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Geliebte Clara
Clara
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Regie
Helma Sanders-Brahms
Drehbuch
Helma Sanders-Brahms
Produzent
Alfred Hürmer
Genre Biopic FSK 6 Filmlänge 104 min Land Deutschland, Frankreich, Ungarn Kinostart 04.12.2008 Verleih Kinowelt |
Story
Clara Schumann ist Mutter von fünf Kindern, Ehefrau des gefeierten Komponisten Robert Schumann und zugleich selbst begabte Pianistin. Gerade hat sie eine Konzerttournee hinter sich gebracht und freut sich nun auf erholsame Wochen im neuen Heim in Düsseldorf. Dort hat ihr Gatte die Stelle des Musikdirektors erhalten. Der kränkelnde Schuhmann, der von bösen Dämonen heimgesucht wird und gerade stark mit der Komposition seiner „Rheinischen Symphonie“ beschäftigt ist, ist dieser großen Aufgabe jedoch nicht gewachsen, weshalb Clara die Leitung des Düsseldorfer Orchesters übernimmt. Für die vielbeschäftigte Clara, die zudem in großer Sorge um ihren geliebten Ehemann lebt, ist es geradezu ein Segen, als sie dem jungen Johannes Brahms begegnet. Nicht nur, dass dieser fortan einen Teil der Kindererziehung übernimmt, er spendet Clara auch Trost und unterstützt Robert Schumann bei der Fertigstellung seiner neuen Symphonie. Der junge Brahms hat jedoch ein Auge auf Clara geworfen und will mehr sein als nur Freund und Helfer...
Schauspieler
Martina Gedeck, Pascal Greggory, Malik Zidi, Péter Takátsy, Béla Fesztbaum, Brigitte Annessy, Sascha Caparros
Filmkritik von Kathrin Lang
Wortwörtlich ist es die klassische Musik, die die erste Geige in dem Biopic „Geliebte Clara“ spielt. Die zauberhaften Töne, die berührenden Kompositionen von Schuhmann und Brahms, bilden das Herzstück und bestimmen sogleich die gesamte Atmosphäre des Films. Selbst jene Zuschauer, die ansonsten kaum klassische Musik durch ihre Lautsprecher tönen lassen, dürften schnell Anklang an der musikalischen Untermalung von „Geliebte Clara“ finden. Die Musik ist stets anwesend und unterstützt immerzu die Geschichte, die um die meisterhaften Kompositionen herum erzählt wird. Entgegen der gefühlvollen Einbettung der Musik, ist die eigentliche Geschichte, rundum die Ménage à Trois zwischen Clara Schuhmann, Robert Schumann und dem jungen Brahms, jedoch eher klischeebeladen und damit nur wenig feinfühlig in Szene gesetzt. Während man sich immerzu wünscht, das Leiden, das Schuhmann quält, besser zu verstehen, hängt sich „Geliebte Clara“ die meiste Zeit über an der einfach gestrickten Liebesgeschichte auf. Diese wird vom Zuschauer jedoch nur all zu schnell durchschaut und langweilt damit zunehmend. Wirklich brillieren kann in der Erzählung letztlich nur Martina Gedeck, die in ihrer Rolle der Clara Schuhmann eine fabelhafte Figur abgibt. Ihr Spiel ist zu jeder Zeit emotional, ausdrucksstark und facettenreich. Allein ihr ist es zu verdanken, dass „Geliebte Clara“ doch noch an erzählerischer Tiefe gewinnt und man als Zuschauer ein Gefühl von dem Leben der drei Ausnahmemusiker bekommt, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts unter schicksalhaften Umständen begegnet sind.
Wissenswertes
Clara Schuhmann (1819-1896) lernte ihren Mann bereits mit neun Jahren kennen, verliebte sich 16jährig in ihn und heiratete ihn erst nach einem Gerichtsbeschluss gegen ihren Vater (1840). Die Freundschaft zu Brahms hielt über den Tod des Ehemanns hinaus an und ihre Beziehung sorgte für reichliche Spekulationen in der Schuhmann-Forschung.
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