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Julia's Eyes
Los ojos de Julia
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Regie
Guillem Morales
Drehbuch
Guillem Morales, Oriol Paulo
Produzenten
Guillermo del Toro, Mercedes Gamero, Joaquín Padró, Mar Targarona
Genre Psycho-Thriller FSK 16 Filmlänge 112 min Land Spanien, 2010 DVD-Start 04.08.2011 Verleih Kinowelt |
Story
Julia möchte einfach nicht daran glauben, dass es sich beim Tod ihrer blinden Zwillingsschwester Sara um Selbstmord handelte. Wie Julia litt Sara an einer schleichenden Erbkrankheit, die schließlich zur völligen Erblindung führt. Bei Julia ist die Krankheit noch nicht so weit fortgeschritten, wie bei ihrer toten Schwester, doch zeigen sich auch bei ihr bereits die ersten Anzeichen. Trotzdem beginnt sie auf eigene Faust, Nachforschungen über den Tod Saras anzustellen und findet zu ihrem Erstaunen heraus, dass ihre Schwester offenbar einen Freund hatte, von dem sie nichts wusste. Doch egal, wen sie nach ihrer Schwester fragt – alle können sich sehr gut an Sara erinnern, von einem männlichen Begleiter weiß niemand etwas.
Bald schon hört Julia ständig Schritte und fühlt sich beobachtet – doch weder ihr Ehemann Isaac noch die Polizei wollen der Frau glauben, die allmählich ihr Augenlicht verliert. Doch je weiter sich Julia in ihren Nachforschungen verstrickt, desto größer ist die Gefahr, in die sie sich begibt…
Schauspieler
Belén Rueda, Lluís Homar, Pablo Derqui, Francesc Orella, Joan Dalmau, Boris Ruiz, Daniel Grao, Clara Segura, Andrea Hermosa, Julia Gutiérrez Caba, Mia Esteve, Jordi Llordella, Pere Ventura
Filmkritik von Stefanie Rufle
Der Name Guillermo del Toro („Pan’s Labyrinth“) ist mittlerweile zum Garant für einwandfreie und bis ins Detail stimmige Genrefilme geworden. Auch wenn er bei „Julia’s Eyes“ nicht für Drehbuch oder Regie verantwortlich war, sondern als Produzent fungierte, ist sein Name auch bei diesem Psychothriller Programm. Dieser zweite Spielfilm von Regisseur Guillem Morales präsentiert ein nervenzerreißendes Katz-und-Maus-Spiel, das den Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Einstellung halten kann. Allein schon die schockierende Anfangsszene spricht für diesen Film. Absolut gekonnt lässt uns Morales an Julias schleichender Blindheit teilhaben, und erzeugt dabei ein beklemmendes Gefühl von Hilflosigkeit und Angst. Immer wieder fühlt man sich als Zuschauer genauso blind wie die Protagonistin, vor allem dann, wenn man selbst auch deren Gesprächspartner nicht sehen kann. Morales spielt geschickt mit hell und dunkel, mit Licht und Schatten und nimmt dadurch seine Zuschauer mit in Julias immer dunkler werdende Welt. Dass man sich dabei stellenweise an „Warte, bis es dunkel ist“ mit Audrey Hepburn erinnert fühlt, stört allerdings kaum, denn „Julia’s Eyes“ entwickelt eine ganz eigene, unglaublich intensive Atmosphäre, die streckenweise kaum auszuhalten ist.
Doch auch eine absolut gekonnte Inszenierung kann nicht über die eine oder andere Logikschwäche und ein doch eher unbefriedigendes Ende hinwegtäuschen, die sich im Drehbuch eingeschlichen haben. Auch über die, neben den sorgsam eingestreuten Horrorszenen, auftauchenden fantastischen Elemente kann man sich sicherlich streiten, und doch verleihen sie diesem Streifen das besondere Etwas. Hauptdarstellerin Belén Rueda verkörpert Julias Angst vor der endgültigen Erblindung und vor dem Unbekannten, das im Dunkeln auf sie lauert, absolut überzeugend und intensiv.
Trotz eines nicht vollends schlüssigen Drehbuchs ist „Julia’s Eyes“ ein packender, fesselnder und unter die Haut gehender Psychothriller, der gekonnt mit Horrorelementen jongliert.


