Hilde

Filmplakat Hilde
Regie Kai Wessel  Drehbuch Maria von Heland  Produzenten Judy Tossell, Jens Meurer 
Genre Biopic  FSK 12  Filmlänge 136 min
Land Deutschland  Kinostart 12.03.2009  DVD-Start 02.10.2009  Blu-ray-Start 02.10.2009  Verleih Warner Bros. Pictures Germany

Story

Während des Zweiten Weltkriegs bewirbt sich die noch junge Hildegard Knef an der Schauspielschule und wird prompt angenommen. Doch die Zeiten sind ungünstig, um eine Karriere als deutsche Schauspielerin zu beginnen. Dennoch schlägt sich Hilde wacker; übernimmt erste Bühnenrollen und darf bald auch vor der Kamera stehen. Die wirklich schweren Jahre beginnen für das junge Talent erst nach Kriegsende. Als ehemalige Geliebte eines Nazis ist ihr Ruf geschädigt. Dies bekommt Hilde vor allem in Hollywood zu spüren, wo ihr erster Versuch eine Karriere in Gang zu bringen kläglich scheitert. Zurück in Deutschland scheint es zunächst bergauf zu gehen, doch der Schein trügt. Ihr erster großer Film „Die Sünderin“ wird zum Skandal und Hildegard Knef zur verachteten Schauspielerin. Doch die Knef rappelt sich zum wiederholten Male auf und wird schließlich ein Weltstar…

Schauspieler

Hilde Heike Makatsch, Dan Stevens, Monica Bleibtreu, Michael Gwisdek, Johanna Gastdorf, Dan Stevens, Hanns Zischler, Anian Zollner, Trystan Wyn Puetter, Sylvester Groth, Roger Cicero, Fritz Roth, Hary Prinz, Jeroen Willems, Stanley Townsend

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms Hilde Heike Makatschs Biografie liest sich wie ein Märchen aus dem Bilderbuch: Als quirlige Musik-TV-Moderatorin deutschlandweit bekannt geworden, avancierte sie in den kommenden Jahrzehnten zur angesehenen Schauspielerin. Dabei wurde nicht nur die deutsche, sondern auch die amerikanische Filmindustrie auf das Multitalent aufmerksam. Mit „Hilde“ dürfte Heike Makatsch nun jedoch am vorläufigen Höhepunkt ihrer Karriere angekommen sein. Auf der Leinwand gewiss schon längst kein unbeschriebenes Blatt mehr, setzt sie mit ihrer Darstellung der Hildegard Knef ihrem Können die Krone auf. Differenziert und authentisch gelingt es Makatsch sowohl in den emotional starken, als auch schwachen Momenten ihrer Figur zu überzeugen. Die verschiedensten und nicht immer einfachen Facetten von Hildegard Knef werden von ihr eindrucksvoll für die Kamera umgesetzt: Sie spielt, singt und präsentiert sich wie der große deutsche Star – und das mit all seinen Komplexitäten. Die Karriere von Hildegard Knef fuhr wild Achterbahn und damit einhergehend auch ihr seelischer Zustand. Die Rollenkonzeption für das Biopic „Hilde“ schließt sich dieser Devise selbstredend an und bescherte Heike Makatsch damit eine große Herausforderung, der sie sich jedoch entschlossen und selbstsicher stellt.

Neben einer herausragenden Titeldarstellerin bietet „Hilde“ zudem ein tolles Drehbuch, das mit dem turbulenten und sehr abwechslungsreichen Leben der Hildegard Knef gut umzugehen weiß. Die Erzählung wird in Form einer Rückblende erzählt; beginnt während dem Zweiten Weltkrieg in Berlin, erfährt einige Ausflüge nach Amerika, um letztlich und ein paar Jahrzehnte später wieder in Berlin zu enden. Die Geschichte wird trotz ihrer Länge von 136 Minuten zügig erzählt und gibt einen guten Überblick über die wichtigsten Lebensstationen der Knef. Die für das Biopic alles entscheidende Frage „Wer war Hildegard Knef?“ wird damit ausreichend beantwortet, auch wenn es sicherlich unmöglich ist, den Star mit all seinen Geheimnissen zu erkunden.

Wissenswertes

Hilde Hildegard Knef lebte von 1925 bis 2002. Sie wurde auf dem Zehlendorfer Friedhof in Berlin beerdigt. Sie war drei Mal verheiratet und hat eine Tochter mit David Cameron. Neben ihrer Karriere als Schauspielerin war sie gefeierte Sängerin und Autorin.



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Kommentare

Martin schreibt am 22.03.09, 19:19
Ein wundervoller Film!
Meines Erachtens ist aber nicht die die die ausführliche Betrachtung der Kriegsjahre in Berlin ein Fehler. Wie hätte man sonst verstehen können wie sie zu der Frau geworden ist die sie war?! Ihre Kriegserlebnisse haben sie ohne Frage geprägt! Ihre Partnerwahl wurde mit Sicherheit durch diese Jahre mit beeinflusst...
Schade ist vielmehr, dass das Leben der Knef nur bis zum mittleren Alter gezeigt wurde. Als ob die zweite Hälfte nicht interessant sei...
Wir dürfen also auf einen 2. Teil hoffen, selbst wenn der bisher nicht angedacht ist.
Heike Makatsch spielt (und singt) wirklich genial! Eine wahre Freude ist es, ihr zuzusehen.
Für mich ist das ein 5 Sterne Film, zumal das eine wirklich große deutsche Produktion ist!
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