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Die Wanderhure (TV)
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Regie
Hansjörg Thurn
Drehbuch
Gabriele Kister
Produzenten
Sven Burgemeister, Andreas Bareiss
Genre Historien-Drama FSK 12 Filmlänge 121 min Land Deutschland, Österreich, Ungarn, 2010 DVD-Start 08.10.2010 Verleih Universum Film |
Story
Konstanz 1414: Die hübsche Marie führt als Tochter des angesehenen Handelsherren Mathias Schärer ein behütetes und als Frau weitgehend selbständiges Leben. Dennoch darf sie ihrem Herzen nicht folgen: Obwohl sie ihren Jugendfreund Michel über alles liebt, will ihr Vater sie mit einer besseren Partie verheiraten. Als der Ehevertrag mit dem Sohn von Graf Heinrich von Keilburg geschlossen wurde, geschieht jedoch etwas Furchtbares. Marie wird wegen unzüchtigem Verhalten in den Kerker gesteckt und dort geschändet. Sie wird aus Konstanz verbannt und muss sich von nun an ohne Geld und Unterkunft durchs Leben schlagen. Schon bald bleibt ihr kein anderer Ausweg, als sich als Wanderhure zu verdingen. Doch für das was ihr angetan wurde, schwört sie Rache…
Schauspieler
Alexandra Neldel, Bert Tischendorf, Nadja Becker, Julian Weigend, Michael Brandner, Elena Uhlig, Thure Riefenstein, Götz Otto, Alexander Beyer, Miguel Herz-Kestranek, Lili Gesler, Attila Árpa, Manuel Witting
Filmkritik von Kathrin Lang
Es ist weiter kaum verwunderlich, dass nach dem Megaerfolg des Buches nun die Verfilmung folgt. Während Iny Lorentz‘ historischer Roman „Die Wanderhure“ jedoch die Taschenbuchbestsellerliste stürmte und für zahlreiche begeisterte Leser sorgte, wird es die gleichnamige TV-Verfilmung von Hansjörg Thurn wohl kaum zu gleicher Beliebtheit schaffen. Dennoch dürfte die Einschaltquote hoch genug sein, wenn „Die Wanderhure“ am 5. Oktober 2010 als Sat.1 Abendfilm seine Bildschirmpremiere zur Primetime feiert. Alexandra Neldel ist in der deutschen Fernsehlandschaft ein bekanntes Gesicht, das bestimmt auch der „Wanderhure“ zugute kommen wird.
Obwohl Hansjörg Thurns Romanverfilmung kurzweilig ist und ohne zu zögern von einem Höhepunkt zum nächsten eilt, fehlt dem Film vor allem eines: die nötigen Tiefen. `Höhepunkt‘ darf im Rahmen von „Die Wanderhure“ nämlich wörtlich verstanden werden. Reichlich nacktes Fleisch und eine Kamera, die immer wieder auf Sexszenen gerichtet ist, gehören hier zum Standardprogramm. Obwohl die Hurerei nur mittel zum Zweck (Rache!) ist, so spielt sie sich permanent in den Vordergrund, um den Zuschauer mit Bildern zu penetrieren, die er nur eine gewisse Zeit ertragen kann. Die historischen Begebenheiten einer spannenden Zeit bleiben dabei weitgehend auf der Strecke. Zwar richtet „Die Wanderhure“ ihren Fokus immer wieder auch auf die politischen Gegebenheiten des Konstanz um 1400, dennoch bleibt dem interessierten Zuschauer die genaue Historie größtenteils auch nach dem Film weitgehend unklar. Gerne hätte man mehr vom Konstanzer Konzil erfahren – doch Entertainment wird bei Fernsehfilmen häufig groß geschrieben; so auch bei „Die Wanderhure“. Angesichts mancher (Vergewaltigungs-)Szenen ist jedoch fraglich, ob dieser Film zur Hauptsendezeit im Primetime-Fernsehen überhaupt richtig platziert ist.
Wissenswertes
"Die Wanderhure" ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Iny Lorentz.
Die Reihe umfasst folgende Teile:
Die Wanderhure
Die Rache der Wanderhure

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Kommentare
Ute schreibt am 22.10.10, 12:16
Ja ich muss den Meisten von Euch Recht geben, ich war auch sehr enttäuscht von dem Film. Das Material hat so viel Potential, was leider missachtet wurde. Natürlich kann nicht ein ganzes Buch in einen kleinen Film reingepackt werden aber die Geschichte so umzustellen, dass Marie schon vorher eine Liebschaft mit Michel hatte, etc. finde ich sehr entstellt. Auch wie schon von anderen moniert, passte leider die Hauptdarstellerin überhaupt nicht zu der Figur der Marie, sie konnte kein Mädchen in dem jungen Alter darstellen. Was mich auch massiv gestört hat, war, dass es nicht mittelalterlich rüber kam, es war zu modern verfilmt, Dialoge usw. Sehr sehr schade, vielleicht hätte man eine Kinoversion daraus machen sollen, statt einen Fernsehfilm. Die Verfilmung der Pästin war im Gegensatz gut.
Marie schreibt am 06.10.10, 11:43
Hmm, ganz ehrlich in einer vorabendlichen Telenovela mag Frau Neldel ja ganz putzig rüberkommen aber die Rolle der Wanderhure ist einfach 5 Nummern zu groß für die Dame! Von der ersten bis zur letzten Minute (habe voller Hoffnung auf Besserung bis zum Schluss geguckt) war Alexandra Neldels Schauspiel eher für die Schülerbühne geeignet. Schade für Frau Neldel, für mich und ganz besonders für die Story!!
Gudrun schreibt am 06.10.10, 11:34
also ich kann mich dieser Meinung nur anschließen. wirklich ein schlechter Film, gut dass ich das Buch noch nicht gelesen habe, sonst würde ich mich jetzt sicherlich noch mehr ärgern. Der Inhalt ist seicht, die Schauspieler nicht glaubwürdig, zu modern, zu schön, der Schluss einfach zu kitschig. dem Film fehlte das nötige Budget und passende Schauspieler. Die Quote war ausgesprochen super, aber man wusste ja noch nicht welch schlechter film dahinter steckt.
Nicole schreibt am 06.10.10, 09:16
Ich fand den Film eigentlich nicht schlecht, obwohl er sehr von dem Roman abweicht. Aber es ist meistens so, dass der Film meisten sehr vom Roman abweicht.
Steffi schreibt am 05.10.10, 22:45
Der Film war sehr schön. Hoffentlich sehen wir bald einen zweiten teil.
schreibt am 05.10.10, 21:25
Hallo, wieder einmal bestätigt: Kaum ein Film kommt dem Buch in irgendeiner Weise nahe. Das absolut schlechteste ist mit Abstand die Verfilmung der Wanderhure. Die Leute die in den Fernsehzeitschriften diesen Film gut finden,sollten sich mal die Zeit nehmen und ein Buch lesen. Nach 10 Minuten ( ich weiss nicht wie ich es geschafft habe ) bin ich vom Fernsehen aufgestanden. Grausig, so was mies verfilmtes!!


