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Weltstadt
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Regie
Christian Klandt
Drehbuch
Christian Klandt
Produzent
Martin Lischke
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 104 min Land Deutschland Kinostart 05.11.2009 Verleih X-Verleih |
Story
Nach einer wahren Begebenheit:
2004 machte die Kleinstadt Beeskow in Brandenburg Schlagzeilen. Zwei Jugendliche hatten einen Obdachlosen verprügelt und angezündet, als sie keine Wertsachen bei ihm gefunden hatten. 24 Stunden vorher beginnt „Weltstadt“ die Wege von fünf Menschen in Beeskow zu begleiten: Till, der seine Malerlehre geschmissen hat, Karsten, der in der Platte wohnt und in den Tag hinein lebt, Steffi, Tills Freundin, Heinrich, dessen Imbissbude heute geschlossen wird und Günther. Sie alle treibt die Angst vor der Zukunft um, auf die ein oder andere Weise der Frust über die eigene Situation und angestaute Agressionen. Für alle werden die kommenden Stunden ihr Leben für immer verändern.
Schauspieler
Florian Bartholomäi, Gerdy Zint, Karoline Schuch, Hendrik Arnst, Justus Carrière, Henrike von Kuick, Franziska Krumwiede, Jürgen Verch
Filmkritik von Melanie Frommholz
Fünf Menschen, fünf Schicksale, ein Verbrechen. „Weltstadt“ spielt zwar in einer brandenburgischen Kleinstadt, doch das geschilderte Verbrechen ist kein typisch „ostdeutsches“ oder ein „kleinstädtisches“ sondern kann hier und heute an vielen Orten und in vielen Ländern seine Wiederholung finden. Regisseur und Drehbuchautor Christian Klandt nahm sich der Geschichte an, weil sie seine Heimatstadt betraf und dort lange Zeit totgeschwiegen und verdrängt wurde. „Weltstadt“ sollte in erster Linie die Bürger von Breeskow aufrütteln und erreichen. Dass der Film dies jetzt auch anderen Orts tut, kann nur als glückliche Fügung bezeichnet werden. Die Geschichte bewegt emotional nicht nur aufgrund der sehr guten Inszenierung und dem guten Erzählrhythmus, besonders mit Schnitt und Musik wurde stimmig gearbeitet. Was die Geschichte außerdem von anderen unterscheidet, ist die Leistung der Schauspieler. Ohne vorgeschriebene Dialoge und nur mit der Geschichte als Vorlage haben sich die fünf Darsteller Florian Bartholomäi, Gerti Zint, Karoline Schuch, Justus Carrière und Hendrik Arnst beeindruckend in ihre Charaktere eingefühlt und spielen authentisch und ungeschminkt. „Weltstadt“ ist laut Christian Klandt ein unangenehmer Film, der aber gemacht werden musste. Besser kann man es nicht zusammenfassen. Der Film ist die Aufarbeitung eines Stücks deutscher Zeitgeschichte, der nicht wertet, sondern lediglich zeigt, und so den Zuschauer nachdrücklich auffordert sich mit der Problematik auseinander zu setzen.
Wissenswertes
Der Regisseur Christian Klandt sowie der Kameramann René Gorski sind in der Stadt aufgewachsen, in der die Tat geschah.
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Kommentare
Dr. Hans-Jürgen Wunderlich schreibt am 21.11.08, 15:29
Ein hervorragender und unter die Haut gehender Film, gesehen am 20.11.08 im Babylon.Bin in Beeskow geboren + aufge-
wachsen (bis zum 18. Lebensjahr/1954).
Auf Klandts Aussage im Publikumsgespräch
> das ist so (in Beeskow)< hätte ich es, der ich noch heute Kontakte habe, besser gefunden, zu sagen: auch das gibt
es in Beeskow.
