Amores Perros - Was ist Liebe?

Amores perros

Filmplakat Amores Perros - Was ist Liebe?
Regie Alejandro González Iñárritu  Drehbuch Guillermo Arriaga Jordan  Produzent Alejandro González Iñárritu 
Genre Drama  FSK 16  Filmlänge 154 min
Land Mexiko  Kinostart 01.11.2001  DVD-Start 25.07.2002  Verleih X Verleih

Story

Der Moloch Mexiko City. Bei einem Autounfall kreuzen sich zufällig die Wege des jungen Octavio, der bei Hundekämpfen das große Geld machen will, um mit der Frau seines Bruders durchzubrennen und des schönen und reichen Models Valeria, die gerade mit dem Mann einer anderen zusammengezogen ist. Einer der ersten am Unfallort ist der Stadtstreicher El Chivo. Der Mann, der einst aus gut bürgerlichen Verhältnissen kam, verdient sich nun ein Zubrot mit Auftragsmorden. Drei Menschen, drei Schicksale, die sich durch Zufall an einer Straßenkreuzung treffen und die plötzlich verbunden sind.

Schauspieler

Amores Perros - Was ist Liebe? Emilio Echevarría, Goya Toledo, Gael García Bernal, Álvaro Guerrero, Vanessa Bauche, Jorge Salinas, Marco Pérez, Rodrigo Murray, Humberto Busto

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 5 von 5 Ms Amores Perros - Was ist Liebe? Liebe, Hass, Zufall, Gewalt und Rache. Wie wir heute wissen, sind das die Stoffe, aus denen Alejandro González Iñárritus Filme üblicherweise gemacht sind. Der mexikanische Filmemacher ist mittlerweile für die eindringlichen Inszenierungen, mit denen er seine Stoffe umsetzt, bekannt. „Amores Perros - Was ist Liebe?“ ist sein erster abendfüllender Kinofilm als Regisseur und der Auftakt zu seiner Trilogie, mit der er den emotionalen Triebfedern menschlichen Handeln nachspürt und die mit den Filmen „21 Gramm“ und „Babel“ fortgesetzt wurde. Guillermo Arriaga schrieb dem Mexikaner hierfür ein eindrückliches Drehbuch, das drei packende Geschichten erzählt, die subtil und intelligent miteinander verbunden sind. Das zentrale Thema von „Amores Perros - Was ist Liebe?“ ist die Liebe. Mit all ihren Facetten. Wer nun erwartet einen gewöhnlichen Liebesfilm zu sehen, mit Geigen im Hintergrund und rosaroten Wolken, der irrt. Der Filmemacher will den Dingen immer auf den Grund gehen, ihre derben und schlechten Seiten zeigen. In Guillermo Arriaga hat er hier einen Partner gefunden, der ihm die hervorragende Grundlage dafür lieferte. Und so zeigt uns dieser Film die Abgründe der Liebe, die Verluste, die wir durch sie erleiden und die Qualen, die wir ihretwegen erdulden. Alejandro González Iñárritu arbeitet, verbunden mit einer kritischen Gesellschaftsbetrachtung, die Schrankenlosigkeit dieser Empfindung heraus, die arm trifft wie reich, Yuppie wie Landstreicher, die keine gesellschaftlichen Grenzen kennt. Wir sehen die vielen verschiedenen Gesichter der Liebe – Ein Kaleidoskop der tiefen Empfindungen zwischen Himmelhochjauchzend, am Boden zerstört und zerstörerisch. Die Inszenierung erreicht dabei einen Grad der Eindrücklichkeit, die an Unerträglichkeit grenzt, in den Gewaltszenen diese gezielt überschreitet, aber dennoch das Interesse an den Figuren und ihrem Schicksal durchgängig aufrechterhält. „Amores Perros - Was ist Liebe?“ bohrt sich in den Magen und ins Herz, überfordert zuweilen, berührt aber in jedem Fall tief. Alejandro González Iñárritu und Guillermo Arriaga haben hier zeitlos starkes Emotionskino mit Nachhall geschaffen, das nicht zuletzt auch wegen der Präsenz seiner Darsteller und der visuellen Umsetzung im Gedächtnis bleibt.

Wissenswertes

Amores Perros - Was ist Liebe? "Amores Perros" ist der erste Teil einer Trilogie, die Alejandro González Iñárritu mit "21 Gramm" und "Babel" fortsetzte.

Auszeichnungen

Amores Perros - Was ist Liebe?
Golden Globe-Nominierungen

Bester ausländischer Film

OSCAR-Nominierungen

Bester ausländischer Film



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