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Hereafter - Das Leben danach
Hereafter
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Regie
Clint Eastwood
Drehbuch
Peter Morgan
Produzenten
Clint Eastwood, Kathleen Kennedy, Robert Lorenz
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 129 min Land USA Kinostart 27.01.2011 DVD-Start 03.06.2011 Verleih Warner Bros. Pictures |
Story
Der Tod ist nicht verhandelbar. Für keinen von uns. Und dennoch erleben wir ihn auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Die französische Journalistin Marie begegnet ihm in den Fluten einer Tsunami-Welle. Sie überlebt kapp, doch sie ist nach diesem Erlebnis eine andere und kann den Job der knallharten Fernsehmoderatorin nicht mehr ausfüllen. Der kleine englische Junge Marcus hingegen verliert durch einen Unfall seinen geliebten Zwillingsbruder und damit auch die Orientierung in seinem von Armut geprägten Leben. Jenseits des großen Teichs in San Francisco hat George hingegen das Problem, dass er den Tod bereits seit Kindertagen zu Gast hat, als eine schwere Krankheit ihn zum Medium werden ließ. Seither kann er Kontakt zu den Verstorbenen aufnehmen. Sein Bruder hatte Georges Gabe zu einem großartiges Geschäft gemacht, doch er will nicht länger den Tod zum Lebensinhalt haben.
Schauspieler
Matt Damon, Cécile De France, Frankie McLaren, George McLaren, Bryce Dallas Howard, Jay Mohr, Jenifer Lewis, Thierry Neuvic, Lyndsey Marshal, Steve Schirripa, Mylène Jampanoï, Marthe Keller
Filmkritik von Melanie Frommholz
Hereafter. Ein Wort, das übersetzt „Das Jenseits“ heißen kann. Aber auch
„in Zukunft“. Ein Wort, das den Bogen des Lebens umspannt und somit perfekt passt für den neuen Film von OSCAR-Preisträger Clint Eastwood. Der Filmemacher, der uns zuletzt den grandiosen Mandela-Streifen „Invictus – Unbezwungen“ in die Kinos brachte, spürt darin der Sterblichkeit nach und wie wir Menschen damit umgehen. Wie verändert uns die Begegnung mit dem Tod? Was macht dies aus uns? Und gibt es ein Leben nach dem Tod? Die Antwortsuche ist ein weites Feld und eigentlich fest in der Hand der Esoterik und der Religion. Eastwood spürt dieser Veränderung abseits davon nach, macht sie zu einer persönlichen und individuellen Sache und behält auch den nötigen skeptischen Blick. Er spielt mit der Frage „Was ist wahr und woran wollen wir gerne glauben?“ Nach und nach arbeitet er so in seinen drei Episoden so ganz unterschiedliche Begegnungen mit Gevatter Tod heraus. Natürlich fehlen die klassischen Elemente wie der Tunnel mit dem Licht am Ende dabei nicht, dennoch zeigt Eastwood mehr, dass uns das Bewusstwerden unserer Endlichkeit tief in unserem Inneren verändert. Eine Veränderung, die uns erschüttert, die aber auch die Kraft hat uns voranzubringen. Wenn wir den Tod als Teil des Ganzen begreifen und akzeptieren, sind wir frei unser Leben zu leben. Ganz unabhängig von der Frage ob wir an ein Leben nach dem Tod nun glauben, oder nicht.
Clint Eastwood erzählt seine Geschichte in der für ihn typischen stillen und unaufdringlichen Art und Weise. Es sind die leisen Töne, die der Amerikaner so meisterlich beherrscht. Auch wenn man im Verlauf des Films die ein oder andere ganz intensive Szene vermisst, berührt „Hereafter – Das Leben danach“ tief mit seinem Ansatz, die Dinge einfach zu zeigen, anstatt wertend Position zu beziehen. Nicht zuletzt ein Verdienst der Hautdarsteller Cécile de France und Matt Damon sowie dem Zwillingspärchen Frankie und George McLaren. Ihnen allen ist gemein, dass es ihnen gelingt die emotionale Seite ihrer Figuren mit großer Glaubwürdigkeit zu transportieren. So können wir ihr Schicksal nachempfinden auch wenn uns selbst nie etwas Vergleichbares geschehen ist.
Der Film ist die zweite Zusammenarbeit von Clint Eastwood und Matt Damon nach "Invictus - Unbezwungen".

