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Der Sieger
The Quiet Man
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Regie
John Ford
Drehbuch
Frank S. Nugent
Produzenten
John Ford, Merian C. Cooper
Genre Tragik-Komödie FSK 12 Filmlänge 125 min Land USA Kinostart 01.05.1953 DVD-Start 02.05.2004 Verleih Kinowelt |
Story
Als kleiner Junge war Sean Thornton mit seiner Mutter nach Amerika gegangen. Nun kommt der Ex-Boxer als Mann in seine irische Heimat zurück, um sich hier niederzulassen. Sein erster Gang führt ihn zur reichen Witwe Sarah Tillane, von der er sein Geburtshaus zurückkaufen will. Tillane ist bekannt dafür kein Land zu verkaufen, doch um dem brummigen Großmaul Will Danaher, der ebenfalls ein Auge auf das Land geworfen hat, eins auszuwischen, gibt sie es Sean Thornton. Danaher ist außer sich. Nun bekommt der Yankee sein Land. Aus Trotz verweigert er daraufhin seine Zustimmung zur Hochzeit seiner Schwester Mary Kate, in die sich Sean verleibt hat. Die aufbrausende Mary Kate führt Will den Haushalt fortan noch widerwilliger als vorher und auch mit Sean ist nicht gut Kirschen essen. Schließlich sehen sich die Dorfbewohner genötigt eine Lösung für die unhaltbare Situation zu finden.
Schauspieler
John Wayne, Maureen O'Hara, Barry Fitzgerald, Ward Bond, Victor McLaglen, Mildred Natwick, Francis Ford, Eileen Crowe
Filmkritik von Melanie Frommholz
Unverkennbar stand William Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ Pate für die Kurzgeschichte „The Quiet Man“, die Maurice Walsh 1933 verfasst und aus der Frank S. Nugent letztlich das Drehbuch für „Der Sieger“ machte. Regisseur John Ford hatte die Geschichte entdeckt und ihre Verfilmung war eine Herzensangelegenheit. Erst Anfang der 50er Jahre stand die Finanzierung und auch noch während der Dreharbeiten gab es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Ford und der Produktionsgesellschaft wegen der Kosten. Mit einem Budget von 1.750.000 Dollar war „Der Sieger“ der bis dato teuerste Film von Republic Pictures. Der Erfolg des Films gab John Ford schließlich Recht. Der Streifen erhielt fünf OSCAR-Nominierungen und konnte die Auszeichnung in den Kategorien „Beste Regie“ und „Beste Kamera - Farbe“ erringen. Aus heutiger Sicht gehört die Inszenierung in ihre Zeit, große Gesten und Kitsch gehörten in den 50er Jahren zu einer Komödie und fehlen auch bei „Der Sieger“ nicht. Der Film hat durchweg einen herben Charme und gibt das irische Dorfgeschehen mit seinen festen Traditionen und Bräuchen stimmungsvoll wieder. Leider wollte sich das Gespann John Ford/Frank S. Nugent nicht durchweg auf die humorige Seite der Geschichte verlassen und flicht in den Hintergrund der Figur des Sean Thornton noch tragische Entwicklungen ein, die nicht so recht zur lustigen Seite der Handlung passen wollen. John Ford besinnt sich mit seiner Inszenierung jedoch auf seine komödiantische Ausrichtung und liefert gerade in der zweiten Filmhälfte einige unvergessliche Momente.
Saftige irische Wiesen, buntes Dorfgeschehen und schnelle Galopprennen an der Küste - Winton C. Hoch war mit seiner Kamera immer auf der Höhe und fängt die überwiegend in Irland gedrehte Story stimmungsvoll und passend ein. Vor der Kamera gibt es einen John Wayne, der auch in einer prärielosen grünen Landschaft eine gute Figur macht und den stoischen ruhigen Sean Thornton gelungen verkörpert. An seiner Seite sorgt Rotschopf Maureen O'Hara als Kratzbürste Mary Kate Danaher für Wirbel. Die Chemie stimmte offensichtlich zwischen diesen beiden, deren Zusammenspiel über den gesamten Film herrlich funktioniert. Von den Nebenrollen ist es besonders Barry Fitzgerald, der mit seinem verschmitzen Lächeln im Gedächtnis bleibt.
„Der Sieger“ ist ein Produkt seiner Zeit und sicherlich auch als solches zu sehen. Zeitlos ist jedoch der Blick auf das Dorfgeschehen, das Drehbuchautor Frank S. Nugent hier herrlich treffend beschrieben hat und das dank guter und stimmig agierender Schauspieler zum Leben erwacht.
Wissenswertes
Das Drehbuch basiert auf der Kurzgeschichte "The Quiet Man" von Maurice Walsh.
Der Film lief in Deutschland auch unter dem Namen "Die Katze mit den roten Haaren".
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Film, Beste Regie
OSCAR-Nominierungen
Bester Film, Bester Nebendarsteller (Victor McLaglen), Bestes Drehbuch, Beste Ausstattung - Farbe, Bester Ton
Gewonnene OSCARs
Beste Regie, Beste Kamera - Farbe
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