Midnight in Paris

Filmplakat Midnight in Paris
Regie Woody Allen  Drehbuch Woody Allen  Produzenten Letty Aronson, Jaume Roures, Stephen Tenenbaum 
Genre Komödie  FSK Filmlänge 93 min
Land Spanien, USA  Kinostart 18.08.2011  DVD-Start 21.12.2011  Blu-ray-Start 21.12.2011  Verleih Concorde Film

Story

Weil der Vater seiner Verlobten Inez einen Geschäftsabschluss zu feiern hat, verbringt Gil mit ihr und seinen zukünftigen Schwiegereltern ein paar Tage in Paris. Während Inez dabei gebannt den Ausführungen des pedantischen Paul lauscht, den beide zufällig mit dessen Frau hier getroffen haben, geht Gil bald ganz in der Atmosphäre von Paris auf. Hier haben seine Idole und Vorbilder Hemingway und Fitzgerald gelebt und gearbeitet. Hier traf man Künstler wie Picasso und Dali in den Cafés. Während Inez für all das nur ein Kopfschütteln übrig hat, ist Gil wie berauscht und träumt davon hier zu leben. Als er eines Abends, leicht angetrunken, alleine durch die Gassen streift, geschieht um Schlag Mitternacht etwas Magisches: Eine Limousine hält neben ihm und bringt ihn die Goldenen Zwanziger, in die Zeit seiner Inspiration und Sehnsüchte.

Schauspieler

Midnight in Paris Owen Wilson, Rachel McAdams, Marion Cotillard, Michael Sheen, Adrien Brody, Alison Pill, Kathy Bates, Léa Seydoux, Tom Hiddleston, Kurt Fuller, Corey Stoll, Mimi Kennedy, Carla Bruni, Nina Arianda, Corey Stoll, Adrien de Van

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 5 von 5 Ms Midnight in Paris Es scheint sich mit Woody Allen so zu verhalten wie mit einem guten Tropfen Wein. Je länger er lagert, desto größer ist der Genuss. Beinahe im Jahrestakt liefert der rüstige Amerikaner, der mit keiner Sekunde ans Aufhören zu denken scheint, einen guten Film nach dem anderen ab. „Midnight in Paris“ bildet da keine Ausnahme. Allen schrieb für seine 42. Regiearbeit wieder das Drehbuch. Wie wir wissen, so gut wie immer ein Garant für ein erstklassiges Endergebnis. Seine Geschichte, die diesmal frei ist von der Schärfe seines beißenden Sarkasmus, nimmt einen ab der ersten Minute für sich ein. Bereits die ersten Kameraeinstellungen entführen uns mit Haut und Haaren nach Paris, lassen uns an der Atmosphäre dieser wunderbaren Stadt teilhaben. Charme, Esprit und Leichtigkeit zeichnen die Handlung aus, die intelligente und spritzige Dialoge mit treffend gezeichneten Figuren kombiniert. Mit wenigen Strichen skizziert Woody Allen den Träumer, den Pedanten oder den oberflächlichen Upper Class Amerikaner, für den Kunst und Kultur nur schnöde Statussymbole sind. Ihr Aufeinandertreffen ist so amüsant wie Allens Reise in die Vergangenheit magisch ist. Der Filmemacher versteht sich erneut wunderbar auf den Einsatz gelungener Situationskomik, die die nostalgische Stimmung immer wieder gekonnt durchbricht.

Lebe Deine Träume und nicht die Erwartungen anderer. Dann wird Dir dein Leben im Hier und Jetzt auch nicht dröge und eintönig erscheinen. Woody Allen verpackt seine Botschaft doch erfüllt im Heute zu leben und seine Inspiration, Inspiration bleiben und nicht Flucht werden zu lassen, auf erfrischende und unangestrengte Art und Weise. Dass dies gelingt, ist nicht nur ein Verdienst des hervorragenden Drehbuches, sondern auch der gut gewählten Schauspieler. Owen Wilson fühlt die Rolle des Schriftstellers Gil überzeugend und mit einer großen Selbstverständlichkeit aus. Jenseits aller Blödel-Rollen ist er der romantische und sympathische Träumer mit Haut und Haaren. Um ihn herum schart sich ein Ensemble, das vor großen Namen und ausdruckstarken Gesichtern nur so strotzt und das mit Marion Cotillard, Adrien Brody und Kathy Bates alleine drei OSCAR-Preisträger vereint. Erneut ist es schön zu sehen, wie Woody Allen es schafft große Namen und unbekannte Talente zu einem stimmigen Ensemble zu formen.

„Midnight in Paris“ lädt uns ein im Regen durch das nächtliche Paris zu streifen und unseren Sehnsüchten und Wünschen nachzuspüren. Eine wunderbare Liebeserklärung an eine aufregende Stadt und erneut ein großartiger Woody Allen Film.

Wissenswertes

Midnight in Paris "Midnight in Paris" ist die 42. Regiearbeit von Woody Allen. Der Film lief beim 64. Festival de Cannes als Eröffnungsfilm.

Auszeichnungen

Midnight in Paris
Golden Globe-Nominierungen

Bester Film - Musical / Comedy, Beste Regie, Bester Schauspieler - Musical / Comedy (Owen Wilson)

Gewonnene Golden Globes

Bestes Drehbuch

OSCAR-Nominierungen

Bester Film, Beste Regie, Beste Ausstattung

Gewonnene OSCARs

Bestes Drehbuch (Original)



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