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Der fremde Sohn
Changeling
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Regie
Clint Eastwood
Drehbuch
Michael Straczynski
Produzenten
Clint Eastwood, Brian Grazer, Ron Howard, Robert Lorenz
Genre Thriller FSK 12 Filmlänge 144 min Land USA Kinostart 22.01.2009 DVD-Start 27.08.2009 Blu-ray-Start 27.08.2009 Verleih Universal Pictures |
Story
Los Angeles, 1928: Christine Collins ist eine alleinerziehende Frau und sorgt vorbildlich in einer von Männern dominierten Welt für ihren 8jährigen Sohn Walter. Sie würde einfach alles für ihn tun. Umso schwerer fällt es ihr, als sie an einem Samstag, statt mit ihrem Sohn ins Kino zu gehen, arbeiten muss. Diese Entscheidung wird die junge Frau bitter bereuen, denn als sie abends nach Hause kommt, ist Walter verschwunden.
24 Stunden später schalten sich erst die Behörden ein – doch auch die Beamten finden Walter nicht. Erst 5 Monate später die erlösende Botschaft: Christine’s Sohn ist am Leben! Stunden später trifft die junge Frau am Bahnhof auf Walter Collins – doch es ist nicht ihr Sohn. In den folgenden Monaten muss Christine gegen die Behörden kämpfen, um zu beweisen, dass ihr Sohn weiterhin vermisst wird. Doch niemand scheint ihr zu glauben. Und Walter bleibt weiterhin verschwunden…
Schauspieler
Angelina Jolie, John Malkovich, Michael Kelly, Colm Feore, Devon Conti, Jeffrey Donovan, Eddie Alderson, Amy Ryan, Jason Butler Harner, Geoffrey Pierson
Filmkritik von Thomas Ays
„Changeling“ heißt übersetzt so etwas, wie „Wechselbalg“ oder „untergeschobenes Kind“ und wird 2009 als „Der fremde Sohn“ in die Kinos kommen. Natürlich kann man mit „Changeling“ nicht sehr viel anfangen, sicher hätte man jedoch einen ansprechenderen Titel finden können – hätte man denn wollen.
Dass Clint Eastwood Geschichten erzählen kann, wissen wir spätestens seit „Million Dollar Baby“, in dem Hilary Swank über sich hinauswuchs. Nun darf Angelina Jolie in einem Eastwood-Streifen glänzen – und das tut sie auch! Sie macht eindrucksvoll spürbar, wie schrecklich es sein muss, ein Kind zu verlieren. Jolie ist in ihrer Darstellung eine Wucht und wurde vollkommen zu Recht für den Golden Globe und für den OSCAR als beste Schauspielerin nominiert. Authentisch, glaubwürdig und überzeugend gibt sie Christine Collins wieder und zeigt, dass sie auf der großen Leinwand beides sein kann: Action-Amazone und Charakterdarstellerin. Diesen Spagat schafft wahrlich nicht jede Schauspielerin.
Mit über 140 Minuten ist „Der fremde Sohn“ nicht gerade ein kurzes Drama geworden und doch schafft es Eastwood, jede Minute zu füllen und keine Sekunde Langeweile aufkommen zu lassen. Dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, macht das Ganze noch dramatischer. Mit sicherem Händchen zeigt der Regisseur ein authentisches Los Angeles der End-20er Jahre und unterlegte diese Geschichte mit passender und stimmiger Musik.
„Der fremde Sohn“ ist somit eine Angelina-Jolie-One-Woman-Show geworden. Regisseur und Produzent Clint Eastwood liess der OSCAR-Preisträgerin reichlich Raum, um sich entfalten und auf ganzer Linie wirken zu können. Hinzu kommt noch, dass die Story fesselnd, packend und berührend geraten ist. Ein erstes echtes Highlight des jungen Kinojahres 2009 und schlicht: Fantastisch.
Wissenswertes
"Der fremde Sohn" basiert auf den berüchtigten Wineville-Chicken-Morden.
Der Film wurde im englischen Original mit deutschen Untertiteln gesehen und bewertet.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Beste Schauspielerin - Drama (Angelina Jolie), Beste Musik
OSCAR-Nominierungen
Beste Hauptdarstellerin (Angelina Jolie), Beste Ausstattung, Beste Kamera
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