Ab 23.5.: Der Dieb der Worte

 

Der nächste Tatort in der ARD:
20. Mai: Unvergessen

 

Kinostart: Epic - Verborgenes Königreich

 

Kinostart: Evil Dead

 

Kinostart: Der große Gatsby

 

Verrückt nach Steve

All about Steve

Filmplakat Verrückt nach Steve
Regie Philip Traill  Drehbuch Kim Barker  Produzenten Sandra Bullock, Mary McLaglen 
Genre Komödie  FSK Filmlänge 101 min
Land USA  Kinostart 29.04.2010  DVD-Start 17.09.2010  Verleih 20th Century Fox Germany

Story

Von ihren Eltern wohlbehütet aufgezogen, lebt Mary Horowitz in ihrer eigenen kleinen Welt. Erst als sie den brillant aussehenden Steve kennenlernt, verlässt sie blind vor Liebe die vier Wände ihres Elternhauses. Auf der Jagd nach ihrem Herzbuben, erlebt sie allerlei heikle Abenteuer, die sie jedoch stets gutgelaunt bestreitet. Schade nur, dass sie bei Steve nicht so richtig ankommen will. Als Kreuzworträtsel-Autorin bei einer Tageszeitung, trägt Mary entsprechend viel (unnützes) Wissen mit sich herum, das sie permanent mit ihrer Umwelt teilen muss. Freiheraus schnattert und plappert sie den ganzen Tag, ohne dabei wirklich wahrzunehmen, wie die Menschen in ihrer Umgebung auf die reagieren. Auch Steve ist schnell von dieser exzentrischen und schrillen Frau genervt. Erst als es zu spät zu sein scheint, erkennt er das große Herz, das Mary in sich trägt…

Schauspieler

Verrückt nach Steve Sandra Bullock, Thomas Haden Church, Bradley Cooper, Katy Mixon, Sara Sanderson, DJ Qualls, Kerri Kenney, Beth Grant

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 3 von 5 Ms Verrückt nach Steve Die Karriere von Sandra Bullock ist schon seit jeher von einem stetigen Auf und Ab gekennzeichnet. Den Zenit dieser unkonstanten Karrierelinie dürfte Bullock in den vergangenen Monaten erreicht haben: Für die überaus erfolgreiche romantische Komödie „Selbst ist die Braut“ wird sie für den Golden Globe nominiert. Für ihre Darstellung in dem berührenden Familiendrama „Blind Side – Die große Chance“ darf sie nicht nur den Globe, sondern erstmals auch den OSCAR entgegennehmen. Für „Verrückt nach Steve“ kassiert sie schließlich eine Goldene Himbeere als schlechteste Schauspielerin des Jahres. Es kann nur als tragisch bezeichnet werden, wie sich Erfolg und Misserfolg hier die Klinke in die Hand geben.

„Es gibt so viele Marys in unserer Welt. Sie mögen in der Schule nicht zu den beliebtesten Kids zählen, vielleicht auch nicht viele Freunde haben, weil sie nicht als ‚normal’ gelten.“ (Drehbuchautorin Kim Barker)
Nicht von der Hand zu weisen ist, dass Drehbuchautorin Kim Barker mit ihrer Protagonistin Mary Horowitz eine etwas eigenartige Figur erschaffen hat. Mary ist schrill, ruhelos, eigensinnig – und bei alledem ganz schön nervig. Wild vor sich her schnatternd, fegt Mary in roten Lackstiefeln durch die Sphären und pfeift radikal auf alle sozialen Konventionen. Gnadenlos überzeichnet steht Mary Horowitz stellvertretend für die Außenseiter dieser Gesellschaft, die pudelwohl in ihrer ganz eigenen verrückten Welt leben. Nervpotential ist dabei sicherlich zu Genüge vorhanden und wird bei der Figurenzeichnung auch grausam ausgereizt. Was die Jury der Goldenen Himbeere bei alledem jedoch übersehen haben muss, ist die Tatsache, dass jenseits davon eine Frau verborgen liegt, die zwar enorm schrill, aber mindestens ebenso liebenswert und hinreißend herzlich ist. Sandra Bullock gibt ihr Bestes, um diese enorm schwierige Gratwanderung zu meisten. Dass das nicht immer gelingt, liegt vor allem an der übertrieben Rollenkonzeption. Dennoch hält „Verrückt nach Steve“ auch einige lustige Momente bereit, in denen Bullocks durchdringendes Auftreten für wahre Lacher sorgt. Eine gänzliche Bruchlandung kann der sympathischen Mimin daher sicherlich nicht unterstellt werden.

Die Story erleidet dabei dasselbe Schicksal wie ihre Hauptdarstellerin. Der Unterhaltungsfaktor der Komödie fährt wild Achterbahn – ist mal ganz oben an der Spitze angekommen, um schließlich rasant die Talfahrt anzutreten, nur um gleich wieder tapfer den Berg zu erklimmen. Selbst wenn nicht jede Sequenz optimal sitzt, so ist die Botschaft, die hinter der turbulenten und nicht durchweg überzeugenden Erzählweise steht, dennoch sehr gut getroffen: Menschen sind verschieden und nicht jeder kann oder muss dem ‚Normalmaß‘ entsprechen. „Verrückt nach Steve“ ist letztlich ein absolut schräges, aber doch sehr berührendes Plädoyer für alle Marys dieser Welt!

Wissenswertes

Verrückt nach Steve "Verrückt nach Steve" wurde im englischen Original gesehen und bewertet.



Besucherbewertung
4.3 / 5  (3 votes)

Kommentare

-**- schreibt am 18.09.10, 18:06
der geilste film =)
+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.