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Die Rückkehr des Tanzlehrers (TV)
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Regie
Urs Egger
Drehbuch
Don Bohlinger, Cecilia Börjlind
Produzenten
Thomas Hroch, Karl Spiehs
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 177 min Land Österreich, Deutschland Kinostart 08.04.2004 DVD-Start 13.04.2004 Verleih ARD |
Story
Nachdem der Polizist Stefan Lindman von seiner Krebserkrankung erfahren hat, möchte er mit seiner Lebensgefährtin und deren Tochter Urlaub auf Mallorca machen. Doch dann hört Stefan, dass sein ehemaliger Kollege und enger Vertrauter Herbert Molin brutal ermordet wurde und fährt sofort nach Sveg, wo Molin seit seiner Pensionierung gelebt hat. Die Polizei in Sveg ist natürlich alles andere als begeistert von der ungebetenen Verstärkung, doch Lindman gelingt es, das Vertrauen des leitenden Beamten Giuseppe Larsson zu gewinnen. Dann taucht Molins Tochter Veronica auf, die fest entschlossen ist, ihren Vater zu rächen. Stefan und Veronica finden heraus, dass die mysteriösen Blutspuren, die in Molins Haus gefunden wurden, einer bestimmten Folge von Tangoschritten entsprechen. Diese Entdeckung führt die beiden unweigerlich zu der Tanzlehrerin Elsa Berggren, in deren Haus Stefan eine SS-Uniform findet. Während Stefan und Veronica sich immer näher kommen, stößt er auf Hinweise, die vermuten lassen, dass Molin mit einer rechtsradikalen Verbindung kooperiert hat. Als dann auch noch Molins Nachbar Andersson ermordet wird, wird Lindman klar, dass er im Begriff ist, ein gefährliches Nazinetzwerk aufzudecken.
Schauspieler
Tobias Moretti, Veronica Ferres, Maximilian Schell, Matthew Marsh, Bjorn Floberg, Bibi Andersson, John Wood, Michael Byrne, Werner Prinz, Ingar Sigvardsdotter, Mats Langbacka, Peter Andersson, Stina Ekblad, Per Morberg, Krister Henriksson
Filmkritik von Stefanie Rufle
Kaum etwas erinnert bei „Die Rückkehr des Tanzlehrers“ an die düsteren schwedischen Verfilmungen der Bücher des Bestsellerautors Henning Mankell. Unwillkürlich stellt sich natürlich die Frage, warum ein schwedischer Roman als deutscher Fernsehzweiteiler mit deutschen Schauspielern verfilmt werden muss. Doch ab dem Moment, wo Tobias Moretti seinen Auftritt hat, verflüchtigen sich sämtliche Zweifel. Er gibt dem verzweifelten und vom Tode gezeichneten Stefan Lindman ein derart überzeugendes Gesicht, dass man bald schon vergisst, es hier nicht mit einer schwedischen Produktion zu tun zu haben. Das Gefühlschaos, in dem sich Lindman befindet, weiß Moretti in jeder Sekunde authentisch darzustellen, und dabei geht es nicht nur um die Ermittlungen in einem verwirrenden Fall, sondern um den Verlust seines Ziehvaters, um die Konsequenzen seiner Krebserkrankung und um die Gewissheit, dass Molin ein überzeugter Nazi gewesen ist. Hier zeigt Moretti die gesamte Palette seines Könnens. Auch Veronica Ferres dürfen wir hier einmal in einer gänzlich anderen Rolle sehen und sie beweist eindrücklich, dass sie mehr spielen kann, als die verzweifelte Mutter mit tränennassen Augen. Der großartige Maximilian Schell vervollständigt den Reigen brillanter deutscher Schauspieler, die diesen Film ausmachen.
Es ist ein äußerst brisantes Thema, mit dem sich „Die Rückkehr des Tanzlehrers“ befasst. Es geht um den Nationalsozialismus und darum, welche Blüten diese fürchterliche Ideologie noch in unserer heutigen Zeit – und auch im modernen Schweden – treibt. Wer der Handlung nicht aufmerksam folgt läuft Gefahr, die vielen verschiedenen Handlungsstränge schnell aus den Augen zu verlieren. Gerade bei den Passagen, wo der Romanvorlage erklärende Ergänzungen hinzugefügt wurden, zeigt sich dann aber doch die eine oder andere dramaturgische Schwachstelle. Dennoch ist „Die Rückkehr des Tanzlehrers“ ein nachdenklich stimmender Film, in dessen Mittelpunkt ein Mann steht, der sich mit der wohl größten Enttäuschung seines Lebens konfrontiert sieht und der dennoch alles daran setzt, die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Wissenswertes
„Die Rückkehr des Tanzlehrers“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Henning Mankell.
Tobias Moretti erhielt für seine Rolle des Stefan Lindman 2004 den Deutschen Fernsehpreis.
„Die Rückkehr des Tanzlehrers“ wurde als bester Film 2004 mit dem österreichischen Fernsehpreis „Romy“ ausgezeichnet.
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