Die drei Musketiere

The Three Musketeers

Filmplakat Die drei Musketiere
Regie Paul W.S. Anderson  Drehbuch Andrew Davies, Alex Litvak  Produzenten Paul W.S. Anderson, Jeremy Bolt, Robert Kulzer 
Genre Abenteuer Epos  FSK 12  Filmlänge 110 min
Land USA  Kinostart 01.09.2011  DVD-Start 09.02.2012  Blu-ray-Start 09.02.2012  Verleih Constantin Film

Story

Frankreich im 17. Jahrhundert. Der junge Louis XIII hat gerade den Thron bestiegen, doch ist er noch ein Kind. Genau wie seine junge Gattin Anne. Der wahre Machthaber, der im Hintergrund die Fäden zieht, ist der intrigante Kardinal Richelieu. Zusammen mit der Doppelspionin M'lady De Winter plant er den entscheidenden Schlag, um die Macht endgültig ganz an sich zu reißen.
Just zu dieser Zeit macht sich der junge D'Artagnan auf nach Paris, um in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und ein Musketier zu werden. Er ist noch nicht einmal in der Hauptstadt angekommen, als er sich die rechte Hand Richelieu, Rochford, zum Feind macht. In Paris angekommen macht er bald Bekanntschaft mit den legendären Musketieren Athos, Aramis und Porthos. Doch die Drei sind schon mit einem Bein im Ruhestand. Die Zukunft Frankreichs fordert jedoch noch einmal ihren Mut und ihren scharfen Degen. Zusammen mit D'Artagnan bieten sie Richelieu die Stirn.

Schauspieler

Die drei Musketiere Logan Lerman, Matthew Macfadyen, Christoph Waltz, Milla Jovovich, Ray Stevenson, Luke Evans, Orlando Bloom, James Corden, Mads Mikkelsen, Freddie Fox, Juno Temple, Gabriella Wilde, Til Schweiger, Carsten Norgaard

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 4 von 5 Ms Die drei Musketiere „Einer für alle und alle für einen!“
Gute Geschichten überdauern die Zeit. Alexandre Dumas hatte 1843, als er anfing „Die drei Musketiere“ zu schreiben, jedoch sicherlich nicht auf seinem Plan, dass im Jahre 2011 sein Mantel- und Degen-Abenteuer erneut eine Renaissance erleben würde. Das Autorenteam Andrew Davies, und Alex Litvak hat dem historischen und in der Vergangenheit gerne verfilmten Stoff eine gelungene Frischzellenkur verpasst und dabei nicht nur die Dialoge mit zeitgenössischem Pepp und Witz versehen, die Figuren stimmig ironisch übersteigert, sondern sich bei den Ideen auch bei Leonardo da Vinci und Jules Verne umgeschaut. Die Mischung aus altem Fundament und innovativer Interpretation, die sich daraus ergibt, mag nicht werkgetreu sein, sie ist jedoch in jedem Fall kurzweilige und amüsante Unterhaltung. Da verschmerzt man auch, dass der Charme bei all den augenzwinkernden Stilbrüchen etwas leidet. Gedreht in 3D sind die Effekte in „Die drei Musketiere“ bis auf wenige Ausnahmen erste Sahne. Regisseur Paul W.S. Anderson, der sich sonst lieber in der Horror-Ecke tummelt, bündelt tolle Optik und Handlung zu einer tempogeladenen und actionbetonten Neuauflage der liebgewonnenen alten Abenteurergeschichte.

Paris liegt 2011 in Deutschland. Bamberg, Bayern und die Filmstudios in Babelsberg bilden die Kulisse für „Die drei Musketiere“. In diesen tummelt sich vor der Kamera ein echtes Starensemble. Logan Lerman überzeugt dabei in der Hauptrolle des ungestümen und frechen D'Artagnan ebenso wie Matthew Macfadyen, Luke Evans und Ray Stevenson als die drei Musketiere Athos, Aramis und Porthos. Als Bösewicht Richelieu gibt Christoph Waltz eine routinierte Vorstellung und auch Mads Mikkelsen als Rochford und Orlando Bloom als Buckingham können überzeugen. Milla Jovovich bleibt da im Vergleich zu blass, obwohl sie wieder vollen Körpereinsatz bietet.

Nicht jedes Remake ist die schlechte Kopie eines besseren Originals. Diese Adaption von „Die drei Musketiere“ muss sich wahrlich nicht verstecken. Es ist angedacht diesem Auftakt noch weitere Filme folgen zu lassen. Wir sind uns sicher: Die Musketiere haben hier nicht zum letzten Mal die Klingen gekreuzt.

Wissenswertes

Die drei Musketiere Vorlage für das Drehbuch war der Roman „Die drei Musketiere“. Er ist der erste Teil einer Trilogie des französischen Autors Alexandre Dumas (der Ältere). Dieser, wie auch die beiden anderen Teile „Zwanzig Jahre später“ und „Der Vicomte von Bragelonne“ (auch „Der Mann in der eisernen Maske“), wurden bereits mehrfach verfilmt.

Auf Moviesection.de zu den Musketieren zu finden:
Die Musketier-Filme mit Gérard Barray:
Die drei Musketiere - Teil 1: Haudegen der Königin
Die drei Musketiere - Teil 2: Ohne Furcht und Tadel

Die Musketier-Filme mit Michael York:
Die drei Musketiere (1973)
Die vier Musketiere

Weitere Musketier-Verfilmungen:
Die drei Musketiere (1994)
Die drei Musketiere
Der Mann in der eisernen Maske



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Kommentare

Sternchen schreibt am 24.10.11, 22:46
Ich finde den Film genial. Die 3D Effekte, die Schauspieler, einfach alles stimmt. Das ist der beste Musketierfilm aller Zeiten. Besonders die Luftschiffacts und die Kostüme waren überzeugend.
Nissi J schreibt am 21.09.11, 14:32
also ich fand den film einfach nur geil! ist eben nicht wie die anderen,er ist lustiger gestlatet. ich fand ihn super. würde ihn empfehlen und die kinokassen bezeugen das auch^^
Dirk Bockisch schreibt am 06.09.11, 17:35
Das war mit Abstand der größte Müll, den ich seit vielen Jahren im Kino gesehen habe. Ich bin ein großer Fan von Musketierfilmen, doch dieser schlägt dem Fass den Boden aus. Die schauspielerischen Leistungen sind katastrophal. Leider auch von den sonst gut spielenden Christoph Waltz oder Orlando Bloom. Tolle 3D-Effekte in leider völlig übertriebenen Actions-Szenen reisen das Ganze auch nicht mehr raus. Spart euch das Geld lieber.
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