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Einfach raus
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Regie
Peter Vogel
Drehbuch
Torsten Schulz
Produzent
Susanne Freyer
Genre Drama Filmlänge 85 min Land Deutschland, 1999 Verleih MDR |
Story
Als am 2.Mai 1989 ungarische Grenzsoldaten den Stacheldraht zur österreichischen Grenze zerschneiden, ist das der erste Schritt zur Wiedervereinigung Deutschlands. Unzählige DDR-Bürger flüchten nach Ungarn, um von dort aus in den Westen gelangen zu können. Unterschlupf finden sie in der BRD-Botschaft, die schon bald vollkommen überfüllt und mit dieser Lage hoffnungslos überfordert ist. Unter den Flüchtlingen sind drei junge Menschen, die sich im Westen ein erfülltes Leben erhoffen. Ihre Fluchtversuche scheitern jedoch immer wieder auf tragische Art und Weise, denn noch ist die Mauer nicht gefallen…
Schauspieler
Fabian Busch, Cosma Shiva Hagen, Renate Krößner, Ulrich Mühe, Inga Busch, Susanne Lothar, Bernd Stegemann, Max Urlacher, Adreas Elsholz, Joachim Paul Assböck
Filmkritik von Kathrin Lang
Zu gute halten muss man dem deutschen Film „Einfach raus“, dass er durch seinen dokumentarischen Charakter die jüngste deutsche Vergangenheit erlebbar macht. Die Geschichte wurde authentisch, greifbar und simpel gestaltet, wodurch man als Zuschauer einen tatsächlichen Einblick in das Leben der Flüchtlinge aus der ehemaligen DDR erhält. Nur davon kann dieses Doku-Drama allerdings nicht leben. Viel zu schleppend wird die Handlung vorangetrieben, diverse Szenen wiederholen sich immer wieder und trotz namhaftem Cast können hier nicht alle Schauspieler gänzlich überzeugen. Gerade Letzteres mag daran liegen, dass „Einfach raus“ aus dem Jahre 1999 ist und die Darsteller zu dieser Zeit noch jung und ohne sonderlich viel Kameraerfahrung waren. Egal ob Fabian Busch, Inga Busch oder Cosma Shiva Hagen – sie alle wirken stellenweise unbeholfen und dadurch nicht immer authentisch. Leider geht dies auf Kosten des gesamten Filmes, der unter dem Strich kein stimmiges Bild ergibt und nur wenig unterhaltend wirkt.
