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Stolen Lives - Tödliche Augenblicke
Stolen Lives
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Regie
Anders Anderson
Drehbuch
Glenn Taranto
Produzenten
Anders Anderson, Al Corley, Devin Maurer, Eugene Musso, Bart Rosenblatt, Andy Steinman
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 84 min Land USA, 2009 DVD-Start 19.08.2011 Blu-ray-Start 19.08.2011 Verleih Ascot Elite |
Story
Vor acht Jahren verschwand der kleine Sohn von Detective Tom Adkins spurlos, während sein Vater nur kurz auf der Toilette war. Seither ist Toms Leben geprägt von Schuldgefühlen und der verzweifelten Suche nach Hinweisen zum Aufenthaltsort seines Sohnes. Als Bauarbeiter auf die Leiche eines kleinen Jungen in einer Holzkiste stoßen, besteht der Verdacht, es könne sich um Tom Jr. handeln, denn bei der Leiche findet sich eine Trillerpfeife, die genauso aussieht wie die, die Toms Sohn kurz vor seinem Verschwinden in einem Diner geschenkt bekommen hatte. Doch wie sich herausstellt, war die Leiche des Jungen bereits fünfzig Jahre lang unter der Erde, und offensichtlich war der geistig behindert.
Wie besessen stürzt sich Adkins auf diesen Fall, der ihm die Chance bietet, seine eigene Trauer und Hilflosigkeit zu vergessen. Wie sich zeigt, handelt es sich bei dem toten Jungen um John Wakefield, der, wie Toms Sohn auch, in einem kurzen, unbeaufsichtigten Moment, spurlos verschwand. Je tiefer sich Detective Adkins in die Familiengeschichte von John Wakefield und seinem Vater Matthew hinein gräbt, desto mehr schockieren ihn die Parallelen zum Verschwinden seines eigenen Sohnes. Ist es möglich, dass es sich hier um ein und denselben Täter handelt?
Schauspieler
Jon Hamm, Josh Lucas, Rhona Mitra, James Van Der Beek, Jessica Chastain, Joanna Cassidy, Jimmy Bennett, Morena Baccarin, Michael Cudlitz, Andy Milder, Holt McCallany, Jude Ciccolella, Rick Gomez, Marcus Thomas, Graham Phillips
Filmkritik von Stefanie Rufle
In „Stolen Lives – Tödliche Augenblicke“ erzählt Regisseur Anders Anderson einen Kriminalfall über zwei Zeitebenen, was den besonderen Reiz dieses spannenden Thrillers ausmacht. Während zu Anfang der Fokus noch hauptsächlich auf Detective Adkins und seiner verzweifelten Suche nach der Wahrheit liegt, dominiert zusehends die dramatische und traurige Familiengeschichte der Familie Wakefield, die eindeutig den stärkeren und packenderen Handlungsstrang darstellt. Hier ist es vor allem der grandios und überzeugend agierende Josh Lucas als Matthew Wakefield, der die Geschehnisse in den Fünfzigerjahren für den Zuschauer so anrührend und fesselnd macht. Hinter ihm bleibt Jon Hamm als in der Gegenwart agierender Detective Adkins ganz eindeutig zurück – sein Spiel wirkt eher hölzern und wenig authentisch. Seine Ermittlungsarbeit empfindet man deshalb zusehends als lästige Unterbrechung der Ereignisse in der Vergangenheit, wodurch dieser Thriller immer wieder etwas an Fahrt verliert.
Auch wenn es Anderson sehr gut gelingt, die emotionalen Aspekte beider Fälle deutlich hervorzuarbeiten, ist es auch hier die Geschichte in der Vergangenheit, die mehr berührt, als die in der Gegenwart, deren Figuren oberflächlich gezeichnet sind und beinahe schon stereotyp wirken. Die Aufklärung der beiden Fälle ist am Ende beinahe zu beiläufig und etwas uninspiriert erzählt und wird damit diesem ansonsten durchaus spannenden Thriller nicht ganz gerecht.
Dieser Thriller basiert auf dem wahren Kriminalfall des „Boy in the box“. 1957 fand man in Philadelphia die Leiche eines sechsjährigen Jungen in einer Kiste, dessen Identität bis heute nicht geklärt werden konnte.