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Seeing Heaven
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Regie
Ian Powell
Drehbuch
Ian Powell
Produzent
Anton Z. Risan
Genre Drama (Gay) FSK 18 Filmlänge 106 min Land Großbritannien, 2010 DVD-Start 19.05.2011 Verleih Pro-Fun Media |
Story
Paul ist schön. So schön, dass es für ihn zum Fluch wird. Denn Schönheit will man entweder zerstören oder besitzen. So einfach ist seine Welt gestrickt. Er verdient sich als Callboy seine Brötchen und hat beim Sex mit diversen Freiern immer wieder dunkle Visionen seines Zwillingsbruders Saul, den er nie getroffen hat. Als Kinder sind sie getrennt worden und haben sich seitdem nicht wieder gesehen. Paul hofft, ihn zu finden, denn vor allem während seiner Visionen sieht er Saul immer wieder vor sich.
Als er den mysteriösen Regisseur John Baxter kennenlernt und der ihn zu einem Porno-Dreh überredet, ergreift Paul seine Chance. Vielleicht findet er dadurch ja seinen Bruder und kann glücklich werden?
Schauspieler
Alexander Bracq, Denton Lethe, Maximo Salvo, Anthony Styles, Gunnar Hojem, Andrew Shire, Nic Gilder, Scott Van Der Merwe, Jamie Karl Cross, Piotr Blak, Israel Cassol
Filmkritik von Thomas Ays
Regisseur und Drehbuchautor Ian Powell wollte zu viel in seinem ambitionierten Mystery-Thriller um die Suche nach sich selbst. Sexszenen noch und nöcher gepaart mit einer tiefgründigen, ja fast schon poetischen Geschichte? Das gelingt nur wenigen Geschichtenerzählern. Powell schafft es zwar, viele erotische Szenen nicht billig werden zu lassen, eine runde Sache ist aus "Seeing Heaven" nicht geworden, ganz klar auch, weil die Schauspieler zu schlecht sind. Alexander Bracq sieht wirklich gut aus und hat auch das nötige Etwas, um in die Rolle des Paul schlüpfen zu können, schauspielerisches Talent hat er nicht. Zu keinem Zeitpunkt. Er sagt seinen Text auf und die Szene ist vorbei. So kann keine Verbindung zum Zuschauer hergestellt werden und so funktionieren auch keine berührenden Filme, die unter die Haut gehen und zum Nachdenken anregen sollen.
Ian Powell hat vermutlich das nötige Kleingeld gefehlt, um seinen eigenen, gestellten Anforderungen gerecht werden zu können. Die Botschaft kam an, die Geschichte ist interessant, die Schauspieler und die Umsetzung sind jedoch nicht ausreichend, um den Zuschauer zu begeistern.
"Seeing Heaven" ist lediglich im englischen Original mit deutschen Untertiteln erhältlich.