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Was wenn der Tod uns scheidet?
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Regie
Ulrike Grote
Drehbuch
Ulrike Grote, Ilona Schultz
Produzent
Ilona Schultz
Genre Drama Filmlänge 87 min Land Deutschland Verleih unbekannt |
Story
Dies ist die Geschichte sieben völlig verschiedener Menschen, die im Grunde nichts miteinander zu tun haben, in einer schicksalhaften Nacht aber mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert werden. Die beiden Ärzte Nele und Paul sind miteinander verheiratet und arbeiten in dem Krankenhaus, das zum Schauplatz dieser Geschichte wird. Die beiden haben ihr gemeinsames Kind verloren, und als während einer Operation ein kleines Mädchen stirbt, stürzt plötzlich Neles mühsam aufrecht gehaltene Welt ein. Zudem ist Nele die einzige Hoffnung für den krebskranken Blumenthal, der einfach nur noch sterben möchte und auf die erlösende Morphiumdosis hofft. Sophie, die sich gerade auf ein gewagtes Abenteuer eingelassen hat, erfährt, dass sie einen Hirntumor hat, der ihr Leben wohl erheblich verkürzen wird. Ihr Mann Joachim muss sich nicht nur mit dieser grausamen Wahrheit auseinandersetzen und weiß nicht, wie er mit der schrecklichen Nachricht umgehen soll. Der Pfleger Hans ist so ausschließlich mit der Sorge um seine demenzkranke Mutter beschäftigt, dass er beinahe vergisst zu leben und gar nicht bemerkt, dass seine Kollegin Birte großes Interesse für ihn hegt.
Schauspieler
Monica Bleibtreu, Peter Jordan, Ulrich Noethen, Annedore Kleist, Janna Striebeck, Eckhard Preuß, Paul Grote, Maike Kircher, Naomi Krauss, Wolfgang Krassnitzer, Willem Menne, Noah Thomas, Maximilian Werner, Max Herbrechter, Rainer Piwek, Angela Ascher, Stephan Schad, Maren Eggert, Katrin Pollitt, Helmut Zhuber
Filmkritik von Stefanie Rufle
„Was wenn der Tod uns scheidet“ gehört zu den Filmen, bei denen man guten Gewissens sagen kann, dass es einfach nur großartig ist, welche Leistung die Darsteller hier vollbringen. Die Art und Weise wie eine durch und durch überzeugende Darstellerriege die Geschichte entwickelt, ist grandios und trägt ganz eindeutig diesen Film. Egal ob Monica Bleibtreu, Ulrich Noethen, Janna Striebeck oder Annedore Kleist – sie alle machen ihre Sache überzeugend und gut und tragen sicher die Handlung. Die Themen berühren deshalb so sehr, weil sie aus dem Leben gegriffen scheinen und uns alle betreffen könnten. Demenz, Verlust und Trauer, eine gerade entstehende Liebesgeschichte, eine gescheiterte Ehe – hier trifft all das aufeinander, was eben so menschlich ist. Und doch ist auch jede Menge Platz und Zeit für die wichtige Prise Humor, die man im Leben braucht. Ulrike Grote beweist ein sicheres Händchen in der Wahl des Schauplatzes, eines düsteren Berliner Krankenhauses, das einem Schauer den Rücken hinunterjagen kann. Wie ein wahres Horrorkabinett mutet das Ganze an, und eines weiß man sicher: hier möchte man keinesfalls landen! Und doch tobt hier das Leben, es wird gelacht, geweint, getrauert und geliebt. Diese Mischung ist Grote wirklich gut gelungen, und auch wenn das Ganze doch manchmal sehr trist wirkt und man sich eines mulmigen Gefühls in der Magengegend nicht erwehren kann, ist „Was wenn der Tod uns scheidet“ doch ein gelungener Film geworden, der nachdenklich stimmt und immer wieder für einen Lacher gut ist.
Wissenswertes
"Was wenn der Tod uns scheidet" ist das Spielfilm-Debüt der Regisseurin Ulrike Grote, die mit ihrem Kurzfilm "Der Ausreißer" 2005 den internationalen Studenten OSCAR in der Kategorie bester ausländischer Film gewann.
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Kommentare
schreibt am 31.07.10, 00:31
alles hat seine zeit im leben - während ich gebannt die facetten der menschlichkeit sah - hat mein geliebter mann entschlossen sich das leben zu nehmen, 2 tage später - was wenn der tod uns scheidet, muss ich nun tag für tag erleben...es ist verrückt ...der film war ein zeichen , vorsehung...ich konnte sie nicht deuten, jetzt ist es zu spät !!!
Bettina Fredriksson schreibt am 29.05.09, 22:10
Eine, nein viele unglaubliche Geschichten, bizarr, aber der Wahrheit näher als nah.
So habe ich es auch erlebt, die Liebe der Tod, das Lebenwollen miteinander verwoben-ein wichtiger Film, ich hoffe auf eine neue Epoche im deutschen Film.
