Zweier ohne

Filmplakat Zweier ohne
Regie Jobst Oetzmann  Drehbuch Jobst Oetzmann  Produzent Joachim Ortmanns 
Genre Drama  FSK 12  Filmlänge 93 min
Land Deutschland  Kinostart 16.10.2008  DVD-Start 27.03.2009  Verleih Stardust

Story

Johann und Ludwig haben sich gerade erst kennengelernt, da ist beiden schnell bewusst, dass sie befreundet sein wollen. Gemeinsam beginnen sie im sogenannten „Zweier Ohne“ zu rudern. Es dauert nicht lange und beide bewegen ihr Boot synchron, gewinnen jede Meisterschaft und sind auch außerhalb des Sportes eng befreundet. Doch als sich Johann in Ludwigs Schwester Vera verliebt, dreht Ludwig durch. Es dauert nicht lange und die beiden steuern auf eine echte Katastrophe zu…

Schauspieler

Zweier ohne Tino Mewes, Jacob Matschenz, Sophie Rogall, Peter Harting, Alexandra Schalaudek, Lena Stolze, Nora Quest, Piet Fuchs, Elea Geissler

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 3 von 5 Ms Zweier ohne Regisseur und Drehbuchautor Jobst Oetzmann adaptierte die gleichnamige Novelle von Dirk Kurbjuweit durchweg konsequent. Der Film beginnt wild, wird ruhiger, nur um wieder wild zu werden. Dabei ist „Zweier ohne“ jedoch kein Actionfilm, sondern insgesamt ein schweres Drama, mit dem man erst umzugehen lernen muss.
Die beiden jungen Schauspieler Tino Mewes und Jacob Matschenz spielen ihre Rollen authentisch und machen deutlich, dass vor allem Mewes viel zu selten auf deutschen Leinwänden unterwegs ist. Der ausdrucksstarke Schauspieler, der bereits in vielen tollen Filmen, wie beispielsweise „Fickende Fische“ von seiner Präsenz überzeugen konnte, zeigt auch in „Zweier ohne“ glaubhafte Leistungen. Davon wollen wir mehr sehen.
Inszenatorisch ist jedoch nicht alles gelungen. Einige Einstellungen versteht man ohne Erklärung nicht und auch die Figuren handeln manches Mal unverständlich. Es scheint fast so, als wolle Jobst Oetzmann seine Geschichte nicht zu sensibel erzählen – dabei wären manchmal ein wenig mehr Emotionen wünschenswert gewesen.
Wer melancholische Filme liebt, auch noch lange nach dem Kino nachdenklich über das eben Gesehene sprechen möchte, der ist mit diesem Drama gut beraten. Alle anderen, die sich auch das ein oder andere Mal an nicht ganz stimmigen Szenen stören, werden es hier vielleicht schwer haben.



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