bietet dem Zuschauer gutes Popcorn-Kino. Unbedingt anschauen! 4/5 Sterne
Nicole schreibt am 09.02.10, 17:52
Wer ein bisschen Anspruch von einer Komödie erwartet, ist mit Friendship schlecht beraten! Die 3-4 Lacher im Film waren zudem schon im Trailer zu sehen. Es gab einige Szenen in denen Zeit geschunden wurde, was den Film etwas träge und zu lang wirken ließ. Im allgemeinen gab es im Film nicht viel zu sagen, sowohl in Dialogen als auch im Inhalt. Fazit: Langweilig, oberflächlich - muss man nicht gesehen haben!
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