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Alles für meinen Vater
Sof Shavua B'Tel Aviv
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Regie
Dror Zahavi
Drehbuch
Ido Dror, Yonatan Dror
Produzenten
Zvi Spielmann, Heike Wiehle-Timm
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 96 min Land Deutschland, Israel Kinostart 22.01.2009 Verleih Kinowelt |
Story
Drei junge Männer fahren in einem klapprigen Auto gen Tel Aviv. Sie sind Palästinenser. Der Mann auf der Rückbank wird verkabelt und soll sich als menschliche Bombe auf dem Markt der israelischen Großstadt zünden. Er heißt Tarek und ist nervös. Er tut dies, um die Ehre seines Vaters zu retten. Tarek schafft es unbemerkt durch die Kontrollen zu kommen, doch dann geschieht das Ungeplante: Die Sprengsätze zünden nicht. Tarek ist gezwungen den Zünder zu reparieren und weil ein Ersatzteil fehlt bekommt er zwei Tage Leben geschenkt. Zwei Tage in denen er israelischen Bürgern von „nebenan“ begegnet, die ihm sympathisch sind. Und er begegnet Keren, einem Mädchen, das dem strengen orthodoxen Leben ihrer Familie entfliehen will. Keren und Tarek kommen sich näher, verlieben sich und plötzlich fragt sich Tarek welchen Feind die Bombe eigentlich treffen soll. Israel hat plötzlich auch eine gut Seite.
Schauspieler
Shredy Jabarin, Hili Yalon, Shlomo Vishinski, Adel Abu Riea, Hawla Dibsi, Rosina Kambus
Filmkritik von Melanie Frommholz
Was sind das für meist junge Männer, die aus Palästina kommen und als menschliche Bomben Tod und Leid nach Israel tragen? Welche Motivation haben sie wirklich? Wären sie auch noch zu ihrer Tat fähig, wenn Israel für sie ein persönliches Gesicht bekäme? Fragen über Fragen, auf die es mehr als eine Antwort gibt. Regisseur Dror Zahavi und die Drehbuchautoren Idor Dror und Yonatan Dror geben mit „Alles für meinen Vater“ ihre Interpretation und haben damit einen Film geschaffen, der sicherlich kontrovers diskutiert werden kann - in den betroffenen Ländern noch viel stärker als in Deutschland. In erster Linie ist er jedoch eine bewegende Mischung aus Hoffnung, Humor und Traurigkeit. Ein Film, über Chancen – unvorhersehbare wie ungenutzte. Er drückt die Hoffnung auf Annährung aus, die in der momentanen Realität weiter denn je in die Ferne gerückt scheint. Die Hauptdarsteller in dieser kleinen palästinensisch-israelischen Geschichte sind ausdrucksstark und überzeugend, wenn auch die deutsche Synchronisation ihnen ein Stück ihrer Ausstrahlung raubt. Hat man sich jedoch erst einmal „eingehört“ eröffnet dieser Film die emotionale Möglichkeit seine Vorurteile auf den Prüfstand zu stellen und zu sehen, dass es auch noch Geschichten jenseits der Pressemitteilung über einen neuen Selbstmordattentäter gibt.
Wissenswertes
"Alles für meinen Vater" ist das Kinodebüt von Dror Zahavi. Die deutsch-israelische Koproduktion gewann den Publikumspreis des Internationalen Film Festivals Moskau und ist in sieben Kategorien für den israelischen Filmpreis nominiert.
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