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Die zweite Frau (TV)
Die zweite Frau
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Regie
Hans Steinbichler
Drehbuch
Robert Seethaler
Produzent
Gabriela Sperl
Genre Tragik-Komödie Filmlänge 95 min Land Deutschland, 2008 Verleih WDR |
Story
Erwin ist 41 Jahre und wohnt noch immer als ewiger Junggeselle bei seiner Mutter. Dies soll sich nun jedoch ändern. Zwar hat er nicht vor aus dem Elternhaus auszuziehen, aber eine Frau soll nun her. Da er an dem abgelegenen Ort, an dem er zusammen mit seiner Mutter wohnt, keine Frau ausfindig machen kann, reist er kurzer Hand nach Rumänien, um dort in Bukarest mit Hilfe einer Partnervermittlungsagentur die passende Lebensgefährtin zu finden. Und tatsächlich: Er wird fündig und nimmt die hübsche Irina mit zu sich nach Hause. Die hat es in dem eingespielten ‚Zweimannhaushalt‘ nicht einfach, ist jedoch stark genug, um sich gegen die tyrannische Mutter durchzusetzen und um für ihr neues Glück zu kämpfen.
Schauspieler
Matthias Brandt, Monica Bleibtreu, Maria Popistasu, Sven Pippig, Nikolaus Paryla, Markus Böker, Ditte Schupp
Filmkritik von Kathrin Lang
Hat uns Regisseur Hans Steinbichler bislang immer schwere Kost auf den Leinwänden präsentiert, ist „Die zweite Frau“ dieses Mal etwas leichter verträglich. Zwar ist auch dieser Film in so manchen Szenen hart an der Grenze zum schier Unerträglichen, doch sind es die reich gesäten leichten Töne, die es wunderbar verstehen diesen im Grunde dramatischen Film, wieder etwas aufzulockern. Auch die Geschichte, die hier erzählt wird, ist überraschend einfach gestrickt. Gerade dadurch gewinnt „Die zweite Frau“ viel an Authentizität. Die Geschichte, so traurig und erschreckend sie an manchen Stellen sein mag, wirkt unglaublich authentisch und wie direkt aus dem Leben gegriffen. Die Charaktere wurden nicht überladen und lassen damit zu, dass der Zuschauer sie vollkommen erfassen und begreifen kann. Zu jeder Zeit hat man das Gefühl das Handeln der einzelnen Akteure nachvollziehen und verstehen zu können. Die Dialoge sind spannend und realistisch, lassen dem Zuschauer aber dennoch viel Platz für eigene Gedanken und Gefühle. Das, was Hans Steinbichler scheinbar schaffen wollte, ist ihm gelungenen: Einen einfachen Film zu drehen, der aber dennoch Substanz hat. Schade, dass es „Die zweite Frau“ nicht bis in unsere Kinos geschafft hat.
Regisseur Hans Steinbichler sowie die Hauptdarsteller Matthias Brandt und Maria Popistasu bekamen 2009 für ihre Arbeit den Adolf-Grimme-Preis verliehen.
