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My Week with Marilyn
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Regie
Simon Curtis
Drehbuch
Adrian Hodges
Produzenten
David Parfitt, Harvey Weinstein
Genre Biopic FSK 6 Filmlänge 104 min Land Großbritannien, USA, 2011 Kinostart 19.04.2012 Verleih Ascot Elite |
Story
„Ich hätte inzwischen an „Stars“ gewöhnt sein sollen. Schließlich waren Vivien Leigh und Margot Fonteyn Freunde der Familie. Aber diese beiden Damen, so wunderbar sie waren, sind menschliche Wesen. Marilyn ist eine wahre Göttin und sollte nur als solche behandelt werden.“ (Colin Clark)
Der Sommer 1956 soll für den jungen Oxford-Abgänger Colin Clark unvergesslich werden: schon lange vom Film begeistert, beschließt er, entgegen den Erwartungen seiner Familie, in das Filmbusiness einzusteigen. Prompt ergattert der 23jährige einen Job auf dem Set von „The Prince and the Showgirl“ mit Marilyn Monroe. Als dritter Regieassistent ist er nicht mehr als der Laufbursche, doch die gerade frisch mit Arthur Miller verheiratete Marilyn wirft ein Auge auf den hübschen Mann und stiehlt diesem, schneller als er gucken kann, sein junges Herz…
Schauspieler
Michelle Williams, Eddie Redmayne, Julia Ormond, Kenneth Branagh, Judi Dench, Pip Torrens, Emma Watson, Geraldine Somerville, Michael Kitchen, Miranda Raison, Karl Moffatt, Simon Russell Beale, Toby Jones, Robert Portal, Philip Jackson, Jim Carter, Victor McGuire, Dougray Scott
Filmkritik von Kathrin Lang
„My Week with Marilyn“ - hier lockt nicht nur der Titel, sondern auch die Tatsache, dass das was zunächst wie die phantasievolle Märchengeschichte eines jungen Mannes klingt, auf wahren Begebenheiten beruhen soll. Schnell wird dem Zuschauer durch die Vorgeschichte des Filmes suggeriert, dass man einen Weltstar hautnah erleben darf und im Kinosessel höchstwahrscheinlich sogar Mitwisser von Geheimnissen der großen und großartigen Marilyn Monroe werden wird. Wiedererwartend bietet das autobiografische Drama jedoch weder das eine, noch das andere so wirklich. Von einer fantastisch aufspielenden Michelle Williams und einem gerade zu Beginn angenehmen Humor abgesehen, hat „My Week with Marilyn“ überraschend wenige Qualität vorzuweisen.
Unbestritten soll bleiben, dass Colin Clark, auf dessen Erinnerungen die Geschichte beruht und der sie als Memoiren und als Hommage niedergeschrieben hat, ein unverbesserlicher Glückspilz ist, der etwas erlebt hat, wofür ihn bis heute sicherlich Millionen von Männern rund um den Erdball beneiden. Eine Woche mit Marilyn ist im Lebenslauf eines Mannes unwiderruflich eine Sensation. Diese Tatsache allein macht jedoch keinen Kinofilm aus. Während sich Michelle Williams die Seele aus dem Leib zu spielen scheint, um ihre Marilyn mit allen Facetten authentisch wirken zu lassen, verblasst um ihre Darstellung herum allmählich alles. Zunehmend entpuppt sich „My Week with Marilyn“ zu einem recht uninspirierten Film, der bis zum Schluss nicht so ganz zu wissen scheint, was das eigentlich Besondere an seiner Geschichte ist und warum sie es überhaupt wert ist im Rahmen eines Kinofilms erzählt zu werden. Letztlich gewährt das von Simon Curtis inszenierte Biopic weder überraschende Blicke hinter die Fassade eines Weltstars, noch hinter die des Glückspilzes Colin Clark. Vor allem Letzteres verwundert angesichts der Tatsache, dass die Geschichte aus seiner Perspektive erzählt wird, doch zunehmend sehr. Am Schluss ist Clark selbst sogar die langweiligste aller Figuren und wird von Eddie Redmayne zudem unoriginell und recht farblos vor der Kamera umgesetzt.
Bewunderung bleibt letztlich fast nur für Michelle Williams – dies jedoch in einem solch großen Ausmaß, dass sich „My Week with Marilyn“ letztlich doch zu einem Film entwickeln kann, den man nicht gelangweilt ansieht. Williams versteht den Charakter ihrer weltbekannten Figur und vermag mit deren vielen Extremen hervorragend umzugehen: als Marilyn Monroe muss sie ebenso sexy wie verletzlich wirken und ebenso stark wie zerbrechlich sein. Michelle Williams beherrscht diesen Facettenreichtum vor der Kamera derart überzeugend, dass man immer wieder vergisst, dass dies nicht Marilyn Monroe selbst ist - sondern eben nur eine ziemlich gute Imitation. Für „My Week with Marilyn“ bedeutet dies die halbe Miete. Leider kann die andere Hälfte von dem recht belanglosen Drehbuch nicht beglichen werden. Schade.
Wissenswertes
"My Week with Marilyn" basiert auf den Memoiren von Colin Clark. In Deutschland wurden diese erstmals im März 2012 veröffentlicht.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Film - Musical / Comedy, Bester Nebendarsteller (Kenneth Branagh)
Gewonnene Golden Globes
Beste Schauspielerin - Musical / Comedy (Michelle Williams)
OSCAR-Nominierungen
Beste Hauptdarstellerin (Michelle Williams), Bester Nebendarsteller (Kenneth Branagh)
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