Der letzte Exorzismus

The Last Exorcism

Filmplakat Der letzte Exorzismus
Regie Daniel Stamm  Drehbuch Huck Botko, Andrew Gurland  Produzenten Eric Newman, Marc Abraham, Eli Roth, Thomas Bliss 
Genre Horror  FSK 18  Filmlänge 86 min
Land USA  Kinostart 30.09.2010  DVD-Start 08.02.2011  Blu-ray-Start 03.03.2011  Verleih Kinowelt

Story

Reverend Cotton Marcus muss sein Gewissen erleichtern und dreht eine Dokumentation über Exorzismus. Er will beweisen, dass es Dämonen, Engel, Vampire und diesen ganzen Kram eigentlich gar nicht gibt und wählt aus den vielen Zuschriften, die er täglich bekommt, eine Anfrage aus. Gemeinsam mit Kameramann und Tontechnikerin macht sich Cotton auf den Weg nach Louisiana, wo der Farmer Louis mit Tochter Nell und Sohn Caleb lebt. Nell soll angeblich des Nachts Vieh brutal abschlachten. Sie kann sich jedoch an nichts erinnern und weiß auch gar nicht, ob sie das wirklich gewesen ist. Die Show beginnt und schnell wird Cotton klar, dass er mit seinem gefakten Exorzismus nicht weit kommt, denn Nell scheint tatsächlich besessen zu sein…

Schauspieler

Der letzte Exorzismus Patrick Fabian, Ashley Bell, Iris Bahr, Louis Herthum, Caleb Jones, Tony Bentley, John Wright Jr.

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 2 von 5 Ms Der letzte Exorzismus Dem Drehbuchautoren, Regisseur und Produzent Eli Roth haben wir schon viele blutige Filmchen zu verdanken. Besonders seine Filmreihe „Hostel“ setzte in Sachen Blutvergießen neue Maßstäbe und sicherte ihm eine treue Fangemeinde. Bei „Der letzte Exorzismus“ saß Roth nur auf dem Produzentenstuhl und überwachte die Entstehung dieses Streifens lediglich von dieser Position aus. Das relativ unbeschriebene Blatt Daniel Stamm durfte Regie führen und diesen „kultverdächigen“ Streifen, wie er auch gerne beworben wird, inszenieren.
Bei „Kultfilmen“ ist das ja immer so eine Sache. Warum werden Filme zu Kultfilmen? Was müssen sie mitbringen, neu erfinden, ergänzen? „Der letzte Exorzismus“ glänzt in der ersten ¾-Stunde mit gähnender Langeweile und lädt seine Zuschauer dazu ein, erst einmal ein kleines Nickerchen zu halten. Danach herrscht zwar so etwas wie gruselige Atmosphäre, diesen Horrorfilm dann jedoch kultverdächtig zu nennen, ist schon sehr weit hergeholt. Dafür ist „Der letzte Exorzismus“ streckenweise einfach auch zu unlogisch. Dennoch ist dieser Film gut besetzt. Gerade Ashley Bell als Nell schafft es, doch einige Male Gänsehaut zu erzeugen und mit ihren Körperhaltungen, die nicht computeranimiert sind, zu schocken. Auch die Idee, diesen Horrorstreifen im Doku-Stil zu inszenieren, ist gut – nur unbrauchbar, weil der Film in sich einfach nicht funktionieren will.
„Der letzte Exorzismus“ ist nach knapp 90 Minuten vorbei. Soweit die guten Nachrichten. Dass man sich überwiegend langweilte und sich wirklich fragt, warum man sich diesen Streifen überhaupt angesehen hat, sind dann doch eher bad news. Unterm Strich bleibt also: belangloser Horrorstreifen mit einer guten Idee.

Wissenswertes

Der letzte Exorzismus Bei den Independent Spirit Awards wurde "Der letzte Exorzismus" in den Kategorien "bester Film" und "beste Nebendarstellerin (Ashley Bell)" nominiert.



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