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The Messenger
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Regie
Oren Moverman
Drehbuch
Oren Moverman, Alessandro Camon
Produzenten
Benjamin Goldhirsh, Mark Gordon, Lawrence Inglee, Zach Miller
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 112 min Land USA Kinostart 03.06.2010 DVD-Start 08.10.2010 Verleih Senator Film |
Story
Sergeant Will Montgomery ist gerade von der Front zurückgekehrt, da wartet bereits die nächste Mission auf ihn. Schlimmer als die Front kann es eigentlich nicht kommen. Doch mit der Aufgabe, mit der Will nun betraut wird, hätte er nicht gerechnet. Zusammen mit dem erfahrenen Captain Tony Stone wird es fortan seine Aufgabe sein, Ehefrauen, Müttern und Vätern mitzuteilen, dass ihr Mann oder ihr Sohn im Krieg gefallen ist. Der Vorgang verläuft streng nach Protokoll. Zu zweit schreiten die Soldaten zu der Haustüre, beten ihren Text herunter. Dabei gilt es stets die Ruhe zu bewahren, keine Schwäche zu zeigen. Dem noch jungen Will gelingt dies allerdings nur bedingt. Spätestens als er der schönen Witwe Olivia die traurige Nachricht vom Tod ihres Mannes überbringen muss, überschreitet er die Grenzen. In den kommenden Wochen kümmert er sich immer wieder um die Witwe und deren Sohn. Schon bald verliert er sein Herz an sie…
Schauspieler
Ben Foster, Woody Harrelson, Jena Malone, Eamonn Walker, Yaya DaCosta, Portia, Lisa Joyce, Steve Buscemi, Peter Francis James, Samantha Morton, Paul Diomede, Jahmir Duran-Abreau, Gaius Charles, Brendan Sexton III, Brian Adam DeJesus
Filmkritik von Kathrin Lang
Es ist ein überaus tragischer Stoff, den sich Oren Moverman für sein Regiedebüt auserwählt hat. Wo man jedoch ein sentimentales Drama über Krieg, Tod und die US-Army erwartet, erscheint überraschenderweise ein Film, der immer wieder auch leichte Töne zulässt. Gerade deshalb erscheint „The Messenger“ als sehr menschliches Drama. Die Soldaten, die Botschafter der traurigsten aller traurigen Nachrichten, werden nicht wie sooft als eisernen Figuren ohne jegliche Emotionen dargestellt, sondern dürfen Schwächen haben und Gefühle zulassen. Immer wieder überrascht „The Messenger“, indem er uns den Menschen hinter der aalglatten und hoch dekorierten Fassade offenbart. Anhand mehrer Einzelschicksale wird uns somit eine Geschichte erzählt, die, ohne sich all zu üppig aus der Klischeeschublade zu bedienen, berühren kann. Neben vielen bewegenden Momenten hält „The Messenger“ zudem etliche sehr lustige Szenen für seinen Zuschauer bereit. Immer wieder darf heiter gelacht werden – ein weiterer überraschender Pluspunkt des Films. Neben einem außergewöhnlichen Drehbuch bietet „The Messenger“ zudem zwei außerordentlich tolle Darsteller. Ben Foster glänzt in seiner Rolle des Neulings Will mit einer meisterhaft authentischen Darbietung. An seiner Seite überzeugt Woody Harrelson als Captain Tony Stone. Zusammen ergeben die beiden Mimen ein starkes Team, das dieser Geschichte den grandiosen letzten Schliff verleiht.
„The Messenger“ dürfte einer der überraschendsten Filme des diesjährigen Kinojahrs sein. Ein amerikanischer Kriegsfilm, der weder sentimental, noch kitschig, noch klischeebeladen ist. Ein Fest für alle Dramenliebhaber!
Wissenswertes
Auf der Berlinale 2009 wurden Oren Moverman und sein Co-Autor Alessandro Camon mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Zudem erhielt "The Messenger" Nominierungen für den Golden Globe sowie den OSCARs.
Der Film wurde im englischen Original gesehen und bewertet.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Nebendarsteller (Woody Harrelson)
OSCAR-Nominierungen
Bester Nebendarsteller (Woody Harrelson), Bestes Drehbuch (Original)
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